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Gedenktag zur Reichspogromnacht: KFC-Werbung sorgt für Empörung – Unternehmen bezieht Stellung

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Von: Alina Schröder

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Eine Werbung von Kentucky Fried Chicken sorgt am Gedenktag der Reichpogromnacht für Entsetzen.
Eine Werbung von Kentucky Fried Chicken sorgt am Gedenktag der Reichpogromnacht für Entsetzen. © Michael Gstettenbauer/imago

Am Gedenktag zur Reichspogromnacht sorgt die Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken mit einer fragwürdigen Nachricht für Entsetzen. Nun äußert sich das Unternehmen.

Update vom Donnerstag, 10. November, 10.15 Uhr: Nachdem offenbar an mehrere Kundinnen und Kunden per Push-Nachricht eine fragwürdige Werbung von Kentucky Fried Chicken am Gedenktag der Reichspogromnacht verschickt wurde, hat sich das Unternehmen inzwischen dazu geäußert. Die Frage, wie es dazu hätte kommen können, beantwortet KFC wie folgt: „Die Erstellung von Inhalten für die App erfolgt bei KFC Deutschland auf Basis eines halbautomatischen Prozesses, der mit Kalendern verbunden ist, die Feier-, Gedenk- und Aktionstage enthalten. In diesem Einzelfall wurde unser interner Überprüfungsprozess nicht ordnungsgemäß eingehalten.“

Das habe schließlich dazu geführt, „dass versehentlich diese nicht autorisierte Meldung verbreitet wurde.“ KFC habe daraufhin umgehend die App-Kommunikation eingestellt und „alle Prozesse und Kontrollmechanismen im Zusammenhang mit unserer App-Kommunikation“ überprüft. Das Unternehmen wolle damit sicherstellen, „dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt.“

In einer Benachrichtigung kurz nach der besagten Push-Mitteilung zum Gedenktag der Reichspogromnacht, entschuldigte sich die Fastfood-Kette bereits für den „Fehler“. Das macht das Unternehmen auch in einem offiziellen Statement nochmals deutlich. „Wir betonen, dass es in keiner Weise unsere Absicht war, den Ernst und die historische Bedeutung der Reichspogromnacht zu verharmlosen oder Opfer bzw. deren Nachfahren zu verletzen. KFC setzt sich dauerhaft und aktiv für Gleichberechtigung, Inklusion und Teilhabe aller Menschen ein“, heißt es darin.

Gedenktag zur Reichspogromnacht: KFC-Werbung sorgt für Entsetzen

Erstmeldung vom Mittwoch, 9. November, 16.53 Uhr: Frankfurt – Die Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC) polarisiert mit einer umstrittenen Werbung. Am 9. November, und somit am Gedenktag zur Reichspogromnacht, erhielten zahlreiche Kundinnen und Kunden offenbar über die KFC-App eine Mitteilung auf ihr Smartphone, die mehr als fragwürdig ist.

Darin heißt es: „Gedenktag an die Reichspogromnacht – Gönn dir ruhig mehr zarten Cheese zum knusprigen Chicken. Jetzt bei KFCheese!“. Mehrere Twitter-Nutzer hatten diese Push-Benachrichtigung auf ihrem Handy abfotografiert und gepostet. Zahlreiche Userinnen und User äußerten daraufhin ihre Empörung und fragen sich, wie es zu solch einer Nachricht überhaupt kommen konnte.

Kentucky Fried Chicken: Fastfood-Kette unterläuft Push-Panne zur Reichspogromnacht

Nur wenige Minuten später meldete sich das Unternehmen offenbar in einer weiteren Push-Mitteilung mit dem Titel „Sorry, uns ist ein Fehler passiert“ zu Wort. „Durch einen Fehler in unserem System haben wir eine inkorrekte und nicht angemessene Nachricht über unsere App verschickt“, schrieb KFC demnach. Interne Prozesse würden umgehend überprüft, „damit dies nicht noch einmal passiert“.

Wie das genau passieren konnte und ob eine Nachricht zur Reichspogromnacht überhaupt geplant war, bleibt unklar. Die Fastfood-Kette hat sich auf eine Anfrage der Frankfurter Rundschau von IPPEN.MEDIA dazu noch nicht geäußert. (asc)

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