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Karl Lauterbach
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Corona-Lockerungen im August, nach britischem Vorbild, seien „unrealistisch“, betonte Karl Lauterbach bei Maybrit Illner. (Archivfoto)

Bei Maybrit Illner im ZDF

„Niemals“: Lauterbach erteilt Lockerungswünschen für August eine Abfuhr

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Bei Maybrit Illner (ZDF) hält Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach Lockerungen im August, wie sie Heiko Maas formulierte, für „unrealistisch“.

Berlin – Boris Johnson versprach in Großbritannien unlängst eine vollständige Rückkehr zur Normalität: Ab dem 19. Juli sollen dort alle Corona-Maßnahmen, wie Maskenpflicht oder Abstandsregel, entfallen – und das, obwohl die Zahl der Neuinfektionen aktuell stark ansteigt. Dieses Szenario hält Karl Lauterbach in Deutschland für „unrealistisch“, trotz deutlich niedriger Fallzahlen. Angesprochen auf den Vorstoß von Heiko Maas, der kürzlich betonte, dass es ab August keine Grundlage mehr für Einschränkungen gebe, sagte der Gesundheitspolitiker bei Maybrit Illner im ZDF: „Bei dem Impftempo, das wir derzeit haben, sind wir niemals in der Lage schon Mitte August auf eine Herdenimmunität zu kommen, die eine Öffnung wie bei Boris Johnson in England ermöglicht.“

Der Gesundheitsexperte übte zudem Kritik an den Corona-Lockerungen, die ab Freitag (09.07.2021) in Nordrhein-Westfalen gelten. Diesbezüglich sprach er von einem „falschen Signal“. In NRW entfallen viele Einschränkungen, im Falle dauerhaft niedriger Inzidenzen. Karl Josef Lauhmann, Gesundheitsminister des Bundeslandes, entgegnete im ZDF-Talk: „Es gibt kein Bundesland, das so schnell testet, wie Nordrhein-Westfalen.“ Der neuen Schutzverordnung zufolge sind beispielsweise Volksfeste oder Öffnungen von Diskotheken unter Bedingung, dass alle Anwesenden negativ getestet wurden, möglich.

Corona-Impfungen in Jobcentern, Kirchen und auf Parkplätzen sowie Festivals

Angesprochen auf das sich derzeit verlangsamende Impftempo in Deutschland betonte Lauterbach, dass es nötig sei, „sehr kreativ“ zu werden. Um den Impfstoff den Menschen nahezubringen, müsse man an unkonventionellen Orten Angebote machen. „Shisha-Bars“ und „Ausgehmeilen“ nannte er als Beispiele. „Wo die jungen Leute sind, da muss es möglich sein, dass die sich impfen lassen können, mit mobilen Impfteams, ohne jeden Aufwand“, so der Gesundheitspolitiker.

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Verschiedene Bundesländer planen bereits solche Angebote. In Brandenburg sollen zum Beispiel nach den Sommerferien Corona-Impfungen „auf Parkplätzen, am Strand und auf Festivals, ohne Termin“ stattfinden, wie Dominik Lenz, Sprecher des dortigen Gesundheitsministeriums ausführt. In Hamburg plant man hingegen in Jobcentern, Bürgerhäusern, Kirchen und Moscheen Impfungen anzubieten. In Sachsen-Anhalt wird damit geworben, sich im Einkaufszentrum gegen Sars-CoV-2 impfen zu lassen. Die Impfangebote in den jeweiligen Bundesländern variieren allerdings stark, da sie von den Planungen der einzelnen Kommunen abhängig sind. (tu/dpa)

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