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Corona-Lage in Europa

Omikron breitet sich rasant in Norwegen aus – große Infektionswelle erwartet

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  • Stefan Krieger
    Stefan Krieger
  • Katja Thorwarth
    Katja Thorwarth
  • Sandra Kathe
    Sandra Kathe

Rapide steigende Corona-Fallzahlen und die Omikron-Variante bestimmen die Lage in Europa. Auch Norwegen trifft die Mutante hart.

+++ 17.38 Uhr: Die Omikron-Variante kommt für viele Länder in Europa zu Unzeiten. Inzwischen gilt die Mutante auch in Norwegen als dominierende Variante des Coronavirus. Wie das norwegische Gesundheitsinstitut FHI mitteilte, machte sie in der vergangenen Wochen über 65 Prozent der Neuinfektionen aus. Bislang wurden mehr als 16.000 Omikron Fälle in Norwegen registriert. Doch das könnte nur die Spitze des Eisbergs sein.

Denn angesichts der Feiertage sei es schwer einzuschätzen, inwieweit diese Corona-Fallzahlen die tatsächliche Situation der vergangenen Wochen widerspiegeln würden, gibt FHI-Abteilungsdirektorin Line Vold zu bedenken. Erst in den kommenden Tagen, wenn in Norwegen wieder der Alltag eingekehrt sei, könne man sich ein besseres Bild der Infektionslage machen. Das FHI rechnet mit einer großen Infektionswelle, die Norwegen in den kommenden Wochen treffen könnte.

In Norwegen dominiert inzwischen die Corona-Variante Omikron. (Symbolbild)

Omikron: „Spanier sind uns in einem Punkt voraus“ - Virologin erklärt warum

Update von Montag, 03.01.2021, 13.45 Uhr: Virologin Ulrike Protzer hat im „Morgenmagazin“ der ARD angesichts der kursierenden Omikron-Variante die Corona-Lage in Spanien mit der Situation in Deutschland verglichen. Dabei erklärte die Wissenschaftlerin, welche an der Technischen Universität München forscht, dass auf der iberischen Halbinsel insbesondere ein Aspekt stärker ausgeprägt sei. „Die Spanier sind uns in einem Punkt voraus. Sie haben einfach viel mehr Menschen mit einer vorbestehenden Immunität“, sagte sie im „Morgenmagazin“.

Einerseits sei dafür die höhere Impfquote in Spanien verantwortlich. In Deutschland seien noch zu viele Menschen vor Omikron und weiteren Corona-Varianten „ungeschützt“. Andererseits sei Spanien durch härtere Corona-Wellen als Deutschland gegangen, wodurch mehr Menschen von Covid-19 genesen seien und auf diese Weise eine Immunität vorhanden sei.

Vor allem den Aspekt der zu niedrigen Impfquote hatte zuletzt auch Virologe Christian Drosten thematisiert. Er sprach von einem deutschen „Spezial-Problem“.

Corona-Infektionen an Bord: Aida bricht Kreuzfahrt vorzeitig ab 

+++ 16.01 Uhr: Die Kreuzfahrt der Aida Nova der deutschen Reederei endet wegen zahlreicher Corona-Fällen unter den Crewmitgliedern ungeplant in Lissabon. Wegen mehr als 50 positiv auf Corona getesteten Besatzungsmitgliedern lag das Schiff bereits mehrere Tage im Hafen der portugiesischen Hauptstadt. Die Silvesternacht verbrachten die Gäste auf dem Festland (siehe Update vom 01.01.2022).

Zwar hätten alle Infizierten nur milde Symptome, „aufgrund der aktuellen Situation können wir jedoch die Reise mit Aida Nova nicht wie geplant bis zum 5. Januar 2022 auf die Kanarischen Inseln fortsetzen“, hieß es von Aida Cruises am Sonntag (02.01.2022) in Rostock. Das Unternehmen habe bereits begonnen, die Heimreise für die Gäste zu organisieren. Sie sollen am Montag (03.01.2022) per Flugzeug nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz zurückkehren.

Corona: Frankreich lockert Quarantäne-Regeln

+++ 08.10 Uhr: Ungeachtet einer Rekordzahl von Corona-Neuinfektionen verkürzt Frankreich seine Quarantäne-Fristen. Vollständig geimpfte Personen müssen im Fall einer Infektion von Montag (03.01.2022) an nur noch sieben Tage in Quarantäne, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran an. Die Quarantäne kann mit einem negativen Schnelltest oder PCR-Test auf fünf Tage verkürzt werden. Für nicht oder nicht vollständig Geimpfte bleibt es bei einer Quarantäne von zehn Tagen, die mit einem negativen Test auf sieben Tage verkürzt werden kann.

Kontaktpersonen, die nicht oder nicht vollständig geimpft sind, müssen weiterhin sieben Tage in Quarantäne. Vollständig geimpfte Kontaktpersonen müssen hingegen in Frankreich ab Montag nicht mehr in Quarantäne, vorausgesetzt sie testen sich binnen sechs Tagen jeweils jeden zweiten Tag. Die entsprechenden Tests gibt es gratis in der Apotheke.

Bereits mehr als hundert Millionen Ansteckungen in Europa

Update vom 02.01.2022, 03.15 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie hat in Europa bis hin zum Kaukasus die Marke von hundert Millionen überschritten. In den 52 Ländern und Gebieten von der Atlantikküste bis nach Aserbaidschan und Russland wurden bis zum Abend des Neujahrstags 100.074.753 Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet, wie eine Berechnung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben ergab.

Das ist mehr als ein Drittel der weltweit 288.279.803 Corona-Infektionen, die seit dem Ausbruch der Pandemie Ende 2019 gemeldet wurden. Allein in den vergangenen sieben Tagen wurden in der Region Europa mehr als 4,9 Millionen Ansteckungen gemeldet - 59 Prozent mehr als in der Vorwoche. 17 der 52 Länder und Gebiete übertrafen ihre früheren Höchststände von Corona-Infektionen binnen einer Woche.

Länder in ganz Europa haben strengere Maßnahmen ergriffen, um eine neue Welle von Corona-Infektionen mit der Omikron-Variante einzudämmen.

Corona: Infizierte Besatzungsmitglieder – Kreuzfahrtschiff Aida Nova sitzt fest

+++ 14.45 Uhr: Wegen mehr als 50 positiv auf Corona getesteten Besatzungsmitgliedern liegt das Kreuzfahrtschiff Aida Nova, das über den Jahreswechsel knapp 3000 vorwiegend deutsche Gäste an Bord hat, seit Tagen im Hafen von Lissabon. Die Weiterfahrt verzögere sich nach Angaben der Reederei derzeit aufgrund der Anreise wichtiger Crewmitglieder, die die ausgefallenen Kolleg:innen ersetzen müssten.

Die infizierten Mitarbeiter:innen seien bei Routineprüfungen frühzeitig aufgefallen und in Abstimmung mit den Behörden in Lissabon an Land untergebracht worden, zitiert die Deutsche Presseagentur eine Mitteilung von Aida Cruises in Rostock. Wie es weitergeht, entscheide sich, wenn die zusätzlichen Crewmitglieder angekommen und mögliche Reiseoptionen geprüft worden sind. Von den 2844 Tourist:innen auf dem Schiff sei nach Angaben der Reederei keiner infiziert. Die Kreuzfahrtgäste dürften das Schiff den Angaben zufolge ohne Einschränkungen verlassen. Viele der Passagier:innen verbrachten demnach den Jahreswechsel an Land in der portugiesischen Hauptstadt.

Steigende Corona-Zahlen in Großbritannien: Lernen, „Seite an Seite“ mit dem Virus zu leben

+++ 12.05 Uhr: Trotz neuer Rekordzahlen bei den Corona-Infektionen in Großbritannien bezeichnete der britische Gesundheitsminister Sajid Javid im Gespräch mit der britischen Zeitung Daily Mail die Einführung neuer Corona-Maßnahmen als „letzten Ausweg“. Stattdessen müsse man lernen „Seite an Seite“ mit dem Virus zu leben. Während in Schottland und Wales derzeit verschärfte Corona-Regeln gelten, feierten die Menschen in England weitestgehend ohne Einschränkungen in Clubs, Bars und Pubs Silvester.

Am Silvestertag wurden in Großbritannien insgesamt 189.846 neue Corona-Fälle gemeldet, ein extrem großer Anteil geht hier bereits auf die Omikron-Variante zurück. Der Statistikexperte Prof. David Spiegelhalter von der Universität Cambridge warnte gegenüber der BBC vor einer „nie dagewesenen Infektionswelle“. Seinen Berechnungen zufolge könnten die tatsächlichen Zahlen derzeit jedoch viel höher liegen - womöglich bei bis zu 500.000 Neuinfektionen pro Tag.

Steigende Corona-Zahlen in Europa: Italien und Malta werden Hochrisikogebiete

Update vom 01.01.2022, 07.15 Uhr: Die beliebten Urlaubsländer Italien und Malta gelten wegen ihrer hohen Corona-Infektionszahlen seit Samstag (01.01.2022) als Hochrisikogebiete. Auch Kanada und San Marino im Nordosten Italiens sind von der Bundesregierung nun so eingestuft. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Die Insel Mauritius im Indischen Ozean ist dagegen inzwischen von der Risikoliste gestrichen.

Mit der Einstufung verbunden ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Trotz einer hohen Impfquote von rund 80 Prozent klettert auch in Spanien die Zahl der Corona-Infektionen weiter rasant.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Corona in Spanien: Inzidenz überspringt erstmals 1000er-Marke

Erstmeldung von Freitag, 31.12.2021, 10.15 Uhr: Madrid – Spanien verabschiedet das Jahr 2021 trotz einer hohen Impfquote von rund 80 Prozent mit einer der höchsten Corona-Inzidenzen Europas. Die Zahl der neu erfassten Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen 24 Stunden kletterte auf 1086, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am späten Donnerstagabend mitteilte. Damit wurde erstmals die 1000er-Marke überschritten. Zum Vergleich: In Deutschland lag dieser Wert am Freitag bei 214,9.

Mitte Oktober hatte Spanien noch einen Jahrestiefstwert von ca. 18 verzeichnet. Die Behörden beteuern unterdessen, dass die Lage in den Krankenhäusern auch dank der hohen Impfquote weiterhin weitgehend unter Kontrolle sei, da das Vakzin in dem meisten Fällen für eine Ansteckung ohne Symptome oder mit einem milderen Krankheitsverlauf sorge. Zuletzt waren in Spanien 8,8 Prozent aller Krankenhausbetten sowie 19 Prozent aller Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt. Auch diese Zahlen klettern, aber eher langsam.

Corona: Menschen in Spanien wollen trotz immer mehr Neuinfektionen Massenparty feiern

Wegen der rapide steigenden Zahl der Fälle verkürzte Spanien diese Woche die Dauer der Isolation nach einer Ansteckung ohne Symptome und auch mit leichten Symptomen von zehn auf sieben Tage. Das gilt auch für nicht geimpfte Verdachtsfälle. Die Reduzierung war von mehreren Regionalregierungen und Unternehmern gefordert worden. Damit will man Beeinträchtigungen der Grundversorgung etwa in den Krankenhäusern und im öffentlichen Verkehr verhindern.

Zur Eindämmung der Pandemie wurde landesweit die Maskenpflicht im Freien wieder eingeführt. In neun von 17 Regionen gelten 3G-Regel, Sperrstunden oder nächtliche Ausgangsbeschränkungen, in anderen – wie etwa in der Hauptstadt – gibt es derweil kaum Restriktionen. In Madrid wollten sich trotz Corona am Freitagabend rund 7000 Menschen auf dem Platz Puerta del Sol versammeln, um das neue Jahr bei der traditionsreichsten Silvester-Massenparty des Landes zu begrüßen. (skr/ktho/ska mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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