Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Eine Bergsteigergruppe vor Camp 2 des Mount Everest in Nepal.
+
Eine Expeditionsgruppe vor Camp 2 des Mount Everest in Nepal.

Bergsport

Ansehen erschlichen: Nepal verhängt harte Strafen nach Mount-Everest-Betrug

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
    schließen

Ein Aufstieg auf den Mount Everest bedeutet Ruhm und Ansehen. Doch nicht alle, die es behaupten, waren wirklich oben. Nepal straft nun betrügerische Bergsteiger:innen.

  • Der Mount Everest ist mit 8848,86 Metern der höchste Berg der Welt.
  • Kein Wunder also, dass zahlreiche Bergsteiger:innen unbedingt den „König der Berge“ erklimmen wollen.
  • Doch einige scheinen zu unlauteren Mitteln zu greifen, um ihren angeblichen Aufstieg zu beweisen.

Kathmandu – Mehr als 10.000 Menschen standen laut offiziellen Statistiken aus Nepal und China schon auf der Spitze des höchsten Berges der Welt. Eine große Leistung – betrachtet man die gewaltigen Anstrengungen und die körperliche Fitness, die zu einer Besteigung des Mount Everest nötig sind. Doch einige Bergsteiger:innen scheinen sich den Ruhm und die Anerkennung für die Besteigung des Mount Everest einfacher geholt zu haben.

Mount Everest: Bergsteiger:innen waren gar nicht auf dem Gipfel

Nachforschungen des nepalesischen Tourismusministeriums ergaben, dass es einige Bergsteiger:innen gegeben hat, die gar nicht auf der 8848,86 Meter hohen Spitze des Mount Everest gestanden hätten. Eine Bergsteigerin und ein Bergsteiger aus Indien werden nun von Nepal für die weitere Ersteigung von Bergen in Nepal für sechs Jahre gesperrt. Die Chefin des nepalesischen Tourismusministeriums, Mira Acharya, sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass ihr etwa acht andere Betrugsfälle bekannt seien. Und der US-amerikanische Bergsteiger und Blogger Alan Arnette sagte: „Traurigerweise ist es mit der heutigen Technologie und den schlampigen Behördenprozessen nicht allzu schwierig, eine falsche Behauptung zu machen.“

Obwohl am Mount Everest jeder Aufstieg von den Behörden in China und Nepal geprüft wird, ist es für offizielle Beamte schwierig, in der sogenannten „Todeszone“ auf Neuankömmlinge zu warten. In diesen Höhen funktioniert der menschliche Körper nicht mehr richtig – vor allem die Sauerstoffzufuhr ist ein Problem. Viele Bergsteiger:innen tragen daher Sauerstoffmasken. Als Aufstiegsbeweis der Bergsportler:innen müssen sie auf dem Gipfel ein Ganzkörperfoto von sich und unbedecktem Gesicht zeigen. Außerdem müssten die Leitung der Expedition sowie eine Behördenmitarbeitende im Basislager den Aufstieg zertifizieren. Da die Gruppenleitung selbst jedoch selten ganz nach oben steigen würde, verließen sich die Behörden meist auf das Wort des Bergsteigers sowie dessen Sherpa-Bergführer:in, sagte Arnette.

Mount Everest: Nepal sperrt Bergsteiger für weitere Touren

Bei dem Fall der Bergsteigerin und des Bergsteigers, deren Namen nun seit kurzem von der Liste gestrichen sind, hätten andere Teilnehmende ihrer Gruppe das nepalesische Tourismusministerium darüber informiert, dass sie ihren Aufstieg abgebrochen hätten, weil es ihnen gesundheitlich schlechter gegangen sei, berichtete die Zeitung „Hindustan Times“. Sie hätten ihre Gesichter anschließend in andere Beweisbilder eingefügt.

Andere Schummler:innen hatten schon härtere Strafen von Nepal erhalten. 2016 belegte das Tourismusministerium ein indisches Polizisten-Ehepaar mit einem zehnjährigen Verbot, ihre Himalaya-Berge zu besteigen, da sie ebenfalls gefälschte Bilder verwendet haben sollen. Indien entließ die beiden anschließend. (Marvin Ziegele mit dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare