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Messerattacke in Brokstedt: Opfer waren erst 17 und 19 Jahre alt

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Von: Sebastian Peters, Felix Busjaeger

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In einem Zug von Kiel nach Hamburg hat ein 33-Jähriger mehrere Fahrgäste mit einer Stichwaffe angegriffen. Zwei Menschen starben – weitere wurden verletzt.

Update um 14:50 Uhr: Am Nachmittag haben sich Staatsanwaltschaft, Schleswig-Holsteins Innenministerin und die Polizei zu dem Messerangriff in Borkstedt geäußert. Demnach gibt es weiterhin keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund der Tat. Während der Pressekonferenz gaben die Verantwortlichen bekannt, dass der Tatverdächtige nach der Attacke ruhig wirkte. War der Täter nach dem Angriff geistig verwirrt? „Er hat einen ruhigen Eindruck gemacht“, heißt es. Zudem sei für die erste Vernehmung ein Dolmetscher notwendig gewesen. In dem Regionalzug gab es nach Polizeiangaben keine Videoüberwachung. Inzwischen ist auch klar: Es gab neben dem Tatverdächtigen fünf Verletzte. Zunächst war von sieben Verletzten die Rede gewesen. 

Messerangriff in Borkstedt: Staatsanwaltschaft und Polizei geben Details bekannt

Bei dem 33-jährigen Tatverdächtigen soll es sich um einen staatenlosen Palästinenser handeln: Menschen, die außer der palästinensischen Staatsangehörigkeit keine weitere besitzen, werden von Deutschland als staatenlos betrachtet. Denn wie die Mehrheit der EU-Staaten erkennt auch die Bundesrepublik die palästinensischen Gebiete nicht als eigenständigen Staat an. Das heißt aber nicht, dass grundsätzlich alle Palästinenser staatenlos sind, sie können zum Beispiel einen jordanischen oder israelischen Pass besitzen.

Schleswig-Holsteins Innenministerin Sütterlin-Waack erklärte, dass es derzeit einen intensiven Austausch mit den Behörden in Hamburg gibt. Inzwischen ist bekannt, dass der 33-Jährige in einer Flüchtlingsunterkunft in Kiel in der Kronenstraße gewohnt hat. Dort hatte er Hausverbot bekommen. In Hamburg und Nordrhein-Westfalen sei er seit seiner Einreise nach Deutschland 2014 mehrfach straffällig geworden, hieß es während der Pressekonferenz.

Zwei Tote nach Messerangriff in Borkstedt: Tatverdächtiger soll Haftrichter vorgeführt werden

Update um 11:45 Uhr: Der mutmaßliche Täter wird noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt. Wie die Polizei mitteilt, sind die Hintergründe der Tat weiter unklar. Der Focus schreibt, dass sich der Tatverdächtige wegen einer Körperverletzung bis vor kurzem in einer Hamburger Justizvollzugsanstalt befand.

Update um 10:10 Uhr: Nun sind erste Details zu den Todesopfern der Messerattacke in dem Regionalzug von Kiel nach Hamburg bekannt gegeben worden. Den Informationen nach starben eine 17-Jährige und ein 19-Jähriger. Das sagte Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) am Donnerstag in Kiel. Eine Sprecherin der Polizei sagte am Donnerstagmorgen, dass weitere Informationen im Laufe des Tages folgen sollen. Zunächst hieß es, dass das Mädchen 16 Jahre alt gewesen sei.

Details zum Messerangriff in Brokstedt: Todesopfer sind 17 und 19 Jahre alt

Update vom 26. Januar um 09:43 Uhr: Nach der Messerattacke in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg herrscht am Morgen des 26. Januar Trauer und Entsetzen. Wie es seitens der Deutschen Presse-Agentur heißt, werden Polizei und Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen zu der Attacke am Donnerstag fortsetzen. Ein 33 Jahre alter staatenloser Palästinenser soll während der Fahrt auf mehrere Fahrgäste eingestochen haben. AfD-Politiker haben inzwischen erklärt, dass „wahnsinnige Migrationspolitik“ Schuld an dem Vorfall sei.

Zwei Beamte der Kriminalpolizei auf dem Bahnsteig in Brokstedt. Am Mittwoch soll ein 33-Jähriger mehrere Menschen mit einer Stichwaffe angegriffen haben.
Zwei Beamte der Kriminalpolizei auf dem Bahnsteig in Brokstedt. Am Mittwoch soll ein 33-Jähriger mehrere Menschen mit einer Stichwaffe angegriffen haben. © Sebastian Peters

Am Donnerstag (14.00 Uhr) wollen sich Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) und der Leiter der Polizeidirektion Itzehoe, Frank Matthiesen, bei einer Pressekonferenz in Kiel zum Stand der Ermittlungen äußern. Der Verkehrsminister des Bundeslandes, Claus Ruhe Madsen (parteilos) erklärte noch am Abend, dass es bis dato noch nie ein vergleichbar schweres Gewaltverbrechen in einem Zug in Schleswig-Holstein gegeben hat. Nach der Tat am Dienstag blieben noch viele Fragen offen. Es gab erste Hinweise, dass der mutmaßliche Angreifer geistig verwirrt sein könnte, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfuhr. Der Mann soll zudem mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten sein. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend.

Messerangriff in Zug bei Brokstedt: Pressekonferenz am Donnerstag mit weiteren Informationen

Update um 22:00 Uhr: Fast sechs Stunden nach der Messerattacke mit zwei Toten und sieben Verletzten in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg ist der normale Verkehr auf der Strecke am Abend langsam wieder angelaufen. Die Polizei habe den Bahnhof in Brokstedt kurz nach 20.30 Uhr wieder freigegeben, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn.

Zwei Tote und mehrere Verletzte bei Messerangriff in Regionalzug auf dem Weg nach Hamburg

Update um 17:10 Uhr: Auf der Fahrt von Kiel nach Hamburg kam es in einem RE zu einem Messerangriff, bei dem zwei Fahrgäste tödlich verletzt wurden. Weiterhin ist die Informationslage unklar, allerdings verdichten sich erste Indizien zur Frage, wer der mutmaßliche Täter sein könnte. Demnach soll ein etwa 20- bis 30-jähriger Mann mit einer Stichwaffe auf andere Personen eingestochen haben. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei einem Reporter von 24hamburg. Aktuell soll es zwei Tote, drei Schwerverletzte und vier Leichtverletzte geben. Der Mann sei laut Polizei festgenommen worden. Keine Angaben gibt es bisher zu Motiv oder Identität.

Zum Tathergang teilte die Polizei mit, dass gegen 14:45 Uhr die ersten Notrufe bei den Einsatzkräften eingingen. Demnach soll der Mann auf Fahrgäste eingestochen haben. In Brokstedt hielt der Zug und zahlreiche Menschen stürmten ins Freie. Auf dem Bahnsteig wurde der mutmaßliche Täter von Ersthelfern und Einsatzkräften überwältigt. Dabei wurde er ebenfalls verletzt. Derzeit ist die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort im Einsatz und hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Deutsche Bahn teilte am Abend mit: „Den Angehörigen der Opfer gehört unser tiefes Mitgefühl. Den Verletzten wünschen wir eine baldige und vollständige Genesung.“

Messerangriff in Zug in Brokstedt – was über die Tat bekannt ist

Erstmeldungen vom 25. Januar um 16:10 Uhr: Brokstedt – Bei einem Messer-Angriff in einem Regionalzug auf dem Weg von Kiel nach Hamburg sind mehrere Menschen verletzt worden. Es gab zwei Tote. Das sagte laut Deutscher Presse-Agentur Innenministerin von Schleswig-Holstein, Sabine Sütterlin-Waack. Es habe eine Festnahme gegeben, sagte die CDU-Politikerin. „Es ist ganz furchtbar. Wir sind alle völlig erschrocken und entsetzt, dass sowas passiert ist“, sagte sie dem NDR. Wie aus ersten Informationen hervorgeht, soll ein Mann kurz vor 15:00 Uhr vor der Ankunft im Bahnhof Brokstedt mit einem Messer auf Reisende losgegangen sein.

Ein Polizist steht vor einem Regionalzug im Brokstedt. Am Mittwoch, dem 25. Januar, kam es zu einem Messerangriff
Ein Polizist steht vor einem Regionalzug im Brokstedt. Am Mittwoch, dem 25. Januar, kam es zu einem Messerangriff. © Sebastian Peters

Messer-Angriff in Regionalzug bei Brokstedt – Polizeieinsatz hält an

Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar. Derzeit wird berichtet, dass Polizisten den mutmaßlichen Täter festgenommen haben. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit ist der Bahnhof wegen der Polizeiarbeit gesperrt. Seit 14:57 Uhr steht der Zugverkehr still. Mehrere Rettungswagen sind vor Ort, auch ein Rettungshubschrauber ist in der Nähe gelandet.

Messerattacke in Brokstedt: Was über die Tat bekannt ist

Wie die Kieler Nachrichten schreiben, soll es sich bei dem Zug um den RE 7 auf dem Weg nach Hamburg handeln. Demnach sei der Mann während der Fahrt auf die Fahrgäste losgegangen. In der Folge sei eine Panik ausgesprochen.

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