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Die Geschichte um Neymar wird immer diffuser.

Neymar

Neymar: Vergewaltigungsvorwürfe gegen Fußballstar

Die Anwälte des vermeintlichen Opfers legen Mandat nieder.

Die Affäre um die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den brasilianischen Fußballer Neymar wird immer diffuser. Das vermeintliche Opfer hat durch widersprüchliche Aussagen nicht nur an Glaubwürdigkeit verloren – auch die Anwälte der jungen Frau haben die Zusammenarbeit beendet. Außerdem wirft die Neymar-Seite der Frau vor, Schweigegeld gefordert zu haben.

Der brasilianische TV-Sender Globo berichtete am Montagabend, dass die Anwälte ihr Mandat niedergelegt hätten. Er zitierte aus einem Schreiben ihrer Kanzlei. Demnach habe die Mandantin zunächst angegeben, eine Beziehung mit dem Stürmer von Paris St. Germain zu führen. Dieser sei später gewalttätig geworden. Bei der Polizei habe die Frau jedoch eindeutig von Vergewaltigung gesprochen, was eine vollkommen andere Behauptung sei.

Wie Neymars Anwalt Gustavo Xisto nun mitteilte, habe es am 29. Mai in Neymars Haus in Sao Paulo ein Treffen gegeben. Dort sollen zwei seiner Anwälte, ein weiterer Zeuge und ein Anwalt des mutmaßlichen Opfers anwesend gewesen sein. Bei diesem Treffen sei ein Schweigegeld gefordert worden, damit die Frau nicht zur Polizei gehe, wird Xisto bei Globoesporte zitiert.

Ermittlungen gegen Neymar wegen der Veröffentlichung der Fotos

Die brasilianische Nachrichtenseite UOL Esporte behauptete indes, sie habe Zugang zu einem medizinischen Bericht, wonach die junge Frau an Hämatomen, Magenproblemen und posttraumatischen Symptomen gelitten habe. Der ärztliche Bericht sei in Sao Paulo sechs Tage nach dem Übergriff erstellt worden. Bei besagtem Treffen in Neymars Residenz sei „weder ein ärztlicher Bericht vorgelegt worden, noch ein Video, sondern nur Fotos“, sagte Xisto.

Brasiliens Fußballverband CBF beantragte die Verschiebung von Neymars Aussage bei der Polizei auf Montag. Die Selecao bestreitet am Sonntag in Porto Alegre gegen Honduras ihr letztes Vorbereitungsspiel auf die Copa America. Brasilien startet am 14. Juni in Sao Paulo gegen Bolivien in die Südamerikameisterschaft. Neymar wird dann auf jeden Fall mit von der Partie sein, wie CBF-Präsident Rogerio Caboclo jetzt bekräftigte.

Die für Cyberkriminalität zuständige Polizeidienststelle in Rio hatte am Sonntag angekündigt, ein Ermittlungsverfahren gegen Neymar wegen Veröffentlichung intimer Fotos ohne Zustimmung der betroffenen Person zu eröffnen. Parallel dazu läuft bereits eine Untersuchung in Sao Paulo, wo die junge Frau am vergangenen Freitag gegen Neymar Anzeige erstattet hatte. Neymar bestreitet die Vorwürfe der Vergewaltigung nach wie vor vehement.

Zum Beweis seiner Unschuld hatte er am Samstag in seinem Instagram-Profil Chatverläufe veröffentlicht. Die Fotos wurden vor der Veröffentlichung bearbeitet, zeigen nicht das Gesicht der Frau, auch intime Stellen ihres Körpers wurden unscharf gemacht, was den möglichen Strafbestand aufheben könnte. Der Eintrag auf Neymars Instagram-Account ist mittlerweile allerdings gelöscht. (sid)

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