Fisch beißt Frau in Zolling in den Fuß.
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Fisch beißt Frau in Zolling in den Fuß.

Hecht-Attacke am Weiher

„Monsterfisch“ beißt Frau beim Baden - Gemeinde reagiert umgehend mit eindringlicher Warnung

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Ein „Monsterfisch“ hat einer Frau beim Baden im Anglberger Weiher im bayerischen Zolling in den Fuß gebissen. Nun wurden Warnschilder aufgestellt.

  • Schock-Moment am Anglberger Weiher in Zolling (Landkreis Freising).
  • Eine Frau war beim Baden von einem großen Fisch angegriffen und gebissen worden.
  • Die Gemeinde hat nun Warnhinweise aufgestellt.

Zolling – Er dürfte gar nicht da sein. Aber er ist da. Und er hat zugebissen. Im Anglberger Weiher wurde am Samstag eine Frau von einem rund 80 Zentimeter langen Hecht am Fuß verletzt. Die Gemeinde  hat reagiert und Warnschilder aufgestellt: „Achtung! Große Fische im See! Baden auf eigene Gefahr!“ Dazu ein möglichst abschreckend und gefährlich wirkendes Foto von einem präparierten Hechtkopf, der gerade das Maul weit aufreißt.

Fisch-Attacke am Anglberger Weiher: Frau von Hecht in Fuß gebissen

Bürgermeister Helmut Priller selbst war vor Ort, machte sich am Dienstag ein Bild von der Lage am Anglberger Weiher, nachdem die Gemeinde von der Polizei über die Fischattacke auf eine Frau informiert worden war. Zu sehen freilich gab es an jenem Dienstag nicht mehr viel, der Raubfisch war im wahrsten Sinn des Wortes untergetaucht, denn die Attacke des „Monsterfisches“, wie Rathauschef Priller leicht ironisch sagt, hatte schon am Samstag stattgefunden.

Entwarnung nach „Monsterfisch“-Attacke: „Der Fuß ist noch dran“

Die Frau war im Weiher geschwommen, dabei von einem Fisch in den Fuß gebissen worden – von einem großen Fisch, wie Fotos von dem verletzten Fuß beweisen, die der Polizei vorliegen und die auch Priller gesehen hat. Nachdem Bekannte der Hecht-Geschädigten allerlei Stellen, darunter eben auch die Polizei, informiert hatten, wurden Fisch-Spezialisten kontaktiert und hinzugezogen.

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Ergebnis: Die Bissspuren weisen deutlich darauf hin, dass es ein Hecht gewesen sein dürfte. Die Haut am Fuß war aufgerissen, aufgeschürft, berichtet Elena Völz vom Ordnungsamt der VG Zolling. Die wichtigste Nachricht aber, wie sie Völz formuliert: „Der Fuß ist noch dran.“

Fisch beißt Frau in Zolling in den Fuß.

„Achtung! Große Fische...“: Gemeinde stellt nach Attacke am Weiher Warnschilder auf

Freilich: Die Gemeinde, so Völz, habe auf die Information durch die Polizei hin reagieren müssen und deshalb die Warnhinweise aufgestellt. „Damit keine Hysterie entsteht, wir hätten hier Nessie im Weiher“, so Völz zu dieser Maßnahme, mit der die Gemeinde ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommt.

Überraschend kam die Hecht-Attacke auf den Frauenfuß aus zwei Gründen: Zum einen, so hätten ihm Leute, die sich damit auskennen, gesagt, flüchten Hechte normalerweise, wenn etwas auf sie zukomme, so Priller.

Ausnahme: Wenn der Fisch überrascht und erschreckt werde. „Vielleicht hat er geschlafen.“ Zum anderen ist der Anglberger Weiher gar nicht mit Hechten besetzt. Über Gänse und andere Vögel könnten freilich Hechteier „eingeschleppt“ werden, hat sich Völz erklären lassen. Jetzt wird der Fischereiverein Allershausen, der den Anglberger Weiher bewirtschaftet, speziell auf Hechtjagd gehen.

Es ist nicht die erste Hecht-Attacke in einem bayerischen Badesee. Immer wieder schnappen die Raubfische zu. An einem See im oberpfälzischen Pressath (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) hat ein Hecht einem achtjährigen Mädchen in den Arm gebissen.

Einen ähnlichen Schreck erlebten Spanien-Urlauber vergangenen Sommer: An der Costa Blanca wurden zwei Kinder durch Bisse im Wasser verletzt. Noch ist einiges rätselhaft an den Vorfällen.

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