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Bruce Davis gehörte zur Manson-Familie.

Gnade für Killer

Mitglied aus Manson-Familie soll begnadigt werden

Die bestialischen Morde sind 40 Jahre her - doch sie beschäftigen Amerika bis heute: Nun soll ein ehemaliges Mitglied der Manson-Familie um Charles Manson begnadigt werden.

Ein Anhänger des Serienkillers und Sektenführers Charles Manson soll nach 40 Jahren freikommen. Das empfahl eine Bewährungskommission in Kalifornien am Donnerstag, wie amerikanische Medien am Freitag berichteten. Bruce Davis, sitzt wegen Beteiligung an zwei Morden in einem Gefängnis in San Luis Obispo (Kalifornien).

Der 70-Jährige war 1972 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Gruppe „Manson Family“ hatte 1969 insgesamt sieben Menschen ermordet. Spektakulärste Gräueltat war die Hinrichtung der hochschwangeren Schauspielerin und Ehefrau des Regisseurs Roman Polanski, Sharon Tate. An diesen Taten war Davis nicht beteiligt - wohl aber an der Ermordung eines Musiklehrers und eines Stuntman.

Davis hatte seine Beteiligung lange abgestritten. Die Kommission begründete ihre Entscheidung nun mit seiner „positiven Entwicklung“. Es habe keine disziplinarischen Probleme gegeben. Außerdem habe Davis erfolgreich akademische Programme und Selbsthilfe-Kurse durchlaufen.

Der Bewährungsausschuss hat nun 120 Tage Zeit, die Empfehlung zu beurteilen. Anschließend liegt die Entscheidung dann bei Gouverneur Jerry Brown. Auch Manson selbst hatte zuletzt im Frühjahr ein Gnadengesuch gestellt. Es wurde jedoch zurückgewiesen. (dpa)

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