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Haiti im Jahr 2010: Das verheerende Erdbeben, das das arme Land traf, war nur eine von vielen Naturkatastrophen der letzten zehn Jahre.

Rotes Kreuz

Naturkatastrophen treffen zwei Milliarden Menschen

Überschwemmungen, Hitzewellen, Erdbeben, Feuersbrünste und andere Naturkatastrophen trafen laut Rotem Kreuz in der vergangenen Dekade rund zwei Milliarden Menschen weltweit. Oft erreicht Hilfe die Notleidenden nicht.

Rund zwei Milliarden Menschen haben laut dem Roten Kreuz in den vergangenen zehn Jahren direkt unter Naturkatastrophen gelitten. Etwa 95 Prozent der Kinder, Frauen und Männer seien von Unglücken getroffen worden, die mit dem Wetter zusammen hängen, teilte die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften am Mittwoch in Genf mit.

Die Menschen hätten ihr Hab und Gut teilweise oder ganz verloren, sie seien arbeitslos geworden oder sie hätten nach den Katastrophen humanitäre Hilfe benötigt, erklärte der IFRC-Generalsekretär Elhadj As Sy. Von 2008 bis 2017 seien mehr als 700.000 Menschen durch Naturkatastrophen getötet worden, rund die Hälfte der Todesopfer sei nach Erdbeben verzeichnet worden.

In dem Zeitraum seien 3750 Naturkatastrophen erfasst worden, die Hälfte davon seien Überschwemmungen gewesen. Die andere Hälfte setze sich vor allem aus Stürmen, Hitzewellen, Erdrutschen, Feuersbrünsten, Erdbeben und Vulkanausbrüchen zusammen. Rot-Kreuz-Generalsekretär Sy betonte, dass viele Millionen Opfer vor allem in armen Ländern nicht ausreichend oder überhaupt keine Hilfe erhalten hätten.

Laut Rotem Kreuz können etliche Menschen nicht unterstützt werden, weil sie nicht amtlich erfasst sind oder weil Helfer sie wegen großer Gefahren nicht erreichen können. Als Hindernisse erweisen sich demnach auch eine beschädigte oder zerstörte Infrastruktur aber auch Gewalt und Konflikte. Das Rote Kreuz kritisierte zudem die mangelnde finanzielle Hilfsbereitschaft der Staatengemeinschaft. Im Jahr 2017 hätten die UN nur 56 Prozent der benötigten Gelder erhalten, um Menschen in humanitären Krisen beizustehen. (epd)

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