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Goldene Toilette im Guggenheim-Museum: Gold für eine Million Dollar.

Weißes Haus

Museum bot US-Präsident Trump ein Klo aus purem Gold

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Die Trumps wollten sich einen van Gogh in die Gemächer hängen, doch das Guggenheim-Museum lehnte ab. Immerhin: Eine Toilette aus purem Gold könne gerne im Weißen Haus installiert werden.

Nein, einen van Gogh kann das Guggenheim-Museum leider nicht an die Trumps verleihen. Das steht in der Antwort-Email, die die Kuratorin Nancy Spector nach einer Anfrage an das Weiße Haus schickte. Donald und Melania Trump hatten sich „Landschaft im Schnee“ borgen wollen, ein berühmtes Gemälde Vincent van Goghs aus dem Jahr 1888.

Ein anderes Kunstwerk könnten sich die Trumps aber sehr gerne ins Weiße Haus holen: Eine voll funktionsfähige Toilette aus massivem Gold, 18 Karat. Sie heißt „America“. Der Künstler Maurizio Cattelan stelle sein Werk „sehr gern“ für eine längere Zeit zur Verfügung. Die „Washington Post“ berichtete am Freitag über die Mail, die im September vergangenen Jahres an den Regierungssitz verschickt wurde. Das Museum bot bei Interesse auch Hilfe bei der Installation des goldenen Klos an. Eine Antwort aus Washington soll dann  aber doch ausgeblieben sein.

Die Toilette „America“ hatte für einiges Aufsehen gesorgt, als das New Yorker Guggenheim-Museum sie im Jahr 2016 bei sich installierte. Der genaue Wert des sozialkritischen Kunstwerks ist nicht bekannt, allerdings dürfte das verwendete Gold mehr als eine Million Dollar kosten.

Ein Wachmann vor der Klotür

Das Guggenheim-Museum übergab das Kunstwerk seiner Bestimmung und schuf in seinen Räumen eine sehr spezielle Unisex-Toilette. Ein Wachmann wurde davor positioniert, viertelstündlich wurde gereinigt, und eine lange Schlange von Museumsbesuchern bildete sich. Es war eben die Chance auf einen ganz besonderen Toilettengang. Maurizio Cattelan ist für skandalöse Werke bekannt, die regelmäßig hohe Beträge erzielen.

Unter anderem an Adolf Hitler und an Papst Johannes Paul II. hat er sich schon abgearbeitet. Zu seiner goldenen Toilette aber sagt Cattelan nicht viel. Nur das: „Egal ob man einen 200-Dollar-Lunch oder einen Hot Dog für 2 Dollar hatte, das Ergebnis bleibt das gleiche, toilettenmäßig.“

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