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In der Adventszeit verraten Redakteurinnen und Redakteure an dieser Stelle ihre liebsten Rezepte.
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In der Adventszeit verraten Redakteurinnen und Redakteure an dieser Stelle ihre liebsten Rezepte.

Der FR-Adventskalender (11)

Nikolaus ist vorbei, Baumkuchen gibt’s trotzdem

24 Lieblingsrezepte aus der FR-Redaktion. Hinter dem elften Türchen: ein Baumkuchen.

Jede Familie hat so ihre Adventstraditionen. Zu unserer gehört der Baumkuchen an Nikolaus. Was wir übrigens mal am 5. und mal am 6. feiern, wie es terminlich gerade besser passt. Bei aller Tradition: Ein bisschen Flexibilität hilft manchmal enorm.

Die mussten wir in diesem Jahr sowieso zeigen, so konnte der Baumkuchen dank Corona erstmals nicht gemeinsam genossen werden, sondern wurde auf Viertel aufgeteilt und in Alufolie gewickelt der Familie vor die Tür gestellt. Der Baumkuchen eignet sich dafür ideal.

Er schmeckt vom Kleinkind bis zum Opa allen, hält sich gut ein paar Tage lang, ist nicht so schwierig zu transportieren wie eine Sahnetorte und sieht durch die vielen Schichten viel aufwendiger und anspruchsvoller aus, als er eigentlich ist. Aber verraten Sie das bitte nicht weiter!

Einmal habe ich einen Fehler gemacht. Ich habe eine sehr gute Freundin ein Stück Baumkuchen probieren lassen, mit dem Ergebnis, dass sie ihn sich seitdem als Geburtstagskuchen wünscht. Besten Freundinnen kann man natürlich keine Wünsche abschlagen, leider ist ihr Geburtstag aber im Juli. Leider, weil ich ein ganz eigenes Baumkuchen-Ritual habe.

Wenn ich ihn zum Nikolaus backe, schaue ich dabei in jedem Jahr eine neue Weihnachtsschnulze auf einer Streamingplattform. Sie wissen schon, verkannter Prinz verliebt sich in verschneitem Dorf in unbedeutendes Mädchen, nach diversen Verwirrungen leben sie glücklich bis sie eben gestorben sind. Diese anspruchslose Geschichte lässt sich gut auf die Drei-Minuten-Häppchen aufteilen, die der Kuchen jeweils im Ofen ist. Und falls man trotzdem mal vergisst, Pause zu drücken, ist das bei der seichten Story auch egal. Bei 35 Grad im Juli mag ich aber keine Weihnachtsschnulzen schauen. Filmtipps gänzlich ohne Anspruch für den Hochsommer nehme ich deshalb gerne an!

Baumkuchen

sechs Eier

eine Prise Salz

250 Gramm Zucker

250 Gramm weiche Butter

ein Esslöffel Vanillezucker

150 Gramm Mehl

100 Gramm Speisestärke

drei Teelöffel Backpulver

150 Gramm Marzipan

drei Esslöffel Amaretto

200 Gramm Zartbitterschokolade, mindestens 70 Prozent

30 Gramm Kokosfett, beziehungsweise zwei Würfel Palmin

Den Ofen auf Grillstufe 1 vorheizen. Den Boden einer Springform mit 24 Zentimeter Durchmesser mit Backpapier auslegen, die Wände der Form mit Butter oder Margarine einfetten.

Die Eier trennen, das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen und im Kühlschrank parken. Das Eigelb zusammen mit dem Zucker, dem Vanillezucker und der Butter sehr schaumig schlagen. Je nach Küchenmaschine oder Rührgerät dauert das schon ein paar Minuten, Geduld ist gefragt.

Dafür müssen das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver jetzt nur kurz untergerührt werden. Das Marzipan mit dem Amaretto etwas erhitzen – Mikrowelle geht gut – und glattrühren. Kleinere Klümpchen machen nichts. Unter den Teig mischen. Den Eischnee unter den Teig heben.

Drei Esslöffel des Teiges auf dem Boden der Form glattstreichen und den Teig drei bis dreieinhalb Minuten auf der untersten Schiene (!) des Backofens grillen. Herausholen und wieder zwei bis drei Esslöffel Teig auf dem Kuchen dünn verstreichen. Das geht gut mit der Rückseite des Löffels und etwas Gefühl. Wieder circa drei Minuten backen, nächste Schicht aufbringen und so weiter. Zwölf Schichten ergibt die Teigmenge, jede sollte gleichmäßig hellbraun gebacken werden.

Direkt nach dem Backen muss der Kuchen vorsichtig mit einem schmalen Messer vom Rand der Form gelöst werden, damit er beim Abkühlen nicht reißt. Den Kuchen auf einem Kuchengitter gut auskühlen lassen. Derweil die Zartbitterschokolade mit den zwei Palmin-Würfeln über dem Wasserbad langsam schmelzen.

Den ausgekühlten Kuchen gut mit der geschmolzenen Schokolade überziehen. Wer möchte, gibt jetzt noch etwas Blattgold oder Goldstaub als festliche Dekoration über den Kuchen – für den Geschmack bringt das allerdings zugegeben gar nichts.

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