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Fahrkartenkontrolle eskaliert
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Ausgangspunkt des Vorfalls war eine Fahrkartenkontrolle. (Symbolfoto)

Bei der Fahrkartenkontrolle

Video aus München: Polizist kniet minutenlang auf wehrlosem Mann - Er fleht um Hilfe

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Im Frühjahr eskaliert in München eine Fahrkartenkontrolle. Ein Polizist kniet auf dem Hals eines Mannes. Der Vorfall erinnert an den Fall George Floyd.

München – Im Februar 2021 hat sich in München offenbar ein Vorfall ereignet, der an das Drama um George Floyd* aus den USA* erinnert. Die Folgen sind jedoch wohl kaum vergleichbar. Einem Medienbericht zufolge eskalierte damals eine Fahrkartenkontrolle in einer U-Bahnstation: Das Nachrichtenportal Focus Online berichtet, dass ein Bundespolizist dabei minutenlang sein Knie auf den Hals eines 53-Jährigen gedrückt haben soll. Videoaufnahmen zeigen die Szenen.

Demnach flehte der am Boden liegende Mann mehrfach um Hilfe. Zuvor war es zu einer Kontrolle seiner Fahrkarte durch Mitarbeiter der DB-Sicherheit gekommen. Obwohl das Ticket gültig war, wie die örtlichen Verkehrsbetriebe Focus Online später bestätigten, drohte der Mitarbeiter offenbar mit einer Strafe. Der 53-Jährige fühlte sich dem Medienbericht zufolge schikaniert – und es kam zu Diskussionen.

Fahrkartenkontrolle in München eskaliert: Mann fleht um Hilfe

Anschließend verfolgten zwei Mitarbeiter der im Auftrag der Deutschen Bahn agierenden Sicherheitsfirma den 53-Jährigen. Dem Bericht nach stieg der Mann an einer S-Bahnstation in München aus und es kam zum Handgemenge. Die Sicherheitsangestellten forderten schließlich Verstärkung durch die Bundespolizei an. Dem Bericht zufolge kam es im weiteren Verlauf des Einsatzes zum Versuch einer Ausweiskontrolle. Nachdem sich der 53-Jährige mehrfach geweigert hatte, seinen Ausweis zu zeigen, drückten ihn mehrere Polizeibeamte zu Boden und fixierten ihn. Selbst als dem Mann bereits Handschellen angelegt wurden und seine Kollegin das Gepäck des Mannes durchsucht, scheint der Polizist sein Knie nicht vom Hals des Mannes zu nehmen.

Gegenüber dem Onlineportal schilderte der Mann später, dass er „Todesangst“ gehabt habe. Einer der Beamten soll im Zuge dessen sein Knie auf den Hals des 53-Jährigen gedrückt haben. Die Polizei nahm ihn später mit auf das Revier, wo er in einer Zelle die Nacht verbrachte. Am nächsten Morgen wurde demnach entlassen.

Kritik am Polizei-Einsatz in München durch Anwalt und Professor

Mehrere Monate später spricht der Anwalt des Mannes dem Bericht zufolge nun von „Unverhältnismäßigkeit“ bezüglich des Polizeieinsatzes. Auch ein Experte für Polizeirecht äußerte darin Bedenken aufgrund des Vorgehens der Beamten. Es sei „bedenklich“, so Markus Thiel, Professor an der Deutschen Hochschule der Polizei, im Gespräch mit dem Onlineportal.

Laut Angaben des Anwalts erwartet den 53-Jährigen im August 2021 eine Verhandlung vor dem Amtsgericht. Ihm wird unter anderem vorsätzliche Körperverletzung vorgeworfen. Die Bundespolizei hat sich dazu bislang nicht geäußert. (tu) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA:

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