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Der Teufel in Düsseldorf.
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Der Teufel in Düsseldorf.

Fünfte Jahreszeit

Narren feiern Weiberfastnacht

Bei sonnigem Wetter feierten Narren in den Karnevalshochburgen die Weiberfastnacht. Um 11.11 Uhr stürmten die Jecken das Rathaus.

Bei sonnigem Wetter feierten Narren in den Karnevalshochburgen die Weiberfastnacht. Um 11.11 Uhr stürmten die Jecken das Rathaus.

Mit der Weiberfastnacht hat am Donnerstag in den närrischen Hochburgen der Straßenkarneval begonnen. Pünktlich um 11.11 Uhr übernahmen Frauen unter anderem in Düsseldorf, Köln und Bonn das Regiment. Als „Zeichen der Weiberherrschaft“ wurden den Männern mit der Schere die Krawatten abgeschnitten. Die Jecken stürmten die Rathäuser, um dort bis Aschermittwoch (9. März) zu regieren. In Südbaden wurden Umzüge veranstaltet und Schüler von ihren Vorgesetzten „befreit“. In Unna, im östlichen Ruhrgebiet, setzte sich der kleinste Karnevalszug der Welt mit einem einzigen Teilnehmer in Bewegung.

In Köln gaben Frauen, die als Hexen, Hippies, Polizistinnen oder aufwendig gestaltete Elfen kostümiert waren, den Takt an. Britische Austauschschülerinnen hatten sich kurz entschlossen als Kühe verkleidet und traten kollektiv als Herde auf. „Ich habe ein neues deutsches Wort gelernt: bützen (küssen), oh, und es ist so schwer auszusprechen“, sagte die 15-jährige Lindsay. Eine andere Gruppe Jecken hatte sich als falsche „Guttenbergs“ ins Treiben gestürzt. „Wir studieren alle, da bietet sich das Kostüm an“, sagte einer der Gruppe.

Im Südwesten sollten am „Schmotzigen Dunschtig“ (Schmutziger Donnerstag) der Chef der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, und der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) vor den Narrengerichten stehen: Steinmeier sollte als Beklagter vor das satirische „Stockacher Narrengericht“ treten, Goll wurde vom Konstanzer Jakobinertribunal erwartet. Die Anklageschriften sind bereits geschrieben.

Höhepunkt an Rosenmontag

Wolfgang Mettler, der Konstanzer Chefankläger sagte, Goll sei als „Garant einer bourgeoisen Privilegienwirtschaft“ vorgeladen worden. Nicht weniger schwer lauten die Anschuldigungen gegen Steinmeier. Kläger Thomas Warndorf wirft dem SPD-Politiker Verrat, Betrug und Täuschung vor. Die Ursprünge des schwäbisch-alemannischen Fastnachtsgerichts in Stockach reichen bis ins Mittelalter zurück. Zeitweise war die Veranstaltung untersagt, im 19. Jahrhundert geriet sie in Vergessenheit. Doch seit 1965 wird wieder alljährlich eine Person des politischen Lebens vor den Fastnachtskadi zitiert.

Auch im Thüringer Landtag waren die Narren los. Unter dem Motto „Landtagsdschungel - Alles etwas verschlungen“ zog die Weiberfastnacht ins Landesparlament ein. Gäste waren Karnevalsclubs aus Erfurt, Altenburg und Birkungen. Auch das Prinzenpaar wurde erwartet, Landtagspräsidentin Diezel begrüßte die Narren. Bei dem Treiben wurde auch die „Bunte Landtagsente“ verliehen. Mit ihr wird ein Medienvertreter für seine Berichterstattung über den Landtag geehrt.

Höhepunkt der „fünften Jahreszeit“ sind die großen Karnevalszüge am Rosenmontag, zu denen in zahlreichen deutschen Städten mehrere Millionen Zuschauer erwartet werden. Es gibt in Deutschland viele regionale Eigenheiten, was die Traditionen, Bezeichnungen und Veranstaltungen Karneval betrifft. So wird etwa unterschieden zwischen dem rheinischen Karneval, der Fastnacht in Mainz, der schwäbisch-alemannischen Fasnet und der Bezeichnung Fasching, die sich vor allem im bayerischen und österreichischen Raum findet. (dapd)

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