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Kriminalität

Bandenkrieg in Mexiko: Menschen in Angst nach Strand-Schießerei

Ein Bandenkrieg unter Drogendealern versetzt eine Urlaubsregion in Mexiko in Angst und Schrecken.

Cancún – An einem Strand bei Cancún hat eine Schießerei zwischen rivalisierenden Banden Touristen in der beliebten mexikanischen Urlaubsregion in Angst und Schrecken versetzt. Bei der bewaffneten Auseinandersetzung seien zwei mutmaßliche Drogendealer getötet worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag (Ortszeit) mit. Während des Schusswechsels brach teilweise Panik unter den meist ausländischen Badegästen aus.

„Es gab eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern von rivalisierenden Gruppen von Drogenhändlern an einem Strand in Bahía Petempich, Puerto Morelos“, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaats Quintana Roo auf Twitter mit. Zwei Beteiligte seien getötet worden. Allerdings sei kein Tourist ernsthaft verletzt oder entführt worden, betonte die Staatsanwaltschaft weiter.

Schießerei am Touristenstrand in Mexiko: Die Polizei will Schaulustige abschirmen.

Bandenkrieg in Mexiko: Badegäste gingen bei Schießerei in Deckung

Badegäste seien in Deckung gegangen, als die Schüsse fielen, berichteten Tourist:innen, die sich in der Nähe des Strandes aufhielten. „Die Gäste erzählten mir, dass sie am Strand Volleyball spielten, als sich der Bewaffnete näherte und Schüsse abgab“, schrieb der US-Bürger Mike Sington auf Twitter. „Alle rannten vom Strand und den Pools weg. Das Personal hat uns in versteckte Räume hinter den Küchen gedrängt.“

„Die Leute umarmen sich und weinen“, berichtete Sington, der eigenen Angaben zufolge Gast im Hyatt Ziva Riviera Cancún Resort ist. Auf Videos in den Online-Netzwerken waren zudem dutzende Touristen zu sehen - einige von ihnen nur in Badebekleidung -, die zusammen mit dem Personal in einer Hotellobby Schutz suchten.

Zwei Touristinnen in Mexiko im Oktober getötet

Die Schießerei dürfte ein erneuter Schlag für den Tourismus an der für ihre weißen Strände und ihr türkisblaues Wasser berühmten Karibikküste Mexikos sein. Die Corona-Krise hat die Zahl der Urlauber ohnehin einbrechen lassen, zudem waren erst im Oktober eine deutsche und eine indische Touristin bei einer Schießerei zwischen mutmaßlichen Drogenkriminellen im gut hundert Kilometer südlich von Cancún gelegenen Tulum getötet worden. Dabei wurden auch zwei Männer aus Deutschland und ein Niederländer verletzt.

Seit die Regierung in Mexiko-Stadt im Dezember 2006 eine umstrittenen militärischen Anti-Drogen-Einsatz gestartet hatte, wurden in dem Land mehr als 300.000 gewaltsame Todesfälle verzeichnet. Allein im vergangenen Jahr registrierten die Behörden mehr als 36.000 Morde. (ktho/AFP)

Rubriklistenbild: © Karim Torres/dpa

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