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Blumen zum Muttertag?

Muttertag

Mutti wird sich freuen …

… und die Umwelt auch: Blumen fair kaufen.

Ob man’s gut findet oder nicht: Am Sonntag ist wieder Muttertag. Blumen sind nach wie vor die beliebtesten Geschenke von Töchtern und Söhnen. Aber es gibt Fallstricke, vor allem mit Blick auf die Umwelt.

Ein Großteil der in Deutschland verkauften Schnittblumen stammt von Großfarmen in Afrika oder Südamerika, das ist gemeinhin bekannt. Die Produktionsmethoden sind oft weder gut für die Umwelt noch für die Arbeiter. Aber es gibt auch Pflanzen aus fairem und kontrolliert ökologischem Anbau auf dem Markt.

So zertifiziert die Organisation Transfair seit 2015 auch Schnittblumen mit dem Fairtradesiegel. Das garantiert bessere Löhne und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Auch gibt es strenge Vorschriften für den Einsatz von Pestiziden, sparsamen Bewässerungssystemen und Kläranlagen. Auch das Siegel FLP (Flower Label Program) auf den Blumentopf oder -strauß kennzeichnet eine Blumenzucht nach besseren sozialen und ökologischen Standards.

Muttertag ohne Pestizide

Nach Angaben von Transfair stieg der Marktanteil von Fairtradeblumen in Deutschland in den vergangenen Jahren kontinuierlich. 2017 wurden demnach rund 406 Millionen Stiele verkauft, der Marktanteil lag bei geschätzten 28 Prozent. Auch Supermärkte verkaufen sie inzwischen.

Auch Umweltorganisationen wie der BUND sehen die weiten Transportwege und den Einsatz giftiger Chemikalien als großes Problem. Sie warnen vor allem vor Billigangeboten, weil diese mit besonders großen Mengen von Pestiziden erzeugt würden. Sie empfehlen daher Blumen aus heimischer Produktion, die weitgehend unbelastet sind. Auch auf einen weiteren Punkt weisen Umweltorganisationen hin: Beim Kauf sollten Kunden auf Plastikfolie verzichten und ihren Strauß in Packpapier einschlagen lassen. Auch das schont die Umwelt schließlich.

Für im Internet bestellte Blumensträuße gibt es übrigens kein Recht auf Umtausch. Darauf weisen Verbraucherschützer hin. Entfaltet der Gruß beim Empfänger nicht die gewünschte Wirkung, können Käufer die verderblichen Pflanzen nicht einfach zurückschicken, klar. Das gilt auch für „personalisierte Geschenke“ etwa mit Namens- oder Fotoaufdrucken. In solchen Fällen gilt die übliche Umtauschfrist von zwei Wochen nicht. (afp)

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