1. Startseite
  2. Panorama

Rentenerhöhung kommt zeitversetzt – Wer später an der Reihe ist

Erstellt:

Von: Fee Halberstadt

Kommentare

Ab Juli 2022 werden die Rentenauszahlungen um bis zu 6,12 Prozent erhöht.
Ab Juli 2022 werden die Rentenauszahlungen um bis zu 6,12 Prozent erhöht. (Symbolfoto) © Lino Mirgeler/dpa

Ab dem 1. Juli steigen die Renten-Auszahlungen um einen hohen Prozentsatz. Einige Rentnerinnen und Rentner können sich früher über den erhöhten Betrag freuen.

Frankfurt – Millionen Rentner:innen können sich ab Juli 2022 über eine deutliche Rentenerhöhung freuen. Dadurch erhalten alle Beziehenden in den neuen Bundesländern, also Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, 6,12 Prozent mehr Geld. In den alten Bundesländern hingegen gibt es eine geringere Erhöhung, nämlich um 5,35 Prozent, wie die Deutsche Rentenversuchung auf ihrer Webseite schreibt.

Wie viel Geld das genau ist, hängt von der eigenen Höhe der Rente ab. Beispielsweise bekommt jemand, der bisher 1000 Euro Rente erhält, ab Juli 1053,50 Euro beziehungsweise 1061,20 Euro. Zwischen dem 10. Juni und Ende Juli informiert der Renten Service über die Erhöhung jede und jeden persönlich. In dieser sogenannten Rentenanpassungsmitteilung steht individuell, um wie viel Geld der Betrag steigt und wann er zum ersten Mal ausgezahlt wird. Diese Auszahlung findet nicht bei allen gleichzeitig statt, weswegen mache länger warten müssen als andere.

Höhere Zahlung der Rente kommt zeitversetzt an: Wieso ist das so?

Für die erstmalige Auszahlung des neuen Rentenbetrages gibt es zwei verschiedene Daten. Manche Rentnerinnen und Rentner erhalten den neuen Betrag bereits als Vorschuss, das bedeutet sie erhalten ihn bereits zum Ende des Vormonats. Alle, die davon betroffen sind, erhalten somit am 30. Juni 2022 die angepasste Summe. Die restlichen Rentnerinnen und Rentner erhalten ihre Zahlung immer als Nachzahlung und somit die erste höhere Zahlung am 31. Juli 2022, wie ein Pressesprecher der Deutschen Rentenversichung unserer Redaktion bestätigte.

Grund für diese zwei unterschiedliche Daten der Auszahlungen ist das Reformpaket Agenda 2010 aus dem Jahr 2003. Da die Staatsschulden damals stiegen und die Sozialkassen somit leerer wurden, wurde das ursprüngliche Modell geändert. Zuvor war es üblich, dass alle Rentner:innen ihr Geld im Vormonat bekamen, wie der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet. Die Auszahlung wurde dann jedoch verschoben und seit April 2004 am Ende des Monats gezahlt. Alle, die vor März 2004 in Rente gingen, bekommen noch heute eine Vorauszahlung. Diejenigen, die ab April 2004 in Rente gingen, erhalten die Zahlung erst am Ende des Monats. (fh)

Auch interessant

Kommentare