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Natalie Wood 1961 in dem Film "West Side Story".

Mysteriös

Neue Ermittlungen zum Tod von Natalie Woods

Die Polizei in Los Angeles hat 30 Jahre nach dem Tod von Filmlegende Natalie Wood, den Fall erneut aufgerollt. Wood kam bei einem Segelausflug mit ihrem damaligen Ehemann Robert Wagner und Schauspielkollegen Christopher Walken ums Leben.

Der mysteriöse Tod der US-Filmlegende Natalie Wood wird erneut untersucht. Es gebe neue Hinweise zu den Todesumständen des Stars aus „West Side Story“ und „Denn sie wissen nicht, was sie tun“, erklärte die Polizei in Los Angeles am Donnerstag. Um den Tod Woods, die eigentlich Natalia Nikolaevna Zakharenko hieß und als Kind russischer Einwanderer in San Francisco zur Welt gekommen war, ranken sich viele Gerüchte.

Kürzlich hätten sich Zeugen mit zusätzlichen Informationen über Woods Tod bei der Polizei gemeldet, teilten die Behörden von Los Angeles mit. Im vergangenen Jahr hatten Woods Schwester Lana und der Kapitän ihrer Segeljacht gefordert, die Ermittlungen zu dem Fall neu aufzurollen. Es ist wahrscheinlich, dass die Entscheidung des Sheriffs vom Donnerstag im Zusammenhang mit dieser Forderung getroffen wurde.

Wood war Ende November 1981 im Alter von 43 Jahren beim Segeln vor Catalina Island nahe Los Angeles ums Leben gekommen. Damals kamen die Ermittler zu dem Schluss, dass es sich um einen Unfall handelte und die Schauspielerin ertrank. Wood war am Tag ihres Todes mit ihrem Ehemann Robert Wagner, der unter anderem mit der Fernsehserie „Hart, aber herzlich“ Erfolge feierte, und dem Schauspielkollegen Christopher Walken auf der Jacht „Splendour“ unterwegs.

Heftiger Streit

Nach den damaligen Erkenntnissen der Ermittler hatten Wagner und Walken einen heftigen Streit, in dessen Verlauf Wood in die Kabine ging. Als ihr Mann, mit dem sie bereits zum zweiten Mal verheiratet war, in die Kabine kam, war sie verschwunden. Die Schauspielerin wurde später tot im Meer gefunden, laut Polizei trug sie ein Nachthemd, Strümpfe und eine Daunenjacke. Sie hatte zahlreiche blaue Flecken am Körper und eine Abschürfung an der linken Wange.

Wagner sagte der US-Tageszeitung „Los Angeles Times“ vom Freitag, er habe sich die Vorgänge an Bord der Jacht „Millionen Male“ in Erinnerung gerufen, doch habe „niemand etwas gehört“. Lee Baca, Sheriff von Los Angeles, sagte der Zeitung, die Ermittler wollten unter anderem mit dem Kapitän der Jacht über Angaben sprechen, die er kürzlich zu dem Fall gemacht habe. Diese seien es „wert, untersucht zu werden“, sagte Baca, ohne weitere Details zu nennen.

Ein Sprecher Wagners sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Schauspieler wolle die neue Untersuchung unterstützen. Es müsse jedoch sichergestellt werden, dass alle zusätzlichen Informationen auf ihre Stichhaltigkeit geprüft würden. Woods Schwester Lana hatte im vergangenen Jahr im US-Fernsehsender CNN gesagt, es habe auf der Jacht womöglich auch Streit zwischen Wood und Wagner gegeben, und gefordert, die Wahrheit über den Todesfall ans Licht zu bringen. (afp)

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