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Omikron-Impfstoff: Großbritannien lässt neues Vakzin zu

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Von: Nils Tillmann

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Mit der Omikron-Variante hat sich das Corona-Virus in den letzten Monaten wieder stark verbreitet. Ein neuer Impfstoff gilt aber als vielversprechender Schutz gegen die hochansteckende Variante.

London – In Großbritannien wurde die Zulassung eines neuen Corona-Impfstoffs bekannt gegeben. Die medizinische Zulassungs- und Aufsichtsbehörde des britischen Gesundheitsministeriums erklärte, dass der neue Moderna-Impfstoff sowohl gegen die Omikron-Variante als auch gegen den ursprünglichen Virusstamm wirksam sei.

Damit unterscheidet das neue Mittel sich entscheidend von den bisher zugelassenen Vakzinen. Diese zeigten vor allem gegen vorherige Varianten des Corona-Virus Wirksamkeit. Damit trugen sie zwar entscheidend zur Reduzierung der Hospitalisierungs- und Todesrate bei, konnten die Ausbreitung der Omikron-Variante jedoch nicht stoppen.

Coronavirus - Großbritanniens Premier Johnson wird geimpft
Auch Premierminister Boris Johnson ließ sich gegen Corona impfen. Bisherige Impfstoffe waren jedoch nicht sehr wirksam gegen die Omikron-Variante. © Frank Augstein/dpa

Neue Corona-Impfung: Wirksam gegen mehrere Omikron-Varianten

Der neue bivalente, also zweiwertige, Impfstoff soll nun für Boosterimpfungen für Erwachsene verfügbar gemacht werden. Neben Moderna entwickelt auch Biontech/Pfizer einen neuen Impfstoff gegen die Omikron-Variante des Coronavirus. Beide Mittel werden derzeit von der Europäischen Arzneimittelagentur geprüft.

Die Omikron-Variante und insbesondere ihre Untervariante BA.5 hatte in den vergangenen Monaten zu einem erneuten Anstieg der Corona-Fälle geführt. Die Varianten BA.4 und BA.5 gelten als sehr ansteckend und können die Lunge mehr betreffen als vorhergegangene Varianten. Den britischen Behörden zufolge habe der neue Impfstoff aber gegen all diese Subtypen „gute“ Ergebnisse erzielt.

Omikron-Impfung frühestens im Herbst

Mit der Zulassung eines bivalenten Impfstoffs ist in Deutschland frühestens im Herbst zu rechnen. Bis dahin wird weiterhin über mögliche Corona-Schutzmaßnahmen diskutiert. Auch eine teilweise Maskenpflicht in Innenräumen ist dabei im Gespräch. Die genaue Umsetzung von Maßnahmen wird aber wohl Ländersache bleiben. (Nils Tillmann)

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