Terroranschlag

Moschee-Schütze von Bayonne teilweise unzurechnungsfähig

Das gehe aus einem psychiatrischen Gutachten hervor. Der Mann hatte am Montag vor der Moschee in Bayonne das Feuer eröffnet und einen 74-Jährigen sowie einen 78-Jährigen schwer verletzt.

Der Angriff auf eine Moschee im Südwesten Frankreichs ist vorerst kein Fall für die Anti-Terror-Ermittler. Der 84-Jährige Schütze sei geistig teilweise unzurechnungsfähig gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft von Bayonne am Mittwoch mit. Der Mann leide an einer „teilweisen Beeinträchtigung seines Urteilsvermögens und/oder seiner Kontrolle über seine Handlungen“. Das gehe aus einem psychiatrischen Gutachten hervor. Daher werde die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft den Fall nicht übernehmen. Dem Mann wird unter anderem versuchter Mord vorgeworfen.

Der Senior hatte am Montag vor der Moschee in Bayonne das Feuer eröffnet und einen 74-Jährigen sowie einen 78-Jährigen schwer verletzt. Der Angreifer hatte nach Angaben der Behörden zunächst versucht, vor der Tür der Moschee Feuer zu legen. Demnach wollte er mit der Tat die Brandkatastrophe von Notre-Dame rächen.

Die weltberühmte Pariser Kathedrale Notre-Dame war vor gut einem halben Jahr bei einem Feuer schwer beschädigt worden. Die Brandursache ist zwar noch unklar, einen kriminellen Hintergrund hatten die Ermittler allerdings ausgeschlossen. Das Feuer ist nach ersten Erkenntnissen wohl entweder durch einen Fehler im elektrischen System oder eine nicht ausgedrückte Zigarette ausgelöst worden. (dpa)

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