Felssturz in Klamm

Tragödie in Österreich: Felsbrocken stürzen auf Wanderer - Polizei meldet weiteren schrecklichen Fund

In Österreich ist es in der Bärenschützklamm zu einem schweren Unglück gekommen. Mittlerweile hat die Polizei einen weiteren schrecklichen Fund vermeldet.

  • In Österreich hat sich ein schweres Unglück ereignet.
  • Bei einem Felssturz in einer Klamm in der Steiermark kamen drei Menschen ums Leben.
  • Mehrere Wanderer wurden teils leicht, teils schwer verletzt.

Update, 10. Juli, 9.32 Uhr: Zwei Tage nach dem Felssturz in einer Klamm in Österreich (siehe unten) ist ein drittes Todesopfer geborgen worden. Rettungskräfte haben in der Nacht zum Freitag den Leichnam eines 30-Jährigen aus der Slowakei gefunden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. 

Der Mann sei offenkundig von Gesteinsbrocken getroffen worden, in einen 30 Meter hohen Wasserfall gestürzt und in ein fünf Meter tiefes Becken gespült worden. „Die Leiche war sehr schwer auffindbar“, sagte der Sprecher. Freunde des Mannes hatten die Polizei alarmiert, nachdem der 30-Jährige von der Wanderung in der Bärenschützklamm in der Steiermark nicht zurückgekehrt war.

Schweres Unglück in Österreich: Felsbrocken stürzen auf Wanderer - zwei Tote

Erstmeldung vom 8. Juli: 

Mixnitz - In Österreich hat sich ein schweres Unglück ereignet. Nach Angaben der Bergrettung sind bei einem Felssturz in der Bärenschützklamm bei Mixnitz in der Steiermark zwei Menschen ums Leben gekommen. Sieben weitere Personen, die ebenfalls in der Klamm wanderten, wurden teils leicht, teils schwer verletzt. 

Felssturz in Österreich: Wanderer wurden überraschend von Felsstücken getroffen

Offenbar waren am Mittwoch mehrere Felsstücke aus den Steilwänden herausgebrochen und hatten die Wanderer überraschend getroffen. Michael Miggitsch, der Landesleiter der Bergrettung der Steiermark, erklärte gegenüber der Bild, wie ein Steinschlag entstehen kann: „Durch Gewitter oder auch die Schneeschmelze können sich immer wieder mal Steine lösen. Gerade erst am Sonntag wurde ein Wanderer von einem herab stürzenden Stein getroffen.“ 

Es komme vor, dass Felsstücke aus der Wand herausbrechen, aber so schlimm sei es noch nie gewesen. Durch den Felssturz sei sogar eine Brücke in der Klamm weggerissen worden. 

Felssturz in Österreich: Bergung der Wanderer gestaltete sich schwierig

Bei der Bergung der Wanderer waren Mitarbeiter der Alpinpolizei, der Bergrettung sowie des Roten Kreuzes und der Feuerwehr im Hilfseinsatz. Die Unglücksstelle ist schwer zugänglich. Daher gestaltete sich der Einsatz für die Rettungskräfte kompliziert und wurde zu einer Herausforderung. „Die Bergung der Verletzten und der Toten war mit dem Hubschrauber sehr gefährlich. Die Unglücksstelle ist eng, es ist eine sehr enge Schlucht“, berichtete Miggitsch.

Felssturz in Österreich: Bärenschützklamm ist bei Touristen sehr beliebt

Die Bärenschützklamm ist eine der längsten Klammen Österreichs. Der Weg durch die enge Schlucht von Mixnitz führt über 164 Holzbrücken mit über 2.500 Sprossen. Der Wanderweg ist 1.300 Meter lang und man legt insgesamt 350 Höhenmeter zurück. Im Jahr 1978 wurde die Bärenschützklamm zum „Naturdenkmal“ erklärt.

Die Klamm in der Steiermark ist bei Touristen sehr beliebt. Laut Österreichischem Rundfunk (ORF) kamen in der Vergangenheit jährlich rund 40 000 Besucher, um die spektakuläre, mehrstündige Wanderung zu meistern. 

Wenige Tage nach dem Felssturz kam es bei Salzburg zu einem weiteren tragischen Unglück mit herabstürzenden Felsbrocken. Nahe des Eingangs zur Eisriesenwelt in Werfen hatte ein Teenager keine Chance.

Es war offenbar nur ein falscher Tritt beim Abstieg: Ein deutscher Wanderer stürzte vor den Augen seiner Familie in den Tod. Das Bergunglück ereignete sich am Karhorn (Österreich).

Es kam bereits häufiger zu tödlichen Unglücken beim Wandern in Österreich. Erst kürzlich stürzte eine deutsche Frau 230 Meter in die Tiefe. In einer Tragödie endete für ein junges Paar bei Karlsruhe außerdem eine Übernachtung in einem Campingbus. Das Fahrzeug rutschte nachts ins Wasser - die Frau (22) starb.

Wandern liegt aktuell im Trend. Allerdings gibt es auch einige Gefahren*, die man nicht unterschätzen sollte.

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In allen Ecken Deutschlands finden sich beliebte Wanderwege*.  (ph/dpa) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks

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