Skandalkünstler und Exzentriker Jonathan Meese am 04.06.2012 während einer Veranstaltung in Kassel.
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Skandalkünstler und Exzentriker Jonathan Meese am 04.06.2012 während einer Veranstaltung in Kassel.

Wagner-Festspiele

Meese beschimpft Bayreuth

Der Streit zwischen Skandalkünstler Jonathan Meese und der Leitung der Bayreuther Festspiele geht in die nächste Runde. Nachdem die Leitung der Festspiele Meese vor einer Woche vor die Tür gesetzt hatte, konterte dieser nun mit einem am Freitag veröffentlichten "Manifest".

Der Skandalkünstler Jonathan Meese (44) wettert gegen die Bayreuther Festspiele. Vor einer Diskussionsveranstaltung des Literaturfestes München mit dem Titel „Diktatur der Kunst“ veröffentlichte er am Freitag ein „Manifest“, das in Teilen auch eine Abrechnung mit dem Grünen Hügel ist. „Richard Wagner würde sich bei der „Kunsthasskampagne gegen Meese“ im Grabe umdrehen“, schreibt er darin. „Richard Wagner würde alle durchdemokratisierten Wagnerverbände als mickrige „Kunstlosigkeiten“ verbieten.“

Die Bayreuther Festspiele hatten Meese, der eigentlich 2016 den „Parsifal“ auf dem Grünen Hügel inszenieren sollte, vor einer Woche vor die Tür gesetzt. Sein Konzept sei zu teuer, so die Begründung. Wie am Freitag bekannt wurde, soll der Intendant des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden, Uwe Eric Laufenberg, Meese ersetzten.

„Meese wird als echter Parsifal in die Realität ausgesandt“, schrieb der Performance-Künstler jetzt. Und: „Richard Wagner liebt Meese.“ Wagner dürfe niemals weichgespült werden, forderte Meese und bezeichnete sich als „Richard Wagners’s Bluthundbaby“. (dpa)

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