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„Absolut schändliche“ Szenen auf Corona-Demos: Polizei mutmaßlich mit Säure attackiert

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Von: Sophia Lother

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Polizeikräfte halten Demonstrierende vor dem Parlament in Wellington zurück.
Polizeikräfte halten Demonstrierende vor dem Parlament in Wellington zurück. © MARTY MELVILLE/AFP

Immer häufiger eskaliert die Gewalt auf Corona-Demonstrationen – auch in Neuseeland. Regierungschefin Jacinda Ardern wählt harte Worte.

Wellington – In Neuseeland spitzt sich die Lage rund um die Corona-Demonstrationen weiter zu. Nun haben protestierende Impfgegner:innen die Polizei mit mutmaßlicher Säure angegriffen. Demonstrierende hätten Beamte bei Zusammenstößen in der Nähe des Parlaments in der Hauptstadt Wellington mit einer „stechenden Substanz“ beworfen, berichtete die Polizei am Dienstag (22.02.2022) nach Angaben der Nachrichtenagentur afp. Drei Beamte mussten deshalb ins Krankenhaus. Premierministerin Jacinda Ardern beklagte „absolut schändliche“ Szenen.

Die Zusammenstöße passierten, als die Polizei Straßensperren verlegte. Sie versucht damit, ein Protestcamp von Impfgegner:innen abzuriegeln. Polizeivertreter Richard Chambers machte eine „bestimmte Gruppe innerhalb des Protests“ für den „entsetzlichen“ mutmaßlichen Säure-Angriff verantwortlich. Die drei Polizeikräfte würden sich im Krankenhaus aber „gut erholen“. Doch diese „Gewalt und Aggression“ werde man nicht „tolerieren“.

Neuseeland: Gewalt auf Corona-Protesten eskaliert – Acht Menschen festgenommen

Bereits am Montag (21.02.2022) waren Einsatzkräfte bei einem ähnlichen Einsatz mit Fäkalien beworfen worden. Sieben Polizeikräfte wurden bei den Zusammenstößen mit den Demonstrierenden verletzt. Die Polizei kündigte an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Acht Menschen wurden festgenommen.

Corona-Proteste in Neuseeland – Ardern: „Angriffe auf Polizei absolut beschämend“

Die Proteste von Impfpflicht-Gegner:innen sorgen in Wellington seit zwei Wochen für Unruhe. Zahlreiche Menschen harren in einem Protestcamp auf den Rasenflächen vor dem Parlamentsgebäude aus. Die umliegenden Straßen werden von rund 900 Fahrzeugen blockiert. Vorbild der Corona-Proteste war der sogenannte Freiheitskonvoi kanadischer Lkw-Fahrer, die tagelang die Hauptstadt Ottawa lahmgelegt hatten.

Regierungschefin Ardern sagte am Dienstag, sie sei besorgt, dass die Proteste immer gewalttätiger würden. „Die Angriffe auf die Polizei sind absolut beschämend“, sagte sie. „Jedem, der glaubt, er sei Teil eines friedlichen Protests, kann ich nur raten, die Gegend zu verlassen.“ (slo/afp)

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