Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Proteste in den USA - Minneapolis
+
244075794.jpg

Ein Jahr nach George Floyd

USA: Auto fährt in Demonstration gegen Polizeigewalt - mindestens ein Todesopfer

  • Christian Stör
    VonChristian Stör
    schließen

In der US-Stadt Minneapolis protestieren die Menschen nach dem Tod eines Schwarzen gegen Polizeigewalt. Dann fährt ein Auto in die Menge.

Minneapolis - Die US-Stadt Minneapolis kommt nicht zur Ruhe. Rund ein Jahr nach dem Tod des Schwarzen George Floyd ist nun eine Frau ums Leben gekommen, als am späten Sonntagabend (13.06.2021) ein SUV im Uptown-Viertel in eine Menschenmenge fuhr, die erneut gegen einen Fall von Polizeigewalt protestierte. Drei weitere Menschen wurden verletzt.

Wie es zu dem Vorfall kurz vor Mitternacht Ortszeit kam, ist bis jetzt nicht geklärt. Inzwischen ist aber die Aussage eines Augenzeugen bekanntgeworden. Demnach soll der Fahrer des SUV beschleunigt haben, als er sich dem Protestmarsch in der Lake Street näherte. Der SUV kollidierte daraufhin mit einem Fahrzeug, das auf einer der Fahrspuren in der Lake Street geparkt war und offenbar zum Schutz der Menge dort stand. Dieses zweite Fahrzeug wurde dann in die Menge geschleudert.

Wie die Polizei von Minneapolis in einer Erklärung mitteilte, wurde der SUV-Fahrer von den Demonstrierenden nach der Kollision aus dem Auto gezogen, anschließend in Polizeigewahrsam genommen und in ein Bezirkskrankenhaus gebracht, wo er derzeit wegen seiner Verletzungen behandelt wird. Das Motiv des Mannes war zunächst nicht bekannt. Die Polizei gab allerdings bekannt, dass nach ersten Erkenntnissen auch der Konsum von Drogen oder Alkohol durch den Fahrer zu dem Unfall beigetragen haben könnten.

Minneapolis: Proteste nach Tod eines Schwarzen

Grund für die Demonstration in Minneapolis im Viertel Uptown war der Tod des Schwarzen Winston Boogie Smith Jr. Er war am 3. Juni 2021 von US-Marshalls im obersten Stockwerk des Parkhauses von Seven Points, dem ehemaligen Einkaufszentrum, erschossen worden. Die Behörden behaupteten im Nachgang, er habe eine Waffe aus seinem Fahrzeug abgefeuert, als die Task Force ihn zu verhaften versucht hatte. Die Frau, die sich zu dieser Zeit in Smiths Fahrzeug befand, sagte dagegen aus, sie habe Smith nie mit einer Waffe gesehen, wie ihre Anwälte zuletzt mitteilten. Videoaufnahmen stehen nach Angaben der Polizei nicht zur Verfügung.

Alle wichtigen US-News direkt in Ihr Mail-Postfach

Mit dem USA-Newsletter der FR verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten mehr und sind immer top informiert

Der Tod des Vaters von drei Kindern hatte schon in den vergangenen Tagen und Nächten für Proteste in den USA gesorgt. Er kam fast genau ein Jahr nachdem George Floyd bei einem Polizeieinsatz getötet worden war. Der ehemalige Polizisten Derek Chauvin ist deswegen inzwischen in allen Anklagepunkten für schuldig befunden. Die Geschworenen verurteilten Chauvin wegen Mordes zweiten Grades, Mordes dritten Grades und Totschlags zweiten Grades. (cs)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare