Medienberichte

Hungersnot in Nordkorea: Hunde und Katzen angeblich als Nahrungsmittel verarbeitet

Der Machthaber Nordkoreas, Kim Jong Un, soll bereits im Juli das Halten von Haustieren wie Hunden und Katzen verboten haben.

Wegen einer Hungersnot soll die Regierung in Nordkorea Hunde und Katzen konfisziert haben. Angeblich hat Kim Jong-Un angeordnet, Restaurants und Zoos mit den Tieren zu beliefern.

Nordkorea - „In China essen sie Hunde“, das trifft zwar nur auf einige Regionen zu, ist aber spätestens seit dem Film von Lasse Spang Olsen in aller Munde. Doch auch in anderen Ländern und Regionen dient Hundefleisch als Nahrungsmittel. So auch in Vietnam und Korea. Wie die Zeitung „Chosun Ilbo“ aus Südkorea und auch der Sender „Sky News“ berichten, soll Nordkorea dabei aber zu weit gehen.

Nordkorea: Medien beschuldigen Regierung Haustiere zu konfiszieren und zu Fleisch zu verarbeiten

In Nordkorea sollen nicht mehr nur irgendwelche Hunde gegessen werden, stattdessen sollen jetzt Hunde die vorher als Haustiere gehalten wurden, ihren Besitzern abgenommen worden sein, um sie dann zu Lebensmitteln zu verarbeiten. Die Zeitung „Chosun Illbo“ beruft sich in ihrer Berichterstattung auf eine Quelle, die den Beginn der Entwicklungen skizziert. So soll Kim Jong Un bereits im Juli das Halten von Haustieren verboten haben. Denn es sei „ein verkommener Trend der Bourgeoisie“.

Da derzeit in Nordkorea zudem eine Lebensmittelknappheit herrschen würde, soll die Regierung von Machthaber Kim Jong Un im Zuge dieses Verbots die Haushalte identifiziert haben, die Hunde als Haustiere bei sich hielten, berichtet „Chosun Illbo“ weiter. Diese sollen dann dazu gezwungen worden sein, ihre Hunde abzugeben. Die Hunde sollen dann getötet und entweder an Zoos oder an Restaurants geliefert worden sein. Hundehalter seien außer sich, so die Quelle weiter, aber es gebe kaum etwas, was sie gegen die Regierung von Kim Jong Un ausrichten könnten.

In Nordkorea galt das Halten eines Hundes als Haustier als Statussymbol der Elite

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„Einfache Menschen in Nordkorea halten eher Schweine und andere Nutztiere, aber hochrangige Regierungsmitarbeiter und Reiche besitzen Hunde als Haustiere, was für Ressentiments sorgte“, zitiert die Zeitung ihre Quelle weiter. So sei das Halten von Hunden auch zum Statussymbol geworden.

Die Nutzung von Hunde- oder Katzenfleisch ist auch in anderen Ländern nicht so unüblich, wie es sich so manche Haustierhalter oder Tierrechtsaktivisten wünschen. Beispielsweise in den USA war es noch bis 2018 in 44 Bundesstaaten erlaubt, das Fleisch von Hunden und Katzen für den Verzehr zu importieren und zu exportieren. Wie die Plattform „Business Wire“ berichtet, war es unter anderem in South Carolina und New York zu Vorfällen gekommen, bei denen Hunde und Katzen aus Tierheimen geholt oder von Familien gestohlen wurden.

In den USA war der Handel mit Hunde- und Katzenfleisch meist legal – Erst Donald Trump ließ es verbieten

Erst US-Präsident Donald Trump hat diesem Treiben schließlich ein Ende gemacht. Er unterzeichnete 2018 ein Gesetz das den Handel mit Hunde- und Katzenfleisch in den USA verbietet.

(Von Sophia Lother)

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