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Novak Djokovic: Tennis-Star räumt Fehler ein – droht ihm nun eine Haftstrafe in Australien?

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Von: Melanie Gottschalk, Tim Vincent Dicke, Nadja Austel

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Die Corona-Causa um Tennis-Star Novak Djokovic nimmt kein Ende. Die Aussagen des Serben werfen nun Fragen auf, seine Teilnahme an den Australian Open ist weiterhin fraglich.

Update vom Mittwoch, 12.01.2022, 14.00 Uhr: Der Druck auf Novak Djokovic nimmt weiter zu. Nachdem der Serbe zuletzt „Fehler“ bei seinen Angaben zu seiner Einreise nach Australien zugegeben hatte, könnten Konsequenzen folgen. Wie der Daily Mirror berichtet, drohen der Nummer eins der Tennis-Weltrangliste nun fünf Jahre Haft, sollte sich herausstellen, dass er auch über seinen positiven Corona-Befund gelogen hat.

Djokovic brach zuletzt sein Schweigen und gestand seine persönliche „Fehleinschätzung“ ein, nachdem er wissentlich nach einem positiven Corona-Test an einem Interview samt Fotoshooting teilnahm und dort mit Personen interagierte. „Am 16. Dezember 2021 wurde bei mir SARS-CoV-2 (Covid) getestet und diagnostiziert“, meinte Djokovic nun in einer eidesstattlichen Erklärung des Bundesgerichtshofs.

Novak Djokovic: Tennis-Star droht bei Falschaussage mehrjährige Haftstrafe in Australien

Djokovic behauptete später in einer öffentlichen Erklärung, dass er erst am 17. Dezember Kenntnis von der Infektion gehabt habe. Nach dem australischem Gesetzt ist die Weitergabe irreführender Informationen an das Gericht eine Straftat, die mit bis zu fünf Jahren Gefängnis geahndet werden kann. Außerdem hatte er im Einreiseformular fälschlicherweise angegeben, in den 14 Tagen vor seinem Flug nach Australien nicht gereist zu sein, was er letztlich seien Agenten zuschob.

Einwanderungsminister Alex Hawke wird bald über das Schicksal des Tennis-Stars entscheiden. Spätestens am Donnerstag soll eine Entscheidung darüber fallen, ob Djkokovic das Land wieder verlassen muss. Bei einer Ausweisung könnte Djokovic dem Mirror zufolge für drei Jahre aus Australien verbannt werden.

Novak Djokovic: Mutter Dijana setzt sich für ihren Sohn ein - „Er ist doch kein Mörder“

Update vom Mittwoch, 12.01.2022, 09.15 Uhr: Die Posse um Novak Djokovic scheint kein Ende zu nehmen, nun meldete sich auch die Mutter des Tennis-Weltranglistenersten zu Wort. Am Mittwoch verlangte Dijana Djokovic von der australischen Regierung, das Visum ihres Sohnes nicht im letzten Moment aufzuheben und ihm die Teilnahme an den Australian Open zu gewähren.

„Werfen Sie ihn nicht raus. Er ist kein Politiker, er ist ein Tennisspieler. Er ist kein Krimineller, er ist doch kein Mörder“, wurde die 57-Jährige vom Sender Channel 7 zitiert. Vergangene Woche war Djokovic die Einreise nach Australien verweigert worden, da er nicht geimpft sei. Da die Grenzbeamten dem Serben nicht die vereinbarte Zeit zur Klärung zugestanden, kippte ein Gericht am Montag die Entscheidung. Doch das Visum könnte jedoch noch immer durch den Einwanderungsminister Alex Hawke aufgehoben werden.

Novak Djokovic: Tennis-Star räumt „Fehler“ in seinem Verhalten ein

Es sei nicht fair, dass alleine Hawke die Macht habe, über das Bleiberecht ihres Sohnes zu bestimmen, kritisierte Dijana Djokovic. „Ich verstehe nicht, wie ein einziger Mann diese Entscheidung fällen darf“, meinte sie diesbezüglich. Grund für einen möglichen Entzug des Visums seien widersprüchliche Details in seinem Einreiseformular, wegen denen Djokovic in Bedrängnis gerät. Er sei entgegen seiner Angaben in den 14 Tagen vor seiner Einreise nach Down Under auf Reisen gewesen, sowohl in seiner Heimat Serbien als auch in Spanien hielt er sich zum Trainieren auf.

Ob er in Melbourne mit der Filzkugel zaubern darf, steht noch immer nicht endgültig fest: Novak Djokovic, umstrittener Ausnahmekönner.
Ob er in Melbourne mit der Filzkugel zaubern darf, steht noch immer nicht endgültig fest: Novak Djokovic, umstrittener Ausnahmekönner. © Dean Lewins/dpa

Der Stress und die Ungewissheit sorge bei Dijana Djokovic für Schlaflosigkeit, erklärte sie weiter. „Wenn er gesund ist und sein PCR-Test negativ ist, warum kann er nicht spielen?“, fragte sie und fügte hinzu: „Wir beten alle, dass er bleiben darf.“ Die fehlende Corona-Impfung kommentierte sie mit den Worten, dies sei seine „eigene Lebensphilosophie“. Die Möglichkeit, die Wahl selbst zu treffen sei „ein Menschenrecht“.

Update vom Mittwoch, 12.01.2022, 06.50 Uhr: Novak Djokovic hat unter Druck der australischen Behörden „Fehler“ bei seinen Einreise-Angaben und im Verhalten nach einer angeblichen Corona-Infektion eingeräumt. „Wir leben in schwierigen Zeiten einer globalen Pandemie und manchmal können solche Fehler passieren“, sagte der ungeimpfte 34-Jährige in einer Erklärung, die er am Mittwoch in den Sozialen Medien veröffentlichte.

Der Tennisstar, der trotz eines Teilsieges vor Gericht am Montag weiter befürchten muss, erneut sein Visum entzogen zu bekommen und die Australian Open ab dem 17. Januar nicht spielen zu können, gab an, den Behörden vor Ort zusätzliche Informationen zur Klärung der Angelegenheit zur Verfügung gestellt zu haben. Er wehrte sich aber auch gegen „Fehlinformationen“, die er klarstellen müsse, um die Sorge der Bevölkerung in Australien zu lindern und seine Familie zu schützen.

Er gab zu, am 18. Dezember einen Termin mit der französischen Sportzeitung L‘Equipe trotz der Kenntnis eines positiven Coronatests vom 16. Dezember wahrgenommen zu haben. Dies sei im Nachhinein eine „Fehleinschätzung“ gewesen. Und er räumte ein, versehentlich auf seinem Einreisebogen eine falsche Angabe zu seinen Reiseaktivitäten vor dem Flug nach Melbourne gemacht zu haben. Für diesen „menschlichen und sicher nicht absichtlichen“ Fehler zeichne sein Management verantwortlich.

Novak Djokovic: Ist sein positiver Corona-Test ein Schwindel?

Update von Dienstag, 11.01.2022, 20.25 Uhr: In der Causa um Novak Djokovic ist weiterhin unklar, ob der ungeimpfte serbische Tennis-Star kommenden Woche wirklich in Melbourne den Versuch unternehmen darf, zum zehnten Mal die Australian Open zu gewinnen. Nun kommt der Sportler weiter in Bedrängnis. Einem Medienbericht zufolge könnte ein Corona-Test, den Djokovic in Australien vorgelegt hat, um als Genesener einreisen zu dürfen, manipuliert worden sein.

Der 34-Jährige legte bei seiner Einreise nach Australien sowohl einen positiven PCR-Test vom 16.12.2021 als auch einen negativen Befund vom 22.12.2021 vor. Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel schreibt, gibt es bei einem Datum allerdings Ungereimtheiten. Demnach legt die digitale Version des Ergebnisses nahe, dass der positive PCR-Test vom 26. Dezember stammt – zehn Tage später als von Djokovic angegeben. Laut Spiegel werden die Daten meist automatisch in Corona-Testsystemen erstellt, wenn eine Testung in die jeweilige Datenbank eingetragen wird. In den meisten Fällen geschieht dies kurz nachdem das Testergebnis vorliegt.

Causa Novak Djokovic: IT-Fachleute zweifeln an Corona-Test

Dem Spiegel zufolge gibt es noch weitere Hinweise darauf, dass der positive Corona-Test von Djokovic nicht am 16. Dezember durchgeführt wurde. Das Testungssystem in Serbien vergibt jedem Test eine individuelle Identifikationsnummer. 7371999 lautet sie laut dem Magazin für den positiven Befund. IT-Fachleute des Hackerkollektivs Zerforschung sagten dem Spiegel: „Wir konnten nachvollziehen, dass diese Identifizierungsnummern aufsteigend vergeben werden“. Der negative Test vom 22. Dezember liegt jedoch etwa 50.000 Stellen niedriger.

Die Bilanz der IT-Expert:innen: „Aufgrund dieser Indizien ist es die naheliegendste Erklärung, dass das positive Testergebnis nicht am 16. Dezember, sondern eher am 26. Dezember in die serbische Datenbank überführt wurde.“ Sollte der positive PCR-Test tatsächlich vom 26. Dezember stammen, hätte Djokovic zum Jahreswechsel eigentlich in Corona-Quarantäne sein müssen. Zu dieser Zeit saß er jedoch nicht zu Hause, sondern trainierte im spanischen Marbella, berichtet die Bild-Zeitung.

Novak Djokovic: Fataler Fehler in Einreiseformular? Minister will Lage „gründlich“ prüfen

Update von Dienstag, 11.01.2022, 08.30 Uhr: Weiterhin ist unklar, ob Novak Djokovic tatsächlich an den Australian Open teilnehmen darf. Alex Hawke, australischer Einwanderungsminister, will sich noch zur Prüfung von Djokovics Unterlagen, unter anderem dem Einreiseformular, äußern. Das Formular könnte noch problematisch für den Tennis-Star werden.

Australischen Medienberichten zufolge entspricht eine Angabe Djokovics im Einreiseformular nicht der Wahrheit. Entgegen seiner Auskunft war er in den zwei Wochen vor seinem Flug nach Australien noch auf Reisen gewesen, heißt es. Djokovic soll sich unter anderem in Serbien und in Spanien aufgehalten haben, Djokovic wohnt allerdings in Monaco. Ein Sprecher von Einwanderungsminister Hawke betonte am Dienstag (Ortszeit), dass die Angelegenheit „gründlich“ geprüft werde.

Novak Djokovic trainiert wieder: Start bei Australien Open weiter unklar

+++ 17.00 Uhr: Am Ende eines langen und turbulenten Tages stand Novak Djokovic dort, wo er seine größten Erfolge gefeiert hat .Zusammen mit seinem Trainer Goran Ivanisevic trainierte der 34 Jahre alte Tennis-Topstar in der Rod Laver Arena, nur rund sieben Stunden, nachdem ein Gericht in Melbourne dem Einspruch des ungeimpften Serben gegen die Verweigerung der Einreise nach Australien stattgegeben hatte.

Fans von Novak Djokovic blockieren Straßen in Melbourne, die Polizei räumt den Weg frei.
Fans von Novak Djokovic blockieren Straßen in Melbourne, die Polizei räumt den Weg frei. © Mark Baker/dpa

„Ich bin zufrieden und dankbar, dass der Richter die Annullierung meines Visums zurückgenommen hat. Ungeachtet allem, was passiert ist, will ich bleiben und versuchen zu spielen“, schrieb Djokovic zu einem Foto, das er in den sozialen Medien verbreitete. „Das ist es, worauf ich fokussiert bleibe. Ich bin hierher geflogen, um bei einem der bedeutendsten Events, das wir haben, und vor den tollen Fans zu spielen.“ Start weiter offen.

Australien Open: Djokovic trainiert wieder

Allerdings steht auch nach diesem bemerkenswerten Tag mit vielen Wendungen immer noch nicht fest, ob Djokovic bei den am kommenden Montag beginnenden Australian Open tatsächlich an den Start gehen darf. Der australische Einwanderungsminister Alex Hawke kann ihm das Visum erneut entziehen.

+++ 07.42 Uhr: Nun ist die Entscheidung im Fall von Novak Djokovic doch schneller gefallen, als erwartet. Denn dem Einspruch des serbischen Tennisprofis Novak Djokovic gegen seine verweigerte Einreise nach Australien ist stattgegeben worden. Das entschied ein Gericht am Montag (Ortszeit) in Melbourne. Welche Folgen das für die Teilnahme des Titelverteidigers an den in einer Woche beginnenden Australian Open hat, war zunächst unklar.

Update vom Montag, 10.01.2022, 07.00 Uhr: Ein Gericht in Australien hat die drohende Abschiebung des serbischen Tennis-Stars Novak Djokovic um einige Stunden aufgeschoben. Wenige Minuten vor Ablauf eines früheren Gerichtsbeschlusses erhielt Djokovic von Richter Anthony Kelly einen Aufschub bis Montag (10.01.2022) um 20 Uhr Ortszeit (10 Uhr MEZ). Djokovic kämpft vor Gericht darum, nach Australien einreisen zu dürfen, um beim Grand-Slam-Turnier Australian Open teilnehmen zu können. Grenzbeamte hatten ihm die Einreise verweigert, da er nicht die erforderlichen Nachweise vorlegen konnte.

Für eine Einreise nach Australien ist ein Nachweis über die Schutzimpfung gegen das Coronavirus. Andernfalls kann eine medizinische Ausnahmegenehmigung beantragt werden. Das hatte Novak Djokovic laut eigener Aussage getan, doch die Unterlagen reichten den Grenzbeamten offenbar nicht und sie entzogen ihm sein Visum. Die Anhörung soll später am Montag fortgesetzt werden. Sie hatte sich immer wieder verzögert, da das Online-System des Gerichts unter der Welle des weltweiten Interesses zusammenbrach.

Australien entzieht Novak Djokovic Visum: Richter bietet kleinen Hoffnungsschimmer

Im ersten Teil der Anhörung am Vormittag hatte der Richter Djokovic einen kleinen Hoffnungsschimmer geboten, dass er doch noch an den Australian Open teilnehmen darf, die am 17. Januar beginnen. Djokovic habe Beweise für eine medizinische Ausnahmegenehmigung von einem „Professor und einem äußerst qualifizierten Arzt“ vorgelegt. „Was hätte dieser Mann noch tun können?“, fragte der Richter.

Djokovic ist seit Donnerstag (06.01.2022) im „Park Hotel“ untergebracht, einer umstrittenen Einrichtung, in der die Behörden auch von der Abschiebung bedrohte Migranten festhalten. Er hat jedoch vom Gericht die Erlaubnis erhalten, das Verfahren am Montag von einem anderen, nicht genannten Ort aus zu verfolgen und nach Abschluss der Anhörungen in die Haftanstalt zurückzukehren.

Tennis-Spieler ohne Corona-Impfung: Drückt Australien beide Augen zu?

Erstmeldung vom Sonntag, 09.01.2022, 17.03 Uhr: Melbourne – Der australische Richter Anthony Kelly macht klar: Die Justiz lässt sich nicht drängen. Die Anwälte des Tennis-Stars Novak Djokovic hatten die Entscheidung des Gerichts über sein Visum „zum frühestmöglichen Zeitpunkt“ erbeten. Die Ausarbeitung der juristischen Argumentation könne später veröffentlicht werden. Djokovic nämlich rennt die Zeit davon: Die Australian Open 2022 in Melbourne beginnen bereits am 17. Januar. 

Der 34-jährige Weltranglistenerste war am Mittwochabend (05.01.2022) in Melbourne, Australien, gelandet, nachdem er nach eigenen Angaben eine Ausnahmegenehmigung von den Veranstaltern des Turniers für eine Einreise ohne Nachweis einer Corona-Impfung erhalten hatte. Die australischen Grenzbeamten erkannten dies jedoch nicht an und entzogen ihm das Visum.

Djokovics Anwälte wollen vor Gericht eine Rücknahme der Annullierung des Visums erreichen. Sie argumentieren, der Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung sei von zwei unabhängigen medizinischen Gremien genehmigt worden. Als Grund für die Genehmigung nannten sie einen positiven Corona-Test des serbischen Spielers vom 16. Dezember 2021. 

Überstandene Corona-Infektion ist nicht gleich Impfung: Australian Open könnten ohne Djokovic starten

In einem von australischen Medien veröffentlichten Memo an die Spieler hieß es, eine überstandene Corona-Infektion könnte eine vollständige Impfung überflüssig machen. Nach Angaben der australischen Regierung gilt diese Regelung jedoch nur für australische Bürger:innen. Der Gesundheitsminister habe den Verband darauf auch bereits im November 2021 hingewiesen.

Dass Djokovic am 16. Dezember 2021 positiv auf Corona getestet wurde, sorgte auch aus anderen Gründen für negative Schlagzeilen: Noch am selben Tag und einen Tag später nahm er an zwei öffentlichen Veranstaltungen in Belgrad teil – und das ohne Maske. Aus Beiträgen von Online-Portalen ginge hervor, dass er am 16. Dezember an der Präsentation einer eigenen Briefmarken-Serie der serbischen Post teilnahm und einen Tag später bei der Ehrung junger Tennisspieler im Novak Tennis Center beteiligt war. 

Zudem hatte sich Djokovic in der Vergangenheit wiederholt kritisch über Corona-Impfungen geäußert. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte in der Nachrichtensendung RTL Direkt seinen Unmut zur aktuellen Situation bekundet: Sportler seien „ein Stück weit in der Pflicht, Vorbilder zu sein“, denn sie lebten „im Prinzip vom Enthusiasmus und zum Teil vom Geld der Fans, der Zuschauer“.

Corona-Impfung in Australien notwendig: Tennis-Verband sieht sich in die Irre geführt

Kritik gab es auch am australischen Tennisverband, der die Ausnahmegenehmigung für Djokovic erteilt hatte. Ihm wird vorgeworfen, ihn und andere Spieler über die Corona-Einreiseregeln in Australien in die Irre geführt zu haben. Verbandschef Craig Tiley wies hingegen alle Schuld von sich.

In einem internen Video, das der Zeitung Sunday Herald Sun zugespielt wurde, versicherte Tiley, sein Team habe „großartige Arbeit geleistet“ und „alles getan, was es tun konnte, gemäß den Anweisungen, die es erhalten hat“. Aufgrund des laufenden Gerichtsverfahrens werde man sich jedoch zunächst nicht öffentlich äußern.

Australien besteht auf Corona-Impfung: Tennis-Spielerin Voracova ebenfalls ohne Visum

Djokovic ist seit Donnerstag (06.01.2022) im Park Hotel untergebracht, einer umstrittenen Einrichtung, in der die Behörden auch von der Abschiebung bedrohte Migranten festhalten. Die tschechische Tennisspielerin Renata Voracova, die dort ebenfalls festgehalten wurde, berichtete den tschechischen Medien, sie fühle sich „ein bisschen wie im Gefängnis“.

Seinen Anwälten zufolge liefen alle Anträge, ihn in einer anderen Einrichtung unterzubringen, ins Leere. Die serbische Regierung sorgte nach Angaben von Ministerpräsidentin Ana Brnabic inzwischen aber dafür, dass er „glutenfreies Essen, Trainingsgeräte und einen Laptop bekommt“.

Die 38-jährige Voracova hat das Land inzwischen verlassen. Auch sie hatte durch eine vorausgegangene Corona-Infektion gehofft, keine Impfung nachweisen zu müssen. Djokovic bleibt nun nur noch zu hoffen, dass das Gericht in seinem Fall beide Augen zudrückt – auch wenn die australische Justiz dafür nicht unbedingt bekannt ist. (na/msb)

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