1. Startseite
  2. Panorama

Nationalgarde soll Kindermigranten aufhalten

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Truppen der amerikanischen Nationalgarde an der Grenze zu Mexiko.
Truppen der amerikanischen Nationalgarde an der Grenze zu Mexiko. © dpa

Obama spricht von einer humanitären Krise. Fast 60.000 Kinder aus Mittelamerika flüchteten in den vergangenen Monaten in die USA. Jetzt schickt Texas Nationalgardisten an die Grenze.

Nach der Massenflucht Zehntausender Kinder in die USA schickt Texas 1000 Nationalgardisten an die Grenze zu Mexiko. „Es gibt keine nationale Sicherheit ohne Sicherheit an den Grenzen“, sagte Gouverneur Rick Perry. Er könne dem nicht tatenlos zusehen. „Texas hat einen zu hohen Preis bezahlt für das Scheitern der Zentralregierung, unsere Grenzen zu sichern“, meinte der Republikaner am Montag (Ortszeit) weiter. Die Soldaten der Nationalgarde sollten in den nächsten Wochen an der Grenze stationiert werden, hieß es.

Die Polizei an der mexikanisch-amerikanischen Grenze ist vom Strom illegaler Kindermigranten hoffnungslos überfordert. Seit Oktober erreichten die Grenze allein aus Zentralamerika mehr als 57.000 unbegleitete Kinder. Die meisten kommen aus Guatemala, Honduras und El Salvador und flüchten vor Gewalt, organisierter Kriminalität oder schlechten wirtschaftlichen Aussichten in ihren Heimatländern.

Um die Krise an der Grenze zu lösen, treffen die Staatschefs der drei zentralamerikanischen Länder an diesem Freitag mit US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus zusammen.

Zugleich wird das Thema Immigration gut drei Monate vor den Kongresswahlen immer mehr zum Politikum. Obama hatte den Kongress kürzlich aufgefordert, 3,7 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) für verstärkte Grenzkontrollen und den Kampf gegen Menschenhändler freizugeben. Die Republikaner lehnen das ab. Insgesamt leben in den USA über elf Millionen Ausländer ohne gültige Papiere, viele bereits seit vielen Jahren. (dpa)

Auch interessant

Kommentare