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Indonesische Soldaten verteilen Hilfsgüter.

Sulawesi

Mehr als 1400 Tote in Indonesien

Die Zahl der Todesopfer auf der indonesischen Insel Sulawesi ist auf über 1400 angestiegen. Die ersten Hilfsgüter aus dem Ausland sind auf der Insel angekommen.

Nach den Erdbeben und dem Tsunami in Indonesien sind die ersten Hilfsgüter aus dem Ausland in der Stadt Palu angekommen. Vielen Menschen auf der Insel Sulawesi fehlte es weiterhin am Nötigsten, doch manche Bewohner bemühten sich um ein Stück Normalität. Das ganze Ausmaß der Katastrophe mit mehr als 1400 Toten war auch am Donnerstag, nach sechs Tagen, noch nicht abzusehen.

Er habe Reis, Öl, Zucker und Eier aus der Stadt Makassar bestellt und wolle sein Geschäft wieder öffnen, sagte Mastur, der Inhaber eines Ladens im Markt des Ortes Kabenga Besar. Mehrfach waren Geschäfte auf Sulawesi geplündert worden.

Der Sprecher des nationalen Katastrophenschutzes, Sutopo Nugroho, hatte die Zahl der Toten am Mittwoch auf mindestens 1407 beziffert. Mehr als 2500 Menschen waren schwer verletzt und mindestens 113 wurden offiziell vermisst. Die tatsächliche Zahl der Todesopfer liegt wohl noch deutlich höher. Längst waren nicht alle aus Schlamm und Trümmern geborgen.

Dem Katastrophenschutz zufolge verloren mehr als 70 000 Menschen entlang von Sulawesis Westküste ihre Unterkunft. Die Vereinten Nationen schätzten, dass fast 200 000 Leute auf Hilfe angewiesen waren. Aus aller Welt gab es Zusagen. Die EU-Kommission aktivierte den europäischen Katastrophenschutz, um die Hilfe zu koordinieren. Die Bundesregierung gibt 1,5 Millionen Euro.

Indonesien hat zahlreiche aktive Vulkane

Besonders schlimm betroffen war die 350 000-Einwohner-Stadt Palu, wo der Tsunami am Freitagabend in drei Wellen mit bis zu sechs Metern Höhe auf die Küste getroffen war. In zwei Stadtteilen verwandelte sich der Boden bei der Katastrophe in einen weichen Brei - ein Phänomen, das als Bodenverflüssigung bekannt ist.

Immer noch gibt es kleinere Nachbeben. Zudem brach im Nordosten der geplagten Insel noch ein Vulkan aus. Der knapp 1800 Meter hohe Soputan schleuderte Asche bis zu vier Kilometer in die Höhe. Offenbar ging es jedoch glimpflich ab. Der Inselstaat Indonesien hat so viele aktive Vulkane wie kein anderes Land der Welt. (dpa)

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