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„Grausam“: Polizist soll Frau angezündet haben

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Von: Lukas Zigo

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Deutsche Streifenpolizisten / Symbolfoto
Der Polizist soll zwei Frauen misshandelt haben. (Symbolfoto) © Silas Stein/dpa

Ein Fall aus Mecklenburg-Vorpommern schockiert: Einem Polizisten wird vorgeworfen, zwei Frauen misshandelt zu haben. Eine soll er zudem angezündet haben.

Neubrandenburg – Ein Polizist soll im Streit eine 69-Jährige und ihre 33 Jahre alte Tochter misshandelt. Die jüngere der Frauen soll er zudem in Brand gesetzt haben. Der 56-jährige Beamte wurde in der Nacht zu Dienstag (12.10.2021) widerstandslos in Rostock festgenommen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg am Dienstag. Das Amtsgericht Neubrandenburg erließ anschließend einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung gegen den Festgenommenen.

Nach Angaben des Amtsgerichts äußerte sich der Beschuldigte beim Haftrichter nicht zu den Vorwürfen. Es soll sich „im weitesten Sinne um eine Beziehungstat handeln“, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen-Presse-Agentur berichtete. Bisherigen Ermittlungen zufolge war der Mann am Montag zur Wohnung der 69-Jährigen und deren Tochter, seiner 33-jährigen Bekannten, in die Neubrandenburger Oststadt gefahren. Es sei dort zu einem lauten und heftigen Streit gekommen, in dessen Folge der 56-Jährige beide Frauen misshandelt haben soll.

Neubrandenburg: Polizist setzt 33-Jährige in Brand

Er soll nach mehreren Schlägen die 33-Jährige angezündet haben und dann geflohen sein, heißt es vonseiten der Polizei. Nachbarn, welche den Lärm hörten, alarmierten die Feuerwehr und bargen ein Kleinkind aus der Wohnung. Den Brand im Flur der Wohnung habe die Feuerwehr laut Bericht schnell löschen können. Die 69-jährige Mieterin und das Kleinkind kamen verletzt in eine Klinik in Neubrandenburg.

Die 33-jährige Frau wurde schwer verletzt in eine Brand-Spezialklinik nach Berlin gebracht. Sie soll aber nicht in Lebensgefahr schweben. Auch Verletzungen, die von stumpfer Gewalt herrühren, wurden bei beiden Frauen gefunden, hieß es. Die Ermittlungen führten auf die Spur des 56-Jährigen. Weil es „niedere Beweggründe“ gab und es eine „grausame Tötungsweise“ gewesen wäre, lautet der Haftantrag auf versuchten Mord, sagte der Sprecher.

Innenminister Torten Renz (CDU) fassungslos – Maßnahmen gegen Polizist erwirkt

Angesichts des Vorfalls, der einen Polizeibeamten betrifft, zeigte sich Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Torsten Renz (CDU) fassungslos: „Ich wünsche den verletzen Frauen schnelle Genesung“, sagte Renz. Es gelte nun, die Tat lückenlos aufzuklären und – sofern sich der Verdacht erhärtet – alle notwendigen Schritte einzuleiten.

Disziplinäre Maßnahmen seien vonseiten des Polizeipräsidiums Rostock veranlasst, und dem Mann seien Dienstgeschäfte mit sofortiger Wirkung untersagt worden. (lz/dpa)

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