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Beim traditionellen Trachtenzug zum Oktoberfest in München sind auch Teilnehmer in historischen Kostümen dabei.

Oktoberfest in München

Trachtler und Schützen unterwegs: Farbenfroher Trachtenzug zur Wiesn

Am ersten Wiesn-Sonntag zieht ein farbenfroher Trachtenzug durch München. Mit dabei sind 9000 Teilnehmer - darunter Schützen, Spielmannszüge, Prachtgespanne, Trommler und Trachtler.

Schützen, Spielmannszüge, Musikkapellen, Prachtgespanne, Trommler und Trachtler sind durch München zum Oktoberfest gezogen. Mit 9000 Teilnehmern und sieben Kilometern Länge ist es einer der größten Trachtenumzüge der Welt.

Gruppen aus vielen Teilen Deutschlands, aber auch Gäste aus Österreich, Südtirol, Italien, Schweiz, Norwegen, Ungarn, Bulgarien, Kroatien, Slowenien sowie Bosnien und Herzegowina reihten sich am Sonntag ein. In farbenprächtigen traditionellen und historischen Gewändern präsentieren sie Brauchtum und alte Handwerkskunst. Die wertvollen Trachten und Hüte sind oft aufwendig von Hand gerarbeitet.

Das „Münchner Kindl“ Viktoria Ostler führte reitend den Festzug an. Schäffler erinnerten an die Fassmacher, die im 16. Jahrhundert nach der Pest auf die Straße gingen und tanzend die Menschen aufmunterten. Falkner mit ihren Vögeln und Jäger waren dabei, ebenso die Kultfigur der Brauerstocher Bräurosl. Mitgezogen wurde auch ein Mininachbau von Schloss Neuschwanstein, das vor das 150 Jahren gebaut wurde.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fuhren in Ehrenkutschen mit. Reiter hatte am Vortag die Wiesn eröffnet. Söders Kutsche trug mit weißen Rosen und blauem Rittersporn die Landesfarben. Ebenfalls in Weiß-Blau folgte die Kutsche von Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU), an seiner Seite als Ehrengast die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch.

Den Trachten- und Schützenzug gibt es fast so lang wie die Wiesn: Er fand erstmals 1835 zu Ehren der Silberhochzeit von König Ludwig I. und Therese von Bayern statt - zum 25-jährigen Bestehen der Wiesn. (dpa)

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