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Proteinbasierter Impfstoff

Novavax: EMA empfiehlt Zulassung von Corona-Impfstoff in EU

  • Jennifer Greve
    VonJennifer Greve
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Viele Menschen warten auf die Zulassung weiterer Corona-Vakzine. Der Impfstoff von Novavax wurde nun in der EU zugelassen.

+++ 14.00 Uhr: Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat eine Zulassung des Corona-Impfstoffs von Novavax empfohlen. Die finale Entscheidung über die Zulassung muss die EU-Kommission fällen. Dieser Schritt gilt als Formalia.

Erstmeldung von Montag, 20.12.2021, 9.00 Uhr: Frankfurt – Karl Lauterbach* (SPD*), Deutschlands neuer Bundesgesundheitsminister, treibt die Corona*-Impfungen weiter voran. In Bezug auf die aktuellen Impfanstrengungen sprach er auch über den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax. Lauterbach rechne damit, dass die EU-Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff zulasse. Die Fachleute der EMA beraten am Montag (20.12.2021) über die Zulassung.

Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff von Novavax.

Bei der Bild-Sendung „Die richtigen Fragen“ warnte Lauterbach jedoch vor einer Überschätzung des neuen Impfstoffs. Man solle von der Annahme absehen, bei dem Novavax*-Impfstoff handle es sich um einen „Game Changer“. Er verwies darauf, dass Studien zeigten, dass die bereits millionenfach verabreichten Impfstoffe von Moderna und Biontech „eine ganze Spur sicherer“ seien.

Novavax-Impfstoff: Karl Lauterbach wundert sich über Falschbezeichnung als Totimpfstoff

Etwas Ähnliches hatte Lauterbach auch auf Twitter geschrieben, als er auf einen Post von Florian Krammer, einem Professor für Impfstoffkunde, reagierte. Dieser äußerte eine ernste Bitte: „Kann man bitte aufhören, den Impfstoff von Novavax als Totimpfstoff zu bezeichnen? Es ist ein rekombinanter Proteinimpfstoff.“

Karl Lauterbach (SPD), neuer Bundesminister für Gesundheit.

Lauterbach reagierte darauf mit einem Verweis darauf, dass die mRNA-Impfstoffe gegen das Coronavirus sich bereits „milliardenfach bewährt“ hätten - und dass Novavax nur deshalb falsch betitelt würde, „weil so viele Ungeimpfte nur Totimpfstoff wolle“*.

NameKarl Lauterbach
Politische FunktionBundesgesundheitsminister
ParteizugehörigkeitSPD
Geburtsdatum / -ort21.02.1963, Düren (Deutschland)

Neuer Corona-Impfstoff: EMA entscheidet über Zulassung des Novavax-Vakzins

Die zuständige Kommission, zusammengesetzt auch Fachleuten, behandelt den Zulassungsantrag in einer außerordentlichen Sitzung, hieß es in einer Erklärung der in Amsterdam sitzenden EMA. Die Expertinnen und Experten hatten im laufenden Prüfverfahren Studien zur Wirkung und Risiken bewertet. Nach einer Empfehlung der Zulassung durch die Fachleute muss die EU-Kommission noch zustimmen. Das gilt allerdings als Formsache.

Bisher sind in der EU vier Corona-Impfstoffe* zugelassen worden: zwei mRNA-Impfstoffe, die Präparate von Biontech* und Moderna* und zwei Vektor-Impfstoffe, die Vakzine von Astrazeneca* und Johnson & Johnson*. Das Novavax-Präparat könnte nun möglicherweise auch einige nichtgeimpfte Menschen, die Zweifel am Wirkungsprinzip der übrigen Wirkstoffe haben, doch zur Impfung bewegen. Der Impfstoff von Novavax enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen.

Stand der Impfungen in Deutschland: Fachleute erwarten Steigerung durch neue Impfstoffe

Bisher sind in Deutschland, Stand Montag (20.12.2021), 58,4 Millionen Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht 70,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Eine Booster-Impfung haben circa 25,2 Millionen Personen erhalten (30,3 Prozent). Mit den neuen Vakzinen von Novavax (proteinbasierter Impfstoff) und Valneva (Totimpfstoff)* will man auch die Menschen erreichen, die anderen Impfstoffen gegenüber skeptisch sind. Bei der Zulassung von Novavax und Valneva kommt es jedoch immer wieder zu Verzögerungen*.

Ein medizinischer Mitarbeiter bereitet während der Studie im St. George‘s University Hospital in London eine Dosis mit dem Corona-Impfstoff von Novavax für eine Impfung vor. Der Impfstoff wird derzeit von der EMA geprüft. Lauterbach erwartet die Zulassung.

Etwa jeder vierte in Deutschland hat bislang noch keine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Darunter sind allerdings auch kleinere Kinder unter fünf Jahren, die noch nicht geimpft werden dürfen, und ältere Kinder, für die die Impfungen erst vor kurzem begonnen haben, sowie Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Die Hoffnung, die auf den neuen Impfstoffen liegt, könnte die Impfrate steigern, heißt es aus Wissenschaftskreisen. (jey/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Alastair Grant/AP/dpa

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