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225.000 Impfdosen geliefert, nur 5700 verimpft - Novavax wird in Bayern zum Ladenhüter

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Von: Katarina Amtmann

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Novavax
Novavax wird in Bayern zum Ladenhüter (Archivbild) © IMAGO / Beautiful Sports

Die Hoffnungen lagen auf Novavax - doch der Proteinimpfstoff wird in Bayern zum Ladenhüter. Die Corona-Impfkampagne stockt.

München - Wer mRNA-Impfstoffe wie Biontech* oder Moderna* meidet, könnte sich für ein klassischeres Vakzin gegen Corona* entscheiden. Diese Hoffnung verband Bayerns Gesundheitsminister mit dem Impfstoff von Novavax.* Gut zwei Wochen nach dem Impfstart im Freistaat ist die Bilanz jedoch ernüchternd.

Novavax-Impfstoff wird in Bayern zum Ladenhüter

In Bayern wollen sich weiter nur wenige Menschen mit dem Novavax-Impfstoff impfen lassen. Von bisher 225.000 gelieferten Impfdosen seien bis Mitte der Woche nur rund 5700 verabreicht worden, wie das Gesundheitsministerium in München mitteilte. Erste Rückmeldungen der Impfzentren zeigten, dass die Nachfrage „relativ gering“ zu sein scheine, sagte eine Ministeriumssprecherin. Bis 11. März hätten die Impfzentren knapp 1200 aufgezogene Spritzen mit dem Impfstoff* entsorgen müssen, weil sie nach Öffnung der Injektionsfläschchen nicht rechtzeitig verwendet werden konnten.

Novavax erst nur für Beschäftigte im Gesundheitswesen, dann für alle - Interesse aber gering

Der Impfstoff namens Nuvaxovid war Anfang März zunächst nur für Beschäftigte im Gesundheitswesen freigegeben worden*, um die Möglichkeit einer Impfung vor Beginn der Impfpflicht in diesem Bereich zu bieten. Aber auch dort war das Interesse gering: Bis zum 9. März ließen sich nur knapp 2300 Menschen in Bayern mit Nuvaxovid impfen. Infolge dessen gab das Gesundheitsministerium den Impfstoff für alle Erwachsenen frei* - allerdings ohne den erhofften Effekt.

„Ich hoffe, dass wir mit dem Impfstoff klassischerer Bauweise noch zahlreiche Menschen überzeugen können, die gegenüber den bisherigen Impfstoffen skeptisch waren“, hatte Gesundheitsminister Klaus Holetschek zum Start der Novavax-Impfungen betont. Deshalb werde das bayerische Gesundheitsministerium beispielsweise in den sozialen Netzwerken verstärkt für die Impfangebote mit Novavax werben.

Bayern: Novavax-Impfstoff für alle Erwachsene

Proteinimpfstoff Novavax - Zahl der Corona-Impfungen in Bayern geht weiter zurück

Bei Nuvaxovid handelt sich um einen Proteinimpfstoff - also eine andere Technologie als bei den bisher zumeist eingesetzten mRNA-Präparaten von Pfizer und Moderna, gegen die manche Menschen Bedenken haben. Die Hoffnungen waren groß, dass sich viele Menschen, vor allem bislang ungeimpftes Medizin- und Pflegepersonal, nunmehr doch für eine Impfung gegen das Coronavirus entscheiden.

Dessen ungeachtet ging die Zahl der Erstimpfungen im Freistaat nach Angaben des Ministeriums weiter zurück. Ließen sich Ende Januar noch mehr als 32.000 Menschen in Bayern erstmals gegen Corona impfen, ging die Zahl der Erstimpfungen zuletzt auf knapp 7000 pro Woche zurück. Auch bei Zweit- und Drittimpfungen sank die Nachfrage deutlich.

Unter Bayern mit Booster-Impfungen* gibt es aber offenbar Interesse an einer vierten Spritze: Rund 106.000 Menschen hätten sich bislang zum vierten Mal impfen lassen, sagte eine Ministeriumssprecherin. (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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