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Nordkorea nimmt nicht an Olympischen Spielen in Tokio teil
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Nordkorea nimmt nicht an Olympischen Spielen in Tokio teil

Pandemie

Nordkorea sagt Olympia-Teilnahme in Tokio ab

  • VonSebastian Richter
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Im Sommer finden die Olympischen Spiele in Tokio statt. Die Athlet:innen aus Nordkorea werden allerdings nicht dabei sein – offiziell wegen Corona.

Update vom Dienstag, 06.04.2021, 07.45 Uhr: Nordkorea hat angekündigt, keine Athlet:innen zu den Olympischen Sommerspielen in Tokio zu schicken. Das nordkoreanische Olympische Komitee habe entschieden, „nicht an den 32. Olympischen Spielen teilzunehmen, um die Athlet:innen vor der weltweiten Gesundheitskrise zu schützen, die durch Covid-19 ausgelöst wurde“, hieß es am Montag auf einer vom nordkoreanischen Sportministerium betriebenen Website.

Nordkorea hatte 2018 an den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang teilgenommen, was Hoffnungen auf eine Entspannung im Atomkonflikt genährt hatte. Als ranghohe Vertreterin Pjöngjangs nahm damals Kim Yo Jong an den Spielen teil, die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un.

Nach Einschätzung von Experten ist die Corona-Pandemie nicht der einzige Grund, warum Nordkorea nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen will. Das Verhältnis zwischen Pjöngjang und Tokio gilt als äußerst belastet. „Es scheint, als wolle Pjöngjang gegen die japanische Nordkorea-Politik protestieren, denn wie die USA spricht Tokio immer wieder sensible Themen wie Menschenrechte und Sanktionen an“, sagte der Seouler Nordkorea-Experte Yang Moo-jin der Nachrichtenagentur AFP.

Olympia 2023 in Nord- und Südkorea? Vorschlag zur gemeinsamen Ausrichtung abgeschickt

Erstmeldung vom 04.04.2021: Seoul – Nord- und Südkorea wollen gemeinsam die Olympischen Spiele 2032 austragen. Ein entsprechender Vorschlag wurde am vergangenen Donnerstag (01.04.2021) an das Internationale Olympische Komitee (IOC) gerichtet, wie es aus der südkoreanischen Hauptstadt Seoul heißt.

Eine gemeinsame Bewerbung für Olympia wurde zwischen Pjöngjang und Seoul bereits bei einem Treffen Ende 2018 zur Sprache gebracht. Die jetzige offizielle Bewerbung aus Seoul wurde laut der Nachrichtenagentur Reuters unter dem Titel „Beyond the Line, Toward the Future“ eingereicht. „Die Stadtregierung übermittelte ihre Legitimität und ihr Bedürfnis, die Olympischen Spiele mit auszurichten und betonte, dass sie die Vision des IOC vom Weltfrieden durch Sport verwirklichen wird“, hieß es in einer Erklärung.

Olympische Spiele 2023: Gemeinsame Bewerbung von Südkorea abgeschickt

Die Bewerbung sei gemeinsam mit Pjöngjang in die Wege geleitet worden, wie ein Beamter in Seoul Reuters mitteilte. Vorausgegangen seien interne Treffen zwischen den Regierungen der koreanischen Staaten. Das Vereinigungsministerium, das für innerkoreanische Angelegenheiten zuständig ist, werde weiter das Gespräch mit dem Norden suchen.

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang stellten beide Staaten bereits ein gemeinsames Frauen-Eishockeyteam. Bei der Eröffnungszeremonie traten Athleten unter einer gemeinsamen Flagge an. An diese Zeit möchte der südkoreanische Staatschef Moon Jae-in anknüpfen. Er hatte bereits Anfang März angekündigt, bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokyo gemeinsam mit Nordkorea anzutreten.

Die Beziehungen sind eisig: Die Koreanischen Staatsoberhäupter Moon Jae In und Kim Jong Un. (Archivbild)

Chancen für Olympia 2032 in Nord- und Südkorea stehen nicht gut

Allerdings sind die Beziehungen zwischen den koreanischen Staaten eisig. Im Sommer 2020 beendete Nordkorea alle diplomatischen Beziehungen mit dem verfeindeten Bruderstaat im Süden. Nach über einem Jahr haben im März die Raketentests Nordkoreas wieder begonnen. Und die Schwester des Machthabers, Kim Yo Jong, bezeichnete Moon Jae In Ende März als einen „von den USA aufgezogenen Papagei“.

Die Chancen auf eine gemeinsame Austragung der koreanischen Staaten stehen also nicht gut. Das liegt nicht nur an den schlechten Beziehungen zueinander, das Olympische Komitee hat bereits einen Favoriten für 2032: Vermutlich geht der Zuschlag an das australische Brisbane. (Sebastian Richter)

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