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Unbemannte Mondfähre landet auf dem Mond. Obwohl er der Erde am nächsten ist, ist über seine Entstehung noch viel im Dunklen.
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Unbemannte Mondfähre landet auf dem Mond. Obwohl er der Erde am nächsten ist, ist über seine Entstehung noch viel im Dunklen.

Troktolith 76535

Mond-Entstehung: Gestein von Apollo 17 enthüllt neue Hinweise auf Rätsel

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Wie ist der Mond entstanden? Der Mondstein Troktolith 76535 liefert Forschenden jetzt neue Erkenntnisse.

Mānoa – Noch immer ranken sich viele Geheimnisse um unseren Nachbarn, den Mond. Auch innerhalb seiner Entstehungsgeschichte ist noch vieles unklar. Doch nun haben Forschende neue Hinweise auf dieses Mysterium entdeckt – ausgerechnet in Mondgestein, das sich bereits seit Jahrzehnten auf der Erde befindet.

Mit Spannung wurde im Jahr 1972 die elfte bemannte Mission beobachtet. Erstmals landete damit auch ein Wissenschaftler auf dem Mond, so die Nasa. Von der Mondlandung wurde unter anderem eine besondere Mondgesteinsprobe mitgebracht, der sogenannte Troktolith 76535. Dabei handelt es sich um einen grobkörnigen Gesteinsbrocken, der bereits dabei geholfen hat, einige der Geheimnisse des Himmelskörpers zu entschlüsseln. So konnten Forschende abschätzen, wie viel Wasser sich einst in dem Mond* befunden haben könnte. Nun hilft der Mondstein den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dabei, ein weiteres Rätsel zu entschlüsseln.

Die Entstehung des Mondes: Ein Stein verrät die Geheimnisse des Erd-Nachbarn

In ihrer Studie untersuchte der Forscher William Nelson und seine Kolleginnen und Kollegen von der Universität von Hawaiʻi den Mondstein, der mit der Apollo 17 Mission auf die Erde gebracht wurde, ein weiteres Mal. Der Gesteinsbrocken wiegt gerade einmal 156 Gramm und besteht unter anderem aus Olivin und Plagioklas. Die Forschenden vermuten, dass er aus der mittleren bis unteren Kruste des Mondes stammte, bevor er an die Oberfläche kam.

Bisher ging die Forschung davon aus, dass der Troktolith 76535 Teil eines größeren Magmar-Gebildes war und nur langsam abkühlte. Doch mithilfe von Analysen auf mikroanalytischer Ebene konnten Nelson und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun etwas ganz anderes feststellen.

Mondstein Troktolith 76535 liefert neue Informationen zur Entstehung des Mondes

Denn in den Bestandteilen Olivin und Plagioklas konnten die Forschenden Phosphor im ersteren und Natrium im letzteren nachweisen. Soweit nichts Ungewöhnliches, doch es zeigte sich, dass diese Elemente sehr ungleich im Mondgestein verteilt waren. Daraus schließen die Fachleute, dass der Stein nicht über 100 Millionen Jahre gebraucht haben kann, um abzukühlen. Denn über so lange Zeit hätten sich die Heterogenitäten in diesem Mondgestein nicht erhalten. Der Abkühlungszeitraum wird nun auf eher 20 Millionen Jahre geschätzt. Das bedeutet, dass die Entwicklung der Mondkruste anders vonstattenging, als bisher angenommen.

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Gegenüber dem Portal Newscientist betonte Nelson, dass die frühe Mondentwicklung offensichtlich komplizierter sei, als zunächst gedacht. Außerdem unterstrich der Forscher nochmals, wie wichtig es sei, auch alte Proben mithilfe neuer Messmethoden zu analysieren. „Man kann immer nochmal einen Schritt zurückgehen und alte Datensets mit neuen Techniken untersuchen, um neue Informationen ans Licht zu bringen“, so Nelson.

Zuletzt sorgte die Entdeckung eines chinesischen Rovers auf dem Mond für Aufsehen. Er entdeckte ein würfelförmiges Objekt,* das nun näher untersucht werden soll. (Sophia Lother) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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