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Ist sie Deutschlands sozialste Vermieterin? So günstig leben Hausbewohner im Glockenbachviertel

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Von: Laura Wittstruck

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Haus in der Auenstraße
In diesem Haus in der Auenstraße sind die Wohnungen besonders preisgünstig. © Screenshot RTL

Einer Rentnerin gehört ein Mehrparteienhaus im beliebten Münchner Glockenbach-Viertel. Die Wohnungen dort vermietet sie außergewöhnlich preiswert – aus einem einfachen Grund. 

München – Der Münchner Wohnungsmarkt steckt tief in der Krise. In vielen Vierteln sind die Mieten für Normalverdiener kaum noch bezahlbar. Doch ausgerechnet in einem Mietobjekt im teuren Glockenbachviertel sieht das ganz anders aus. In einem Haus in der Auenstraße wohnen die Menschen so günstig, wie an wenigen Orten in München. Die Vermieterin verlangt, laut einem Beitrag von RTL, nur etwa 9 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Bei den meisten Mietobjekten in der Isar-Metropole liegt der Quadratmeterpreis bei mindestens 15 Euro.

München: Günstige Mieten im Glockenbachviertel – darum erhöht Vermietern die Preise nicht

Seit drei Generationen befindet sich das Wohnhaus im Glockenbach dem Bericht nach bereits im Familienbesitz. Die Immobilienbesitzerin und pensionierte Lehrerin erbte es 2008 von ihrem Vater und entschied sich dafür, die acht Wohnungen zu fairen Preisen anzubieten. Der 83-Jährigen ist es wichtig, dass Menschen sich Wohnraum weiterhin leisten können. Im RTL-Interview erklärt sie: „Wohnen und Arbeiten ermöglicht einem jeden, sein Leben selbst zu gestalten. Wenn aber eins von beidem wegfällt, dann ist das nicht mehr so möglich.“ Ihre Mieter freuen sich über die soziale Ader der Rentnerin. Etwa berichtet eine Mieterin RTL, dass sie ihre alte Wohnung verlassen musste. Ein Investor hatte sie aufgekauft und die Miete erhöht: „So habe ich 450 Euro zum Leben – das reicht gerade.“ 

 Münchens netteste Vermieterin: Irre Erbschaftssteuer für Enkelin

Wie es nach dem Tod der jetzigen Vermieterin mit dem Haus weitergeht, ist derweil unsicher. In der Sendung „stern TV Spezial – wie wohnt Deutschland?“ auf RTL berichtet sie, dass das Haus mittlerweile 5,5 Millionen Euro wert ist. Das treibt auch die Erbschaftssteuer in die Höhe – die sich ihre Tochter jedoch nicht wirklich leisten kann. Der Vorschlag der 83-Jährigen in der Sendung: Eine gesenkte Erbschaftssteuer für Vermieter, die eine günstige Miete garantieren. So könnten auch die Mieter in der Auenstraße unbesorgt in die Zukunft blicken.  (lw) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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