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Deutsche Bahn

Messerattacke in ICE: Polizei gibt Pressekonferenz - Tatverdächtiger im Bezirksklinikum untergebracht

Nach der Messerattacke in einem ICE sind die Hintergründe weiter unklar. Die Polizei will sich am Sonntag äußern.

+++ 13.49 Uhr: Nach der Messerattacke im ICE 928 in Bayern geht die Polizei nicht von einem terroristischen Hintergrund aus, betonte die zuständige Kriminaldirektorin Sabine Nagel am Sonntag in Neumarkt in der Oberpfalz. Nach ersten Erkenntnissen seien bisher keine Hinweise auf mögliche Mittäter aufgetaucht. Familienangehörige des 27-Jährigen, die in Nordrhein-Westfalen leben, seien von der Polizei vernommen worden - Hinweise auf eine Mitwisserschaft der Eltern und Geschwister gebe es nicht.

+++ 13.39 Uhr: Bei der Messerattacke in einem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg sind nach Angaben des stellvertretenden Polizeipräsidenten im Präsidium Oberpfalz, Thomas Schöniger, vier Männer verletzt worden. Der Tatverdächtige habe zunächst kurz nach Regensburg im Wagen 4 unvermittelt einen 26-jährigen Mann angegriffen und schwer am Kopf verletzt, sagte der Polizeivizepräsident am Sonntag auf einer Pressekonferenz in Neumarkt in der Oberpfalz.

Danach habe der Tatverdächtige einem 60-jährigen Fahrgast Schnittwunden an Kopf und Rumpf und einem weiteren 60-Jährigen ebenfalls Verletzungen zugefügt. Danach sei er in einen benachbarten Wagen gegangen, wo er einem 39-Jährigen in den Körper gestochen habe . Nach dem Halt des Zugs in Seubersdorf seien Streifenbeamte in den Zug gekommen und hätten den mutmaßlichen Tatverdächtigen unter Vorhalt von Schusswaffen auf den Boden dirigiert. Er habe sich dann widerstandslos festnehmen lassen. In seiner Hose habe er ein blutverschmiertes Klappmesser gehabt. Die beiden jüngeren Opfer seien am Sonntagmittag noch im Krankenhaus gewesen, sagte Schöniger.

Pressekonferenz zur ICE-Attacke bei Regensburg: Unterbringung im Bezirksklinikum

+++ 13.25 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat gegen den Tatverdächtigen in der ICE-Attacke am gestrigen Samstag Unterbringungsbefehl erlassen, dem von dem zuständigen Haftrichter am Sonntagmittag stattgegeben wurde. Ein psychiatrischer Sachverständiger kam zum Ergebnis, dass der 27-jährige Syrer, der seit 2014 in Deutschland lebt, an einer paranoiden Schizophrenie leidet, bestätigte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft. Der Tatverdächtige sei dadurch zum Tatzeitpunkt nicht schuldfähig gewesen und wird bis zur Verhandlung im Bezirksklinikum Regensburg untergebracht. Eine Mittäterschaft oder Mitwisserschaft gebe es nicht, ebenso keine Hinweise auf eine Planung oder Vorbereitung der Tat oder islamistische Hintergründe, sagte die zuständige Kriminalkommissarin.

+++ 13.10 Uhr: Bei einer Pressekonferenz am Sonntagnachmittag äußern sich Polizei und Staatsanwaltschaft in Neumarkt in der Oberpfalz zum Messerangriff in einem ICE von Passau nach Hamburg. Norbert Zink, Leiter des Polizeipräsidiums Oberpfalz, betonte, dass der Angreifer schnell von den zuständigen Einsatzkräften festgenommen werden und weitere Gefahr gebannt werden konnte. Zum Motiv der Tat könne man zum aktuellen Zeitpunkt keine Aussagen machen, man gehe aber von einer psychischen Krankheit des mutmaßlichen Täters aus.

Der Polizeipräsident lobte die Zivilcourage von Ersthelfer:innen und Mitreisenden, die durch ihr Eingreifen dafür sorgen konnten, dass nicht noch Schlimmeres geschah. Zink hoffe, dass alle Verletzten schnell genesen und auch Zeug:innen, Einsatzkräfte und Angehörige sich schnell vom Vorfall erholen.

Hintergründe zur ICE-Attacke bei Regensburg: Angreifer litt womöglich an Wahnvorstellungen

+++ 12.40 Uhr:  Nach vorläufigen Informationen aus Sicherheitskreisen soll dem Messerangriff in einem ICE am Samstag kein Streit vorausgegangen sein, berichtet die Deutsche Presseagentur. Ersten Berichten zufolge soll der 27-jährige Angreifer aus Passau, der 2014 aus Syrien nach Deutschland kam und kürzlich seinen Arbeitsplatz verloren hat, womöglich unter psychischen Problemen und Wahnvorstellungen gelitten haben. Zum möglichen Motiv äußerte sich die Polizei vor der für Sonntagnachmittag geplanten Pressekonferenz nicht.

In dem ICE 928 Passau-Hamburg waren am Samstagvormittag drei Männer im Alter von 26, 39 und 60 Jahren schwer verwundet worden, sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Eines der Opfer konnte die Klinik nach Polizeiangaben am Samstagabend wieder verlassen. Als Tatwaffe soll ein zusammenklappbares Messer mit einer Klingenlänge von acht Zentimetern sichergestellt worden sein. Über einen möglichen extremistischen Hintergrund der Messerattacke ist bislang nichts bekannt.

Live: Messerattacke im ICE - Polizei gibt Pressekonferenz

+++ 09.42 Uhr: Die Pressekonferenz zur Messerattacke im ICE von Passau nach Hamburg ist auf 13 Uhr terminiert. Laut Informationen der „Bild“-Zeitung gehen die Ermittler aber mittlerweile von einer psychischen Störung des mutmaßlichen Täters aus. Ein terroristischer Hintergrund gilt demnach als eher unwahrscheinlich.

++ Update vom 07.11.2021, 05.59 Uhr: Die Hintergründe der Messerattacke im ICE von Passau nach Hamburg sind weiterhin völlig unklar. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen die Öffentlichkeit nun in einer Pressekonferenz am heutigen Sonntag (07.11.) über den Stand der Ermittlungen informieren. Die Pressekonferenz soll am Vormittag in Neumarkt in der Oberpfalz stattfinden.

Polizeipräsident Norbert Zink, zwei weitere Polizeibeamte und der Leitende Oberstaatsanwalt Gerhard Neuhof werden am Sonntag um 13.00 Uhr Frage und Antwort stehen. Die Pressekonferenz soll auf der Facebook-Seite der Polizei Oberpfalz live übertragen werden. „Hierbei werden die näheren Umstände der Geschehnisse dargelegt“, kündigte die Polizei an.

Messerattacke im ICE - Zeugen schildern Tat im Zug

+++ 18.52 Uhr: Gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) sagte ein 21-jähriger Anwohner der Gemeinde Seubersdorf, an deren Bahnhof der Zug zum Halten kam: „Als ich den gesehen habe, habe ich eigentlich schon gewusst, dass etwas passiert ist“, da normalerweise keine Schnellzüge in Seubersorf halten. Der Zug war hierher ausgewichen, nachdem Minuten zuvor darin drei Menschen bei einer Messerattacke schwer verletzt worden waren. 

Bahnreisende werden zu einem Reisebus gebracht. Bei einer Messerattacke im ICE Passau-Hamburg sind am Samstag drei Menschen schwer verletzt worden.

Über ein Motiv des 27-jährigen mutmaßlichen Täters ist noch nichts bekannt. Der Mann wurde festgenommen, viele Details waren aber noch unbekannt. Ein Polizeisprecher sagte: „Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch vollkommen unklar.“ Er erklärte darüber hinaus, dass es sich offenbar um einen Einzeltäter handle. Nun ermittle die Kripo Regensburg in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, sagte Polizeisprecher Florian Beck. Zeugen würden vernommen.

Bei den Opfern soll es sich um drei Männer im Alter von 26, 39 und 60 Jahren handeln, wie es seitens der dpa unter Berufung auf „Sicherheitskreise“ hieß. Ein 77-jähriger Fahrgast berichtet, dass plötzlich die Tür des Abteils aufgerissen worden sei, daraufhin habe es eine „fast panikartige Flucht in den hinteren Bereich des Zuges gegeben“. Der Mann, der in einem anderen Waggon saß, berichtete auch, dass „Ein Messerstecher! Rennt nach hinten zum Zugende!“, gerufen worden sei. Er selbst habe abgewartet, es sei „Gott sei Dank aber nichts passiert“. Angst habe er nicht gehabt, gab er an.

Messerattacke in ICE: Mehrere Verletzte – „Mutmaßlicher Täter festgenommen“

+++ 13.35 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) äußerte sich bestürzt über den Messerangriff in einem ICE, bei dem mehrere Menschen verletzt worden sind. „Die grausame Messerattacke im ICE ist furchtbar“, erklärte Seehofer. „Ich hoffe, dass die Verletzten und diejenigen, die das Geschehen miterleben mussten, schnell und vollständig gesund werden.“ Seehofer dankte insbesondere der Polizei und dem Zugpersonal „für ihren mutigen Einsatz, durch den noch Schlimmeres verhindert werden konnte“.

Unterdessen hat das Bayerische Rote Kreuz nach eigenen Angaben „drei Schwerverletzte vor Ort versorgt und in Kliniken transportiert“. Etwa 200 bis 300 aus dem Zug evakuierte Fahrgäste würden zurzeit in einem Saal in der Nähe des Bahnhofs Seubersdorf im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz betreut, sagte ein Sprecher. 110 Einsatzkräfte des Roten Kreuzes seien vor Ort, auch Kriseninterventionsteams zur Betreuung geschockter Menschen. Zur Identität der Verletzten äußerte sich der Rotkreuz-Sprecher nicht und verwies darauf, dass die polizeiliche Lage noch nicht abgeschlossen sei. Die Vernehmung von Zeugen dauere noch an.

Messerattacke in ICE zwischen Regensburg und Nürnberg: „Mutmaßlicher Täter festgenommen“

+++ 12.20 Uhr: Nach der Messerattacke in einem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg hält sich die Polizei mit genaueren Angaben zum Täter und zu den Verletzten noch zurück. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz sagte: „Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Es gibt keine Erkenntnisse, dass weitere Täter vorhanden sind.“ Mehrere Menschen seien verletzt. Über die genaue Zahl und die Schwere der Verletzungen könne er noch nichts sagen.

Aus Sicherheitskreisen hieß es, der Angreifer habe mit dem Messer drei Menschen verletzt. Zwei von ihnen erlitten demnach schwere Verletzungen. Sprecher von Landes- und Bundespolizei wollten auf dpa-Anfrage keine näheren Angaben zum Festgenommenen machen.

Messerattacke in ICE zwischen Regensburg und Nürnberg: Mehrere Verletzte - Eine Festnahme

Erstmeldung: Seubersdorf - In einem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg hat es am Samstag eine Messerattacke gegeben. Mehrere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Zug stehe derzeit in Seubersdorf im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Von den Verletzten sei nach aktuellen Erkenntnissen niemand in Lebensgefahr. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Laut Polizeipräsidium Oberpfalz wurde der Polizei gegen 9.00 Uhr mitgeteilt, „dass es in einem ICE zu Angriffen auf Fahrgäste kommen soll. Die Polizei konnte kurz darauf eine männliche Person festnehmen. Mehrere Personen wurden nach ersten Erkenntnissen verletzt.“ Es bestehe aktuell keine Gefahr mehr. „Derzeit liegen noch keine näheren Erkenntnisse zu den beteiligten Personen vor.“ Die Polizei sei mit einem Großaufgebot vor Ort.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte, die Bahnstrecke Regenburg-Nürnberg sei seit etwa 9.00 Uhr gesperrt. „Im Moment werden die Züge an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten.“ Zu den Hintergründen des Vorfalls gab es zunächst keine Angaben. Die Polizeisprecherin betonte, die Ermittlungen liefen noch. (red/dpa/afp)

Rubriklistenbild: © vifogra/dpa

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