Schweden

Neun Menschen sterben bei Flugzeugabsturz

Ein lauter Knall, dann Stille – so schildert ein Augenzeuge den Absturz eines Sportflugzeugs in Nordschweden. An Bord sollen mehrere Fallschirmspringer gewesen sein. Eine Aufnahme des Unglücks zeigt eine dramatische Szene.

Alle neun Menschen an Bord eines Kleinflugzeugs sind bei dessen Absturz im Norden Schwedens ums Leben gekommen. Das bestätigte eine Sprecherin der Region Västerbotten am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die Zeitung „Aftonbladet“ und andere schwedische Medien darüber berichtet.

Die Ursache des Unglücks in der Nähe der Stadt Umeå blieb bis zum frühen Abend unklar. Die Polizei teilte mit, ersten Erkenntnissen zufolge sei das Flugzeug am Sonntagmittag kurz nach dem Start südlich der Start- und Landebahn des Flugplatzes von Umeå verunglückt. Die Maschine stürzte demnach auf die Insel Storsandskär knapp zwei Kilometer südlich des Flughafens. Das Unglücksgebiet wurde weiträumig abgesperrt. Die Angehörigen der Todesopfer wurden nach Angaben der Region bereits unterrichtet.

Nach „Aftonbladet“-Angaben waren Fallschirmspringer an Bord des Kleinflugzeugs gewesen. Die Zeitung veröffentlichte eine kurze Aufnahme eines Augenzeugen, das zeigte, wie das Sportflugzeug mit hoher Geschwindigkeit und der Nase voran gen Boden stürzt. Der Augenzeuge sagte dem Blatt, nach dem Absturz habe er einen lauten Knall gehört. Danach sei alles völlig still gewesen.

Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven sprach den Familien der Toten sein Beileid aus. Er sei in dieser schweren Stunde in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen, teilte der Regierungschef mit.

Umeå liegt ungefähr 500 Kilometer nördlich von Stockholm in der Provinz Västerbotten. Die Stadt hat mit ihren 80.000 Bewohnern in etwa so viele Einwohner wie Wilhelmshaven oder Gießen. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion