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Gesundheitsminister Matt Hancock tritt zurück. Doch mit dem Auffliegen seiner Affäre gerät das britische Ministerium unter Druck.
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Gesundheitsminister Matt Hancock tritt zurück. Doch mit dem Auffliegen seiner Affäre gerät das britische Ministerium unter Druck.

Sicherheitslücken im Ministerium?

Affäre Hancock: Der britische Skandal-Gesundheitsminister ist weg – viele Fragen bleiben offen

  • Teresa Toth
    VonTeresa Toth
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In Großbritannien geht es derzeit drunter und drüber. Jetzt muss Gesundheitsminister Matt Hancock gehen. Nun stehen einige Untersuchungen an.

London –  „Du kannst das Amt mit Stolz auf das Erreichte verlassen.“ Obwohl immer mehr Vorwürfe gegenüber dem britischen Gesundheitsminister Matt Hancock laut wurden, stärkte Premierminister Boris Johnson bis zuletzt seinen Rücken. Nun ist Hancock zurückgetreten. Damit beginnen jedoch zahlreiche Untersuchungen.

Gesundheitsminister Matt Hancock: Vetternwirtschaft und Versagen

Spätestens mit der Veröffentlichung eines Fotos, auf dem der verheiratete Skandal-Minister und seine ebenfalls verheiratete Mitarbeiterin dabei zu sehen sind, wie sie sich küssen, war der Rücktritt des 42-Jährigen Familienvaters nicht mehr zu umgehen. Denn es wurde nicht nur seine heimliche Affäre bekannt – er verstieß damit auch gegen die Corona-Abstandsregeln, für die er selbst in seinem Amt als Gesundheitsminister predigte. Dies war jedoch lediglich der Höhepunkt vieler Fehltritte.

Bereits seit mehreren Monaten warf man ihm vor, einem Bekannten einen Millionenauftrag zur Lieferung von Corona-Schutzausrüstung übergeben zu haben, obwohl dieser – Besitzer eines Pubs – überhaupt keine Erfahrung damit hatte. Zudem soll er unnötigerweise Milliarden Pfund in ein untaugliches Corona-Testprogramm investiert und mehrmals während der Pandemie gelogen haben. „Das Vermächtnis von Matt Hancock als Gesundheitsminister ist eines von Vetternwirtschaft und Versagen“, so der Chef der Liberaldemokraten, Edward Davey in einem Tweet.

Gesundheitsminister Matt Hancock: Mögliche Sicherheitslücken müssen überprüft werden

Nach dem Rücktritt Hancocks und der Ernennung des ehemaligen Finanzminister Sajid Javid als neuen Gesundheitsminister bleibt der Druck nach Antworten jedoch bestehen. Die Opposition in Großbritannien fordert eine Untersuchung der Affäre. Es müsse dringend geklärt werden, ob Hancock bereits mit der Einstellung seiner Mitarbeiterin die Regeln verletzte: Waren die beiden bereits vorher ein Paar oder entwickelte sich die Affäre erst später?

Außerdem ist bislang unklar, wie das Foto des küssenden Paares überhaupt an die britische Zeitung „Sun“ gelangen konnte. Die Aufnahme stammt von einer Überwachungskamera im Ministerbüro, was auf eine Sicherheitslücke im Ministerium schließen lässt. Hancock selbst wäre es wohl am liebsten, mit seiner öffentlichen Entschuldigung und seinem Rücktritt alle offenen Fragen ruhen zu lassen: „Das letzte, das ich will, ist, dass mein Privatleben die Aufmerksamkeit von der zielstrebigen Konzentration ablenkt, die uns aus dieser Krise herausführt“. (Teresa Toth)

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