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Jeff Bezos möchte für die Nasa eine Mondlandefähre bauen. (Archivbild)
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Jeff Bezos möchte für die Nasa eine Mondlandefähre bauen. (Archivbild)

„Artemis“-Programm

Wer baut die nächste Mondlandefähre für die Nasa? Jeff Bezos bietet Geld für den Auftrag

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Jeff Bezos will unbedingt die nächste Mondlandefähre der Nasa bauen – er bietet dafür nun viel Geld und wirbt in einem offenen Brief für sein Unternehmen Blue Origin.

Kent/Frankfurt – Kaum hat Jeff Bezos die Geschäftsführung bei Amazon abgegeben, engagiert er sich spürbar mehr bei seinem Raumfahrtunternehmen Blue Origin. Erst sorgte er für Schlagzeilen, als er an Bord der Kapsel „First Step“ ins Weltall flog, jetzt sorgt er aus einem anderen Grund für Aufsehen in Raumfahrt-Kreisen: Bezos bietet der US-Raumfahrtorganisation Nasa Geld an, wenn er mit seinem Unternehmen eine Mondlandefähre für die USA bauen darf.

Die Vorgeschichte ist einigermaßen verzwickt: Die Nasa suchte per Ausschreibung nach Unternehmen, die eine Mondlandefähre bauen, mit der „die erste Frau und der nächste Mann“, wie es bei der Raumfahrtorganisation so schön heißt, in den kommenden Jahren auf dem Mond landen sollen. Den knapp drei Milliarden US-Dollar schweren Auftrag erhielt letztlich das Unternehmen SpaceX von Milliardär Elon Musk, das sein in Entwicklung befindliches Raumschiff „Starship“ dafür angepriesen hatte. Jeff Bezos und Blue Origin gingen leer aus – auch, weil der Nasa das Geld für einen zweiten Auftrag fehlte. Blue Origin legte gegen diese Entscheidung Widerspruch beim US-Rechnungshof GOA (Government Accountability Office) ein.

Jeff Bezos will Mondlandefähre für die Nasa bauen – Elon Musk/SpaceX hat den Auftrag

Nun meldet sich Jeff Bezos als Gründer von Blue Origin in einem offenen Brief an den neuen Nasa-Chef Bill Nelson persönlich zu Wort und bietet der Nasa förmlich Geld dafür an, dass Blue Origin die Mondlandefähre bauen darf. Blue Origin will im aktuellen und den kommenden beiden Jahren Kosten von bis zu zwei Milliarden US-Dollar für die Entwicklung und den Bau der Mondlandefähre übernehmen, kündigt Bezos in seinem offenen Brief an. Außerdem will Blue Origin demnach einen vorab festgelegten Preis für den Bau der Mondlandefähre akteptieren und Kostenüberschreitungen aus eigener Tasche bezahlen, so Bezos weiter.

Nasa hat nicht genug Geld für zwei Aufträge – Jeff Bezos will helfen

„Wir sind davon überzeugt, dass die Nasa jetzt schnell und sicher zum Mond zurückkehren muss, um die Zukunft Amerikas im Weltall zu fördern“, schreibt Bezos in seinem offenen Brief. Die Nasa habe nun „die Möglichkeit, erneut eine ganze neue Generation von Wissenschaftlern, Ingenieuren und Entdeckern zu inspirieren“.

Bezos kritisiert in seinem Brief an Nasa-Chef Nelson erneut die Entscheidung der Behörde, den Auftrag an ein Unternehmen zu vergeben, statt – wie zuvor geplant – durch zwei Teilnehmer den Wettbewerb weiter zu fördern. „Die Nasa ist aufgrund von kurzfristigen Haushaltsproblemen von ihrer ursprünglichen Strategie abgewichen. Dieses Angebot beseitigt dieses Hindernis“, betont Bezos. Es gebe von beiden Parteien im US-Kongress eine große Unterstützung für eine zweite Mondlandefähre für das „Artemis“-Programm der Nasa. „Wir glauben, dass dieses Angebot sowohl technisch als auch finanziell eine solide Grundlage für die Rückkehr der Amerikaner zum Mond bildet – dieses Mal, um zu bleiben.“ Bisher haben sich weder Bezos-Konkurrent Elon Musk noch die US-Raumfahrtorganisation Nasa zu Bezos‘ Vorschlag geäußert. (Tanja Banner)

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