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Der mysteriöse Stein auf dem Mond ist schon deutlich besser zu sehen. Er ist eindeutig nicht würfelförmig.
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Der mysteriöse Stein auf dem Mond ist schon deutlich besser zu sehen. Er ist eindeutig nicht würfelförmig.

Chinesische Mond-Mission

Seltsamer Fund auf dem Mond: Rover löst Rätsel um „mysteriöses Haus“

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Der chinesische Mond-Rover „Yutu-2“ entdeckt am Horizont ein mysteriöses Gebilde. Nun ist der Rover näher herangefahren und entzaubert das Mysterium.

Update vom Mittwoch, 12.01.2022, 10.30 Uhr: Ein graues, würfelförmiges Gebilde am Horizont war im Dezember 2021 auf Bildern zu sehen, die der chinesische Rover „Yutu-2“ vom Mond zur Erde schickte. Nun ist der Rover näher an das mysteriöse Objekt herangefahren, um es genauer zu untersuchen. Seit den ersten Aufnahmen hat sich Rover „Yutu“ dem Blog „Our Space“ zufolge etwa 100 Meter näher an das Objekt heran bewegt. „Our Space“ gehört zur chinesischen Raumfahrtorganisation CNSA, die den Rover kontrolliert. Den Angaben zufolge dauere es noch zwei bis drei Monate, bis „Yutu-2“ den Stein erreicht hat.

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Allerdings befindet sich der Rover nun bereits nah genug, um zu erkennen, dass das „mysteriöse Haus“, wie der Stein nach den ersten Aufnahmen genannt wurde, nur ein Stein ist. Und zwar nicht einmal ein besonders würfelförmiger Stein, dieser Eindruck entstand offenbar durch ein Zusammenspiel aus Perspektive, Licht und Schatten auf dem Mond.

Chinas Mond-Mission löst das Rätsel um das „mysteriöse Haus“

Auf den neuen Bildern des mysteriösen Objekts sieht das Steuerungsteam des Rovers offenbar einen Stein, der die Form eines Hasen hat, davor lägen Steine, die für das Steuerungsteam eine Karotte darstellen. Deshalb nennen die Fachleute das Gebilde „Yutu“ (Jade-Hase) – genau wie den Rover, der ihn entdeckt hat. In der chinesischen Mythologie ist „Yutu“ eine Figur, die gemeinsam mit „Chang‘e“, der Göttin des Mondes, auf dem Erdtrabanten lebt. Aus diesem Grund werden die chinesischen Mondmissionen nach „Chang‘e“ benannt, die Rover nach „Yutu“.

Der mysteriöse Stein auf dem Mond in der Vergrößerung. Das Steuerungsteam des chinesischen Rovers „Yutu-2“ sieht einen Hasen, der eine Karotte vor sich liegen hat und nennt den Stein „Yutu“ (Jade-Hase).

Seit seiner Ankunft auf der Rückseite des Mondes im Januar 2019 hat der Rover „Yutu-2“ etwa einen Kilometer zurückgelegt. Ende Januar soll der Rover den mysteriösen Stein erreichen und ihn und den Krater dahinter genauer untersuchen – unter anderem mit einem Spektrometer, das die Zusammensetzung des Gesteins analysieren kann.

China: Rover „Yutu-2“ entdeckt mysteriösen Stein auf dem Mond

Erstmeldung vom Freitag, 03.12.2021, 16.30 Uhr: Beijing – Im Januar 2019 ist mit dem chinesischen Rover „Yutu-2“ erstmals ein von Menschen gemachtes Gerät auf der erdabgewandten Seite des Mondes gelandet. Seitdem erforscht der Rover die sogenannte „Rückseite des Mondes“ und hat nun ein ganz besonders mysteriöses Objekt im Visier. Auf einer Aufnahme, die der Rover zur Erde geschickt hat, ist am Horizont ein würfelförmiges Gebilde zu sehen. Es ist etwa 80 Meter vom Rover entfernt und wird von den Chinesen „mysteriöses Haus“ genannt, wie der Raumfahrt-Journalist Andrew Jones auf Twitter berichtet.

In den kommenden zwei bis drei Tagen solle der Rover sich dem mysteriösen Objekt nähern, um es anschließend zu untersuchen, schreibt Jones weiter. Auf der Aufnahme, auf der das würfelförmige Objekt zu sehen ist, kann man nicht erkennen, worum es sich handelt, doch es könnte möglicherweise ein größerer Stein sein, der eine auffällige Form hat.

Chinesischer Rover „Yutu-2“ erforscht mysteriöses Objekt auf der Rückseite des Mondes

Der chinesische Mond-Rover ist im Januar 2019 im Krater Von Kármán auf der Rückseite des Mondes gelandet und hat bereits fast 900 Meter zurückgelegt. Mittlerweile hat für den Rover „Yutu-2“ und sein Landegerät „Chang‘e 4“ der 37. Mondtag begonnen. Ein Tag auf dem Mond dauert etwa 29,5 Erdentage, eine Mondnacht ebenfalls. Und es gibt einen weiteren entscheidenden Unterschied zur Erde: Die Temperaturunterschiede zwischen Tag- und Nachtseite sind extrem, da der Mond keine schützende Atmosphäre hat. Scheint die Sonne, kann es bis zu 130 Grad Celsius heiß werden, bei Nacht wird es bis zu -160 Grad Celsius kalt.

Seltsames Objekt auf dem Mond: China schickt Rover „Yutu-2“

Diese extremen Bedingungen überstehen der Rover und sein Lander nun schon seit fast drei Jahren. In dieser Zeit hat „Yutu-2“ auf dem Mond schon allerhand Entdeckungen gemacht. Besonders mysteriös war der Fund einer grünen Substanz auf der Rückseite des Mondes. Mit Interesse wurde auch verfolgt, dass der Lander „Chang‘e 4“ Baumwoll-Samen dabei hatte.

China ist in Sachen Raumfahrt derzeit auf der Überholspur. Im Dezember 2020 landete mit „Chang‘e 5“ bereits die nächste Mission auf dem Mond. Ihr Ziel war es, Gesteinsproben zurück zur Erde zu bringen. Das hat geklappt, die Mondsteine werden derzeit auf der Erde analysiert. Im Februar 2021 brachte China erstmals einen Orbiter in die Umlaufbahn des Mars, um einige Monate später einen Lander und einen Rover auf der Oberfläche des roten Planeten abzusetzen. Parallel dazu baut China derzeit eine Raumstation im Weltall auf und will in Zukunft gemeinsam mit Russland eine Mondstation bauen. (tab)

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