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Millionen in die Südsee

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Von: Stefan Brändle

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Frau in Tahiti knackt französischen Jackpot

Schnee hat sie noch nie gesehen. Die junge Frau, die Frankreichs Euromillionen-Jackpot geknackt hat, wohnt in der Südsee, 15 000 Kilometer von Europa entfernt. An der Lotterie teilnehmen konnte sie, da sie in Tahiti wohnt, in Französisch-Polynesien. Dort hat sie im Oktober den höchsten Glücksspielbetrag Frankreichs gewonnen: 220 Millionen Euro. Gespielt hatte die Französin, die anonym bleiben möchte, zum ersten Mal. Die Zahlen hatte sie einem Zufallsgenerator entnommen.

Die junge Frau aus dem Inselparadies wird in Frankreich etliche Steuern abführen müssen. Mit dem Rest könne sie sich, wie Pariser Medien vorrechnen, etwa zwei Airbusflieger oder 275 Tonnen Périgordtrüffel kaufen. Aber die Gewinnerin hat andere Pläne: Sie will ein Unternehmen gründen und Hilfsprojekte für Kinder unterstützen. Zudem möchte sie auf jedem Kontinent eine kleine Absteige erwerben, um mit ihrer Familie durch die Welt zu reisen. Laut der Lottobetreiberin Française des Jeux habe sie Lust, in eine Gegend mit Schnee zu reisen – denn diesen hat sie eben noch nie gesehen. „Ich werde ein einfacher Mensch bleiben“, beteuerte die Gewinnerin, „und weiterhin barfuß gehen.“ Außer wenn sie vielleicht die Alpen bereist, um endlich einmal einen Schneeball zu werfen.

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