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„Goldenen Zaunpfahl 2020“

Negativpreis für Model-Produktreihe

Pink für Mädchen, Blau für Jungs: Solche und ähnliche Klischees finden sich noch immer häufig bei Spielsachen und Kinderkleidung. Auf besonders auffällige Beispiele will eine Initiative die Aufmerksamkeit lenken.

Spindeldürre Körper, lange Haare und große Augen: Eine Model-Produktreihe für Mädchen hat einen Negativpreis wegen der Förderung von Rollenklischees erhalten. Die Figuren propagierten auf plumpe Weise ein Schönheitsideal, das nahezu unerreichbar sei und Mädchen auf ein sexualisiertes Aussehen reduziere, heißt es in der Begründung der Jury für den „Goldenen Zaunpfahl 2020“, der am Mittwoch in Bonn verliehen wurde.

Bilder der 14 Model-Typen sind unter anderem auf Malbücher, Taschen oder Trinkflaschen gedruckt. Die Herstellerfirma wollte auf dpa-Anfrage keine Stellungnahme zu dem Preis abgeben.

Die zum vierten Mal verliehene Auszeichnung soll nach Angaben der Initiatoren auf absurde Auswüchse des Gendermarketing aufmerksam machen. „Es ist schade, dass es überhaupt einen Negativpreis braucht, um auf dieses Problem hinzuweisen“, sagte die Autorin Almut Schnerring, eine der Initiatorinnen.

Stereotype Klischees fänden sich bei erschreckend vielen Kinderprodukten, um so für eine bestimmte Zielgruppe besonders attraktiv zu wirken. Dies spiegele sich teilweise sogar in Preisunterschieden wider.

Auf den weiteren Plätzen folgen ein Werbespot, in dem Väter nach Ansicht der Jury herabgewürdigt werden, und ein Plakat, mit dem gezielt nach weiblichen Auszubildenden gesucht wird.

Aus rund 100 Vorschlägen waren insgesamt sieben Produkte und Werbekampagnen nominiert, über die Verbraucher dann online abstimmen konnten. Nach Angaben der Initiatoren haben sich rund 6000 Personen beteiligt.

Der Goldene Zaunpfahl wurde erstmals 2017 verliehen: An Leselernbücher für Mädchen (Ponys und Prinzessinnen) und Jungen (Piraten und Polizisten). (dpa)

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