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Wird wohl nicht mit zur Verhandlung kommen: Mops-Hündin „Edda“, die jetzt „Wilma“ heißt.

Münster

Die Mops-Affäre

Erst gepfändet, dann verhökert: Gericht verhandelt kuriosen Fall.

Die Affäre um einen gepfändeten und über Ebay-Kleinanzeigen verkauften Mops namens Edda aus dem westfälischen Ahlen beschäftigt am kommenden Mittwoch, 13. November, das Landgericht Münster. Die Besitzerin, die die junge Hundedame vor knapp einem Jahr im Internet gekauft hatte, verlangt von der Stadt unter anderem Schadenersatz von mehr als 20 000 Euro.

Das Tier war von der Stadt Ahlen bei einer Schuldnerin gepfändet worden. Ein Vollziehungsbeamter hatte den Mops später im Internet als gesund angepriesen, eine Polizistin aus Wülfrath bei Wuppertal hatte ihn für 690 Euro erstanden. Sie sieht sich getäuscht, da die Hündin inzwischen mehrfach operiert werden musste und Medikamente benötigte. Ihrem Anwalt zufolge wusste der Beamte, dass Edda krank und wesentlich weniger wert gewesen sei.

Krank und überteuert

Die Klägerin Michaela J. will deshalb den Kaufpreis und die Tierarztkosten für den Hund – sie nennt ihn Wilma – erstattet bekommen. Zudem solle geklärt werden, ob die Pfändung überhaupt zulässig war.

Die Stadt Ahlen zeigte sich mit Blick auf die Klage gelassen. Bei Pfändung und Verkauf habe man rechtmäßig gehandelt, hieß es aus der Verwaltungsspitze. Die Familie der früheren Besitzerin in Ahlen sei bei der Kommune stark verschuldet gewesen. Allerdings räumte die Stadt ein, dass die Nutzung des privaten Ebay-Kontos eines Mitarbeiters ein Fehler gewesen sei.

Ein von der Verwaltung beauftragtes Gutachten bei einer renommierten Anwaltskanzlei war im März zu dem Ergebnis gekommen, dass die Pfändung rechtmäßig war. Die Ahlerin habe sich „besonders hartnäckig“ geweigert, ihre Schulden bei der Stadt zu bezahlen, und dann auch noch das teure Tier angeschafft. Klägerin J., die mehrere Hunde hat, will nach früheren Angaben ohne Edda – beziehungsweise Wilma – zum Prozessbeginn nach Münster kommen. (dpa)

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