Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gedenken
+
Kerzen, Grablichter und Blumen liegen vor einem Kaufhaus in der Innenstadt, in dem ein Mann vor einer Woche Menschen mit einem Messer attackiert und getötet hatte.

Würzburg

Nach der Messerattacke: Menschenkette zum Gedenken an Opfer

Der Messerangriff in Würzburg hat die Stadt in große Trauer versetzt. Mit einer Menschenkette zeigten Hunderte ihr Mitgefühl. Auch AfD und Antifa hielten Gedenkveranstaltungen ab.

Würzburg - Mit einer Menschenkette haben eine Woche nach der tödlichen Messerattacke in Würzburg Hunderte Menschen in der Innenstadt der Opfer gedacht.

Rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer reihten sich nahe dem Tatort von der Juliuspromenade bis zum Rathaus aneinander, wie die Polizei mitteilte. Darunter war auch Würzburgs Bischof Franz Jung.

Um 17.00 Uhr, der ungefähren Tatzeit, läutete die Salvatorglocke des Kiliansdoms zehn Minuten lang als Aufruf zum Gebet. Rettungskräfte, Nonnen, Mönche, Würzburger Bürger und Gäste hielten Blumen in den Händen und Schilder mit den Aufschriften „Würzburg trauert“ und „Würzburg hält zusammen“ - auf Deutsch, Englisch, Arabisch und in anderen Sprachen.

Man wolle auch Solidarität mit den Menschen zeigen, die nun Vorverurteilungen und Hetze ausgesetzt seien, sowie Respekt für die couragierten Helfer, Rettungskräfte und Seelsorger, hieß es im Vorfeld vom Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage, das die Trauerveranstaltung mitorganisierte. 

Politische Gedenkkundgebungen

Am Abend fanden Gedenkkundgebungen aus dem politischen Spektrum statt. Ein Großaufgebot an Polizisten, darunter die Bereitschafts- und Bundespolizei, stand für den Fall von Ausschreitungen bereit.

Die AfD versammelte sich mit rund 100 Menschen für eine Kranzniederlegung, darunter Björn Höcke, Fraktionsvorsitzender der AfD im Thüringer Landtag. Eigentlich wollte die Partei die Kränze direkt am Tatort niederlegen, die Stadt Würzburg beschied aber einen anderen Ort, um mögliche Störungsaktionen am Ort des Gedenkens zu vermeiden.

Für den Abend war am Bahnhofplatz eine Gedenkveranstaltung eines Bündnisses, bestehend aus der Antifa, Fridays For Future, der Hilfsorganisation Sea-Eye und weiteren Organisationen und Gruppierungen geplant.

Vergangenen Freitag hatte ein Somalier in einem Kaufhaus drei Frauen erstochen und sieben Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Das Motiv ist weiterhin unklar. Der 24-Jährige hatte sich zuvor wiederholt psychisch auffällig gezeigt. Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gibt es auch Hinweise auf ein mögliches islamistisches Motiv. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare