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Kim Jong-un
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Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un am Rednerpult. (Archivfoot)

Krise

Dramatische Hungersnot in Nordkorea – Kim Jong-un schafft „Atmosphäre der Angst“

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Nordkoreas Bevölkerung leidet Hunger. Neben Lebensmitteln fehlen auch Medikamente. Machthaber Kim Jong-Un reagiert mit drakonischen Stafen.

Pjöngjang – In Nordkorea herrscht eine Hungersnot. Seit Monaten fehlt es zahlreichen Menschen an Nahrung. Die Regierung erklärte bereits, dass vor allem wetterbedingte Ernteausfälle für die Not verantwortlich seien. Hilfslieferungen lehnt Nordkorea aufgrund strenger Corona-Regelungen strikt ab – und weist diese an der Grenze zurück. Die Vereinten Nationen warnen bereits seit geraumer Zeit vor dem Elend, das die Menschen erleben. Vor allem Kinder und ältere Menschen sind laut der Einschätzung von UN-Sonderermittler Tomás Ojea Quintana bedroht, zu verhungern. Mehr als 40 Prozent der nordkoreanischen Bevölkerung hat laut Angaben der Welternährungsorganisation keinen regelmäßigen Zugang zu Nahrung.

Einem Bericht der BBC zufolge bereitet sich Nordkorea zwar darauf vor, die Grenze zu China wiederzueröffnen. Dennoch sind die Probleme zu groß, um sie durch Nahrungsimporte zu lösen. Die Vereinten Nationen schätzen, dass Nordkorea Nahrungsmittel für mindestens zwei bis drei Monate fehlen. Hinzu kommt ein Medikamentenmangel. Mehrere NGOs sowie die UN berichten davon, dass diese Entwicklung die Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie Typhus in Nordkorea beschleunigt.

Hungersnot in Nordkorea: Kim Jong-Un schafft „Atmosphäre der Angst“

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un kündigte kürzlich an, dass jeder, der esse, bei der Ernte mithelfen solle. Problematisch ist dabei die technologische Perspektive: Das Land investiert beispielsweise in die Erforschung von Langstreckenraketen, der Bevölkerung fehlt es jedoch an effizienten Erntemaschinen.

„Die unteren Schichten in Nordkorea leiden immer mehr“, berichtet Lee Sang Yong, Chefredakteur der südkoreanischen Zeitung Daily NK der BBC. Neben dem Ernteaufruf hat Kim Jong-un demnach zudem das Strafensystem verschärft. Vor allem Diebstahl und Betrug werden härter bestraft: „Es schafft eine Atmosphäre der Angst“, so Yong. Kim Jong-un war zuletzt für lange Zeit nicht in der Öffentlichkeit zu sehen: Es kursierten Gerüchte über seinen Tod. (tu)

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