Vermisster Arian: Erneute Suchaktion an Fluss Oste beendet – Ermittler wollen Aktion auswerten
Die aktive Suche nach dem vermissten Arian aus Bremervörde wurde zuletzt wieder aufgenommen. Am Donnerstag (16. Mai) endete sie jedoch erneut erfolglos.
Update vom 17. Mai, 6.06 Uhr: Die erneute Suche in Niedersachsen nach dem vermissten Arian wird am Freitag (17. Mai) eingestellt. Zunächst sollen die Ergebnisse der Aktion ausgewertet werden, sagte ein Polizeisprecher. Den Tag zuvor fuhren Einsatzkräfte auf vier Booten auf einer Länge von 15 Kilometern den Fluss Oste ab.
Mehrere Suchhunde kamen zum Einsatz. Heiner van der Werp, Sprecher der Polizeiinspektion Rotenburg, sagte dem ZDF: „Diese Hunde sind in der Lage, besondere Gerüche auch aus dem Wasser wahrzunehmen. Falls diese Hunde irgendeine Spur aufnehmen oder eine Fährte auf dem Wasser wittern können, dann sind wir in der Lage, Taucher einzusetzen.“
Um die ganze Breite des Flusses abzusuchen, fuhren die Boote in Schlangenlinien. Des Weiteren flog ein Hubschrauber die Gegend ab – jedoch ohne Erfolg. In der Nähe der Oste, einem Nebenfluss der Elbe, hatten Ermittler zuvor Fußspuren gefunden, die der Sechsjährige wahrscheinlich hinterlassen hat.
Update vom 16. Mai, 15.57 Uhr: Die Polizei hofft mit einer neuen Suchaktion auf Erkenntnisse im Vermisstenfall des sechs Jahre alten Arian. Ein Ex-Ermittler zweifelt allerdings am Erfolg. Im Interview mit dem Stern erklärt der ehemalige Ermittler der Bremer Kriminalpolizei Axel Petermann, dass die Wiederaufnahme der Suche und die erneute Befragung des Umfeldes „ein letzter Strohhalm“ sei.
Suche nach Arian gestaltet sich schwierig – „könnte auch im Schilfbereich sein“
Update vom 16. Mai, 13.10 Uhr: Die neue Suchaktion am Fluss Oste gestaltet sich äußert schwierig, wie die Einsatzleiterin vom Suchundezentrum K9 Pro, Alexandra Grunow, gegenüber IPPEN.MEDIA mitteilte. Schuld seien die wechselnden Wasserstände, da es sich bei der Oste um ein Tidegewässer handelt. Bei wechselnden Wasserständen würden sich Gerüche andere verbreiten als bei einer normalen Strömung. Dazu gibt es Schilf am Ufer. Solche Bereiche seien für Hunde schwer zugänglich. „Arian könnte auch im Schilfbereich sein“, sagte die K9-Einsatzleiterin.
Update vom 16. Mai, 6.31 Uhr: Noch immer suchen die Einsatzkräfte nach dem sechsjährigen Arian. Anwohner, die die Beamten bisher nicht antreffen konnten, bekommen jetzt einen Fragebogen zum Ankreuzen in den Briefkasten. Gefragt wird unter anderem nach Überwachungsvideos aus Haus- oder Wildkameras, die zwischen dem 22. und dem 24. April 2024 aufgenommen wurden.
Am Donnerstag plant die Ermittlungsgruppe eine erneute Absuche der Oste, etwa im tidengeprägten Mittellauf zwischen den Ortschaften Kranenburg und Nieder Ochtenhausen. Mit Sonarbooten werden Polizeikräfte den Fluss in beide Richtungen absuchen. Außerdem kommen Taucher und spezielle Spürhunde zum Einsatz.

Update vom 16. Mai, 6.10 Uhr: Wo ist der kleine Arian? Ein Vermisstenexperte zeichnet vier Szenarien auf.
Update vom 15. Mai, 21.47 Uhr: Polizeibeamte waren am Mittwoch (15. Mai) in Gräpel und fünf weiteren Ortschaften der Gemeinden Estorf und Kranenburg unterwegs. Sie gingen von Haus zu Haus und fragten die Bewohner nach möglichen Hinweisen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Flugblätter wurden ebenfalls in der Umgebung verteilt. Die Hoffnung besteht darin, auf bisher unbekannte Hinweise zu stoßen – beispielsweise von Personen, die bis jetzt im Urlaub waren.
Die Ergebnisse der Hausbesuche sollen am Donnerstag ausgewertet werden. Die Polizei hält eine weitere Möglichkeit offen: „Wir halten es immer noch für möglich, dass sich der Junge in einem Versteck auf irgendeinem Grundstück befindet“, erklärte der Polizeisprecher Heiner van der Werp gegenüber dem NDR Niedersachsen. Trotzdem befürchtet die Polizei, dass Arian in den naheliegenden Fluss Oste gefallen ist.
Aus diesem Grund wird am Donnerstag eine erneute Suche im Fluss durchgeführt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den Mittellauf bei Kranenburg gelegt. Dort werden Taucher zum Einsatz kommen. Zusätzlich zur Suche im Wasser plant die Polizei den Einsatz von speziell ausgebildeten Spürhunden und zwei Sonarbooten.
Update vom 15. Mai, 12.41 Uhr: Einsatzkräfte haben die Suche nach dem vermissten Arian aus Bremervörde-Elm in Niedersachsen am Mittwoch (15. Mai) fortgesetzt. Mehrere Polizisten waren in Gräpel, einem Nachbarort von Elm, unterwegs. Ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichtete, dass die Beamten von Haus zu Haus gingen, um Anwohner zu befragen.
Vermisster Arian: Ermittlerteams starten große Suchaktion ab Mittwoch
Erstmeldung vom 14. Mai, 11.16 Uhr: Bremervörde – Die Suche nach dem vermissten Arian geht weiter. Seit mehr als drei Wochen fehlt von dem Jungen aus Bremervörde bereits jede Spur, nun soll eine erneute große Suchaktion den erhofften Durchbruch bringen. Ab Mittwoch (15. Mai) wird die Polizei erneut mit zahlreichen Einsatzkräften nach dem Sechsjährigen suchen. Dabei sollen unter anderem die Anwohnerinnen und Anwohner, aber auch der Fluss Oste in den Fokus rücken.
Ermittlerteams werden mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Anwohnerinnen und Anwohner in den Gemeinden Estorf, Hude, Brobergen und Kranenburg befragen, wie die Polizei am Dienstag (14. Mai) ankündigte. „Ziel dieser Maßnahme ist es, mögliche Hinweise, die bislang noch nicht bei der Polizei eingegangen sind, zu erlangen.“ Die Ermittlerinnen und Ermittler hoffen auf neue Erkenntnisse von Anwohnerinnen und Anwohnern, die zuletzt im Urlaub waren, und auf Videomaterial von Überwachungskameras.
Am Donnerstag (16. Mai) will die Ermittlungsgruppe nach eigenen Angaben erneut den Fluss Oste absuchen, insbesondere zwischen Arians Wohnort Bremervörde und Kranenburg. Dabei sollen Sonarboote unterwegs sein, außerdem auch wieder Tauchteams und spezielle Spürhunde eingesetzt werden.
Einsatzkräfte geben Suche nach vermisstem Arian nicht auf
Mehr als 1200 Einsatzkräfte hatten tagelang nach dem vermissten Arian gesucht. Bereits seit dem 22. April fehlt von dem Sechsjährigen jede Spur. Eine Kamera hat das womöglich letzte Lebenszeichen des vermissten Jungen eingefangen. Darauf zu sehen: der vermisste Arian, kurz nachdem er sein Elternhaus verlassen hat. Die Polizei geht davon aus, dass er sein Zuhause selbstständig verlassen hat. Dass die unermüdliche Suche nach dem Jungen auch an Einsatzkräften nicht spurlos vorbeigeht, hatte ein Helfer erklärt. Er berichtet von einem emotionalen Moment bei der Suche.
Ende April stellte die Polizei die aktive Suche zunächst ein. Eine Gruppe aus fünf Ermittlern und Ermittlerinnen bearbeitet den Fall weiter und geht Hinweisen nach. Erst vor wenigen Tagen wurde ein Webcam-Hinweis überprüft. Auch ein Pianist will den vermissten Arian gesehen haben.