+
Der FR-Adventskalender. 

DER FR-ADVENTSKALENDER

Gar nicht nervig

  • schließen

Lesen, hören und singen mit Ritter Rost.

Kinderlieder sind oft nervig. Meist sind sie tumb, auch wenn sie ins Ohr gehen und aus diesem leider gar nicht mehr verschwinden wollen. Ganz anders sind da die Musicals von „Ritter Rost“, eine Kinderbuchreihe von Jörg Hilbert. So schön ist die Musik, die Felix Janosa ersonnen hat, dass ich sie auch gerne mal alleine höre, wenn ich Auto fahre und dabei laut mitsinge. Oder die – inzwischen größer gewordenen – Kinder mit einstimmen, wenn einer anfängt, eines unserer Lieblingsstücke zu summen.

Jörg Hilbert : Ritter Rost feiert Weihnachten. Annette Betz Verlag, München 2003, Buch mit CD, 19,95 Euro

Der Held der gleichnamigen Geschichten ist einfältig, faul, feige, hypochondrisch, aber dennoch großspurig von sich selbst überzeugt – und wahrscheinlich gerade deshalb so sympathisch. Der Ritter, dessen Körper wie eine Registrierkasse aussieht, lebt in einer fantastischen Welt, in der Büroklammern und Schrotttorten gegessen werden und Po-Beißer, mürrische Werwölfe und ängstliche Vampire durch einen Fabelwesenwald rennen. Ohne sein Gegenstück, das kluge und tapfere, redliche Burgfräulein Bö, und den lustigen Drachen Koks würde er nichts gebacken bekommen. Doch zusammen bewältigen sie absurde Abenteuer.

Mal geht es darum, ein vorbildliches Weihnachtsfest mit möglichst vielen Geschenken zu organisieren, mal will der Ritter nicht aufräumen und leidet deshalb unter „pfeifendem Dosenfieber“, oder er will seinen Kollegen imponieren und kauft sich ein Pferd mit acht Beinen. Ein Teil der Geschichte wird jeweils in Form von Liedern erzählt. In unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen, vom Barock-Rezitativ über Stücke, die an die Beatles erinnern, bis hin zum parodierten Rap. Mit skurrilen aber witzigen Texten, die man gerne mitsingt.

Jörg Hilbert: Ritter Rost feiert Weihnachten. Annette Betz Verlag, München 2003, Buch mit CD, 19,95 Euro

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare