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Großbritannien

Angst vor Omikron-Variante: England kehrt zur Maskenpflicht zurück

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Nach mehreren Monaten der Freiheit müssen sich die Menschen in England wieder ans Maskentragen gewöhnen.

London - Es war ein großes Fest in Großbritannien, als Premierminister Boris Johnson am 19. Juli 2021 den „Freedom Day“ verkündete. Keine Abstandsregeln mehr, keine Maskenpflicht, endlich wieder Großveranstaltungen. Damit ist es jetzt, zumindest was das Tragen von Masken angeht, erst einmal wieder vorbei.

Als Vorsichtsmaßnahme gegen die neue Omikron-Variante des Corona-Virus ist in England in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln seit Dienstag (30.11.2021) das Tragen eines Gesichtsschutzes wieder vorgeschrieben.

Maskenpflicht in England: In der Praxis kaum überprüft

Zuvor hatte die Pflicht zum Tragen einer Maske nur noch an einzelnen Orten, etwa einigen Supermärkten und der Londoner U-Bahn gegolten. Allerdings war die Verordnung in der Praxis kaum durchgesetzt worden. In Theatern, Restaurants, Bars, Clubs und Kinos sind weiterhin weder Maske noch Impf- oder Testnachweise notwendig. Schottland, Wales und Nordirland haben eigene, etwas strengere Regeln. Insgesamt wurden bislang in Großbritannien 14 Fälle der Omikron-Variante festgestellt.

Auch Boris Johnson trägt wieder Maske.

Britische Ladenbesitzer:innen zeigen sich unterdessen besorgt, dass die neue Regel ernsthafte Auswirkungen auf ihr Geschäft haben könnte. Dies gerade in einer Zeit, in der Gewalt und Beschimpfungen gegen Mitarbeiter:innen des Einzelhandels und des Gastgewerbes so hoch sind wie nie zuvor. Also hagelt es Kritik: So sorgt sich eine Boutique-Besitzerin in Leeds einem BBC-Bericht zufolge, es könnten keine Kunden mehr in ihr Geschäft kommen, wenn wieder eine Maskenpflicht gelte. „Wir haben viele nette Kunden, die uns durch eine schwierige Zeit geholfen haben, aber die Leute sind ein bisschen frustriert“, sagt Katie Pitts. „Wir sind ein Einzelhandelsgeschäft, das nicht lebensnotwendig ist. Wenn unsere Kunden also keine Lust haben, eine Maske zu tragen, kommen sie vielleicht nicht rein.“

Maskenpflicht in England: Viele wissen nicht, wie man eine Maske richtig trägt

Nigel Bourne, Inhaber eines Küchenladens in Sussex, erklärt gegenüber der BBC, dass die Maskenpflicht „nie hätte wieder eingeführt werden dürfen“. Er sagt, er würde sich stattdessen wünschen, dass die Regierung „mehr Werbung“ für das freiwillige Tragen von Masken machen würde. Viele Menschen wüssten noch immer nicht, wie man einen Gesichtsschutz richtig trägt. Der Ladenbesitzer sagt, er habe die Polizei noch nicht einschalten müssen, weil Leute keine Masken getragen hätten, da niemand ausfällig geworden sei. Aber er hätte schon Kunden auffordern müssen, sein Geschäft zu verlassen, weil sie keinen Gesichtsschutz trugen und auch keinen bei sich hatten.

Alles in allem zeigt Nigel Bourne aber Verständnis für die Entscheidung der Regierung: „Wir tun es für uns selbst und für andere Menschen. Ich möchte nicht in einem Geschäft arbeiten, in dem die Leute ihre Masken nicht richtig tragen. Wenn das Gesetz vorschreibt, dass man eine Maske tragen muss, dann sollte man das auch machen.“

Aus Sorge vor der Omikron-Variante: Rückkehr zur Quarantänepflicht bei Einreise

Unterdessen kritisierte die Reisebranche die Rückkehr von teuren PCR-Tests und Quarantäne nach der Einreise: Ankommende müssen sich seit Dienstagmorgen aus Sorge vor der Omikron-Variante bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses in Quarantäne begeben. Etwas, was besonders zur Weihnachtszeit viele Touristen davon abhalten dürfte, auf ein paar Tage zum Einkaufen auf die Isel zu reisen. (Stefan Krieger mit dpa)

Rubriklistenbild: © Daniel Leal/afp

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