Aktivisten protestieren vor einer McDonald‘s Filiale in Los Angeles.
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Aktivisten protestieren vor einer McDonald's Filiale in Los Angeles.

USA

Rassismus? Schwarze Franchise-Nehmer verklagen McDonald’s wegen Diskriminierung

  • Moritz Serif
    vonMoritz Serif
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In den USA gehen ehemalige Franchise-Nehmer gegen McDonald’s vor. Ihr Vorwurf: systematische Diskriminierung. Was sagt der Fastfood-Konzern dazu?

  • Seit 1998 nimmt die Zahl von schwarzen Franchise-Nehmern bei McDonald’s stetig ab.
  • Ist Rassismus der Grund dafür?
  • Das Unternehmen aus den USA widerspricht.

USA - Es sind schwere Anschuldigungen, auf denen eine Klage von 52 ehemaligen schwarzen Franchise-Nehmern beruht. Sie werfen McDonald’s Diskriminierung und Rassismus vor. Darüber hatte unter anderem „CNN“ berichtet. Laut den Klägern bekommen Weiße demnach eine bessere finanzielle Unterstützung. Außerdem sollen sich die Geschäfte von weißen Franchise-Nehmern an besser gelegenen Standorten befinden.

Das Unternehmen habe sie „systematisch dazu verleitet“, Geschäfte zu übernehmen, die weniger Umsatz als andere generieren. McDonald’s soll sie auch über die „Profitabilität getäuscht“ haben. So seien bei diesen Stores beispielsweise mehr Security-Mitarbeiter nötig gewesen. Auch die Versicherungskosten sollen höher gewesen sein.

Schwarze Kläger: McDonald’s bevorzugt weiße Franchise-Nehmer systematisch

CNN“ berichtet außerdem darüber, dass schwarze Franchise-Nehmer ein schmaleres Zeitfenster als Weiße haben, um Reparaturen an den Geschäften vorzunehmen. Weiße hätten außerdem mehr Subventionen in Form von Mieterleichterungen bei Restaurierungen eingestrichen als sie selbst.

CEO Chris Kempczinski nahm zu der Klage bereits Stellung. „Wir weisen die Anschuldigungen entschieden zurück“, sagte der Geschäftsführer. Allerdings strebe man an, ein „besserer und verlässlicher Partner und Sponsor zu sein“. Auch McDonald’s selbst meldete sich zu Wort.

McDonald's weist Vorwurf des Rassismus und Diskriminierung zurück

„Wir sind uns sicher, dass die Tatsachen zeigen werden, wie sehr wir bei McDonald’s der Diversität und der Gleichbehandlung verpflichtet sind“. Die Anschuldigungen widersprechen, wofür das Unternehmen „als Organisation und als Partner für Gemeinden und Kleinunternehmer weltweit“ stehe, hieß es. Wie auch immer: McDonald’s kommt aus den negativen Schlagzeilen aktuell nicht heraus. (Von Moritz Serif)

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