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Spezialeinheit der österreichischen Polizei (Symbolfoto)
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Spezialeinheit der österreichischen Polizei (Symbolfoto)

Extremismus

Österreich: Riesiger Kriegswaffenfund bei Neonazis

  • VonLukas Zigo
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Der österreichische Verfassungsschutz stellt eine große Anzahl an illegalen Waffen und Kriegsmaterial bei mutmaßlichen Neonazis sicher. 

Bezirk Baden – Im Rahmen von Ermittlungen gegen einen 53-jährigen Mann aus dem Bezirk Baden, welcher im Verdacht steht, sich unter anderem in nationalsozialistischem Sinne betätigt zu haben, wurde eine große Menge Waffen gefunden. Der Mann hatte in der Vergangenheit zahlreiche Dateien mit Bezug auf den Nationalsozialismus in Internetforen versendet.

Die fortgeschrittenen Ermittlungen gegen den Mann führten zu einer Hausdurchsuchung an der Wohnadresse des Mannes durch Beamte des Ladesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung. Dort fanden die Beamten eine große Anzahl an illegalen Schusswaffen, Kriegsmaterial, Schalldämpfer, verbotene Waffen, Waffenteile sowie über 1200 kg Munition, Schwarzpulver in größerer Menge und auch NS-Devotionalien vor und stellten diese sicher.

Österreich: Neonazi hortet große Mengen scharfer Kriegswaffen

Sichergestellte Waffen (Symbolfoto)

Bei der Hausdurchsuchung wurden außerdem Kriegsmaterial in Form von zwei Maschinengewehren, sechs Maschinenpistolen, einem Sturmgewehr, ein Scharfschützengewehr und Ersatzläufe und Verschlüsse für Schusswaffen aller Kategorien gefunden: von der Pumpgun über die 17 Revolver und Pistolen bis hin zu 23 Langwaffen wie Gewehre und Flinten.

Das nicht enden wollende Sammelsurium an Waffen im Besitz des 53-Jährigen macht stutzig. Neben jeder Menge Schalldämpfer und Schlagringen konnten auch 21 sogenannte „Schießende Kugelschreiber“ von den Beamten sichergestellt werden. Auch Hieb- und Stichwaffen, Pfeffersprays, Elektroschockgeräte und viel mehr waren Teil des Arsenals.

Neben den Waffenfunden wurden Nazi-Memorabilien sichergestellt

Der mutmaßliche Neonazi hatte neben der großen Anzahl an Waffen und Sprengstoff auch eine Menge Nazi-Memorabilien in seinem Besitz. So fanden die Beamten des Verfassungsschutzes einen Stahlhelm mit Hakenkreuz und weitere NS Devotionalien wie Flyer, Orden, Münzen und eine Büste von Erwin Rommel vor. Auch diverse einschlägige Literatur in Form von Zeitschriften und Büchern waren Teil des Fundes.

Noch vor Ort wurde durch den Verfassungsschutz ein vorläufiges Waffenverbot für den 53-jährigen Mann und dessen gleichaltrige Ehefrau, welche auch in dem Haushalt lebt, ausgesprochen. Weder der Mann noch seine Ehefrau ist geständig. Aktuelle Ermittlungen konzentrieren sich auf etwaige Hintermänner, die mit dieser Straftat in Verbindung stehen könnten.

Österreichs Innenminister gratuliert den Ermittlern

Der österreichische Innenminister Karl Nehammer dankte und gratulierte den Ermittlern des Verfassungsschutzes: „Das konsequente Vorgehen gegen Rechtsextremismus ist nicht nur Teil der historischen Verantwortung, sondern auch ein ganz klares Eintreten für unser demokratisches Zusammenleben in Österreich.“

Auch stellt der Innenminister die besondere Wichtigkeit der Extremismusbekämpfung in den Vordergrund: „Der Extremismusprävention wird die Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst auch besonderen Augenmerk schenken, um auf mehreren Ebenen erfolgreich anzusetzen“, sagt Nehammer abschließend.

Gegen den Mann sowie dessen Ehefrau werden aufgrund der sichergestellten Gegenstände durch die Staatsanwaltschaft und der zuständigen Verwaltungsbehörde Anzeige erstattet. Schon in der Vergangenheit gab es Vorfälle mit Neonazis im Waffenbesitz. (Lukas Zigo)

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