Gefahr in den Alpen

Mont Blanc: Gletscher-Teil droht ins Tal zu stürzen – Evakuierung in Italien

  • Ines Alberti
    vonInes Alberti
    schließen

Auf der italienischen Seite des Mont Blanc könnte sich ein gefährliches Naturschauspiel ereignen: Ein großer Teil eines Gletschers droht abzubrechen und ins Tal zu stürzen.

  • Unterhalb des Mont Blanc in Italien könnte ein großer Gletscher-Teil abbrechen.
  • Mehrere Dutzend Menschen mussten bereits evakuiert werden.
  • Die Gefahr droht für mehrere Tage anzuhalten.

Val Ferret - Alarmbereitschaft im Val Ferret am Ende des Aostatals in Italien: Auf der italienischen Seite des Mont Blanc droht ein großer Teil eines Gletschers einzustürzen. Wegen der Gefahr wurden am Donnerstag (06.08.2020) knapp 70 Menschen - Einheimische wie Touristen - in Sicherheit gebracht. Wie Experten erklärten, könnten rund 500.000 Kubikmeter an Eis ins Tal stürzen - das entspricht etwa dem Inhalt von 200 olympischen Schwimmbecken.

Ein Gletscher unterhalb des Mont Blanc in den Alpen droht abzubrechen und ins Tal zu stürzen.

Mont Blanc: Riesiger Gletscher-Teil droht ins Tal zu stürzen

Die Gefahr werde für mehrere Tage bestehen, sagten Techniker der Nachrichtenagentur ANSA. Das Eis sei wegen der großen Temperaturunterschiede der vergangenen Tage in Bewegung gekommen.

Der Planpincieux-Gletscher unterhalb des Mont Blanc, dem höchsten Berg der Alpen und Grenzgipfel zwischen Italien und Frankreich, bedrohte gut ein Dutzend Einheimische und rund 50 Touristen. Diese wurden daher von Carabinieri und anderen Einsatzkräften in Sicherheit gebracht. Die Straße in das kleine Tal wurde vorübergehend gesperrt.

Gletscher-Teil unterhalb des Mont Blanc hat schon zuvor für Alarm gesorgt

Dass ein Gletscher in Bewegung ist, sei völlig normal, sagte ein zuständiger Geologe der Zeitung „La Stampa“. Weil sich diese Bewegung nun aber beschleunigt habe, mussten Vorkehrungen getroffen werden. Schon im September 2019 hatte dieser Gletscherabschnitt unterhalb des Mont Blanc für Alarm gesorgt - damals drohten aber nur 250.000 Kubikmeter abzubrechen. (ial mit dpa)

Rubriklistenbild: © Stefano Bertolino/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare